
Heeresgeschichtliches Museum
Historisches Museum mit militärgeschichtlichem Schwerpunkt im Wiener Arsenal – im ältesten Museumsbau Österreichs von Theophil Hansen.
Über das Museum
Das Museumsgebäude entstand ab 1850 als Herzstück des Wiener Arsenals, das Kaiser Franz Joseph nach der Revolution von 1848 als befestigten Militärkomplex errichten liess. Der dänische Architekt Theophil Hansen entwarf das als Waffenmuseum geplante Gebäude mit Anklängen an byzantinische und gotische Formen; 1856 war der Rohbau vollendet. Damit gilt es als ältester eigens als Museum geplanter Bau Österreichs. Feldherrenhalle und Ruhmeshalle sollten zugleich eine Gedenkstätte für die kaiserliche Armee bilden.
1869 wurde die geordnete Waffensammlung im neuen Haus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, 1891 folgte die Neueröffnung als Heeresmuseum. Bomben beschädigten das Gebäude 1944 und 1945 schwer; 1955 öffnete das Museum wieder. Es untersteht bis heute nicht den Bundesmuseen, sondern als nachgeordnete Dienststelle dem Verteidigungsministerium.
Zu den bekanntesten Objekten zählen das Automobil, in dem das Thronfolgerpaar 1914 in Sarajevo ermordet wurde, sowie Bestände zur österreichischen Kriegsmarine, die Artillerie- und die Panzersammlung. Nach öffentlicher Kritik an der Präsentation begann 2023 unter Direktor Georg Hoffmann ein umfassender Reformprozess: Das Haus versteht sich nun als historisches Museum, das die Beziehung von Krieg, Militär und Gesellschaft kritisch beleuchtet. Als erster sichtbarer Schritt eröffnete im Juni 2026 die neue Ausstellung zu Österreich zwischen 1918 und 1955; weitere Säle werden schrittweise überarbeitet. Seit Kurzem betreut das Museum zudem das Äussere Burgtor am Heldenplatz als Gedächtnisort.
Highlights
- Automobil des Attentats von Sarajevo 1914
- Feldherrenhalle und Ruhmeshalle mit Fresken von Karl von Blaas
- Neue Ausstellung „Gewalt — Gesellschaft“ zu Österreich 1918 bis 1955
- Saal zur Seemacht Österreich
- Artilleriehallen und Panzerhalle im Arsenal
- Theophil Hansens Museumsbau im Wiener Arsenal
Dauerausstellungen
- Gewalt — Gesellschaft. Österreich im Zeitalter der Weltkriege 1918 bis 1955 – Neue Ausstellung über Gewalterfahrung, Militarisierung und Militär in Diktatur und Demokratie von der Ersten Republik bis zum Staatsvertrag.
- Der Erste Weltkrieg und das Attentat von Sarajevo – Saalgruppe zum Ende der Monarchie, mit dem Attentat auf das Thronfolgerpaar 1914 als Ausgangspunkt.
- Seemacht Österreich – Saal zur Geschichte der österreichischen Kriegsmarine mit Modellen, Gemälden und Objekten.
- Gegründet
- 1869
- Träger
- Bundesministerium für Landesverteidigung
- Leitung
- Georg Hoffmann
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 3,50 € |
|---|---|
| Ermässigt | 2,50 €Studierende, Menschen mit Behinderung, Senior:innen ab 60, Inhaber:innen des NÖ Familienpasses, Vienna City Pass, Gruppen ab 9 Personen |
| Kinder & Jugendliche | freibis 18 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis zum 19. Lebensjahr frei. |
| Seniorinnen & Senioren | 2,50 €Ab 60 Jahren |
| Menschen mit Behinderung | 2,50 € |
| Studierende & Azubis | 2,50 € |
| Gruppen (ab 9 Pers.) | 2,50 € p. P.Ermässigter Eintritt ab 9 Personen. Private Führung bis 9 Personen 50 € pauschal inkl. Eintritt, ab 10 Personen 5 € pro Person zusätzlich; Schul- und Studierendengruppen mit Lehrperson frei. |
| Führungsticket für Wochenendführungen | 4 €ermässigt 2,50 € |
| Audioguide Extra (Leihgerät) | 2 €10 € Pfand; Audioguide zum Download im Eintritt enthalten |
Freier Eintritt: Jeden ersten Sonntag im Monat und am Nationalfeiertag (26. Oktober) freier Eintritt für alle
Reduzierte Eintrittspreise seit 1. April 2025. Freier Eintritt ausserdem für ICOM-Mitglieder, Soldat:innen in Uniform und BMLV-Bedienstete, Zivildienstleistende, Mitglieder des Freundesvereins, Schwerkriegsgeschädigte sowie mit Niederösterreich-CARD (einmalig) und Vienna Pass.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Alle Säle sind barrierefrei zugänglich: Aussenrampe am Haupteingang, Aufzug im Gebäude, induktive Höranlage. Alle Toiletten sind behindertengerecht ausgestattet. Kataloge in Brailleschrift kostenlos an der Kassa. Zwei Behindertenparkplätze in der Bucht beim Objekt 16. Assistenzhunde erlaubt.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 18 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
- Wickelmöglichkeit
Jeden ersten Samstag im Monat Kinderführung mit Maskottchen Eugen. Kostenlose Rätselhefte für 6- bis 9-Jährige und ab 10 Jahren, Kinderklub mit Vergünstigungen, Sommerferienspiel für 6- bis 10-Jährige und Bastelprogramme im Advent. Wickeltische in allen Toiletten.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Quartier Belvedere
S-Bahn bis Quartier Belvedere; Strassenbahn 18, D und O; Bus 13A und 69A; U1 bis Südtiroler Platz – Hauptbahnhof.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Vor dem Museum stehen nur eingeschränkt Parkplätze zur Verfügung; das Museum bittet, möglichst öffentlich anzureisen.
- Behindertenparkplatz
Service & Gastronomie
- Café
- Museumsshop
- Schliessfächer
Café Salut mit integriertem Museumsshop (Bücher, Souvenirs, Publikationen des HGM), täglich 9–17 Uhr. Schliessfächer im Kassenbereich (2 € Einsatz).
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
- Firmenveranstaltungen
- Hochzeiten / Trauungen
Bis zu 120 Personen.
Vermietet werden die Ruhmeshalle (627,5 m², Bankett oder Stehempfang bis 120 Personen) und die Feldherrenhalle (423 m², Stehempfang bis 120 Personen) für Dinner, Empfänge, Lesungen, Präsentationen und Hochzeiten; Ton-, Präsentationstechnik und Mobiliar anmietbar, barrierefreier Zugang.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 1.5 Std. |
|---|---|
| Audioguide | ja |
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Foto- und Videoaufnahmen ohne Blitz und Stativ nur für den privaten Gebrauch gestattet. |
| Hinweise | Samstags 11 Uhr Überblicksführung, an Sonn- und Feiertagen 11 Uhr Themenführung (je ca. 1,5 Stunden, 4 €); jeden ersten Sonntag im Monat 12:30 Uhr Führung durch die Panzerhalle. Täglich ab 13 Uhr kostenlose Impulsführungen ab dem Infopoint in der Ruhmeshalle. Private Führungen auf Deutsch oder Englisch (1–1,5 Stunden) über kulturvermittlung@hgm.at. Tiere ausser Assistenzhunden nicht erlaubt. |





