
Kartause Aggsbach
Ehemalige Kartause in der Wachau mit kleinem Kartäusermuseum samt Mönchszelle, gotischer Kirche und Meditationsgarten.
Über das Museum
Die Kartause Aggsbach am rechten Donauufer wurde 1380 von Landmarschall Heidenreich von Maissau und seiner Frau Anna gestiftet. Sie war die kleinste der drei Kartausen im heutigen Niederösterreich und bestand rund vierhundert Jahre, bis Kaiser Joseph II. das Kloster 1782 im Zuge seiner Reformen aufhob.
Nach der Aufhebung wurde der grosse Kreuzgang mit den Zellen der Mönche abgetragen. Erhalten blieben unter anderem die gotische Klosterkirche, die seither als Pfarrkirche dient und eine barocke Ausstattung sowie reich gestaltete Schlusssteine besitzt, ein Flügel des Kreuzgangs mit den Grabsteinen des Stifterpaares und das Refektorium. Zur Anlage gehörte auch eine Hammerschmiede, die heute ebenfalls besichtigt werden kann.
Der Verein der Freunde der Kartause Aggsbach richtete in einigen Räumen ein kleines Kartäusermuseum ein. Es erzählt vom Ordensgründer Bruno von Köln, vom Leben der schweigenden Mönche und von der Geschichte des Hauses; 2003 kam eine Kartäuserzelle mit originalem Mobiliar aus einer französischen Kartause hinzu. Auf dem Gelände der früheren Zellen eröffnete die Gemeinde 2016 einen Meditationsgarten, dessen berankte Pergolen den Grundriss des verschwundenen Zellentrakts nachzeichnen.
Highlights
- Kartäuserzelle mit originalem Mobiliar aus einer französischen Kartause
- Gotische Kartausenkirche mit Allgäuer-Orgel im barocken Gehäuse
- Meditationsgarten auf dem Grundriss des einstigen Zellentrakts
- Nachbildungen der Aggsbacher Altäre, deren Originale im Stift Herzogenburg stehen
- Benachbarte Hammerschmiede und Mineralienzentrum Steinstadel
Dauerausstellungen
- Kartäusermuseum – Kleine Schau über den heiligen Bruno, das Leben der Kartäuser und die Geschichte der Kartause Aggsbach. Zu sehen sind Ausstattungsstücke aus europäischen Kartausen und eine eingerichtete Mönchszelle.
- Träger
- Verein der Freunde der Kartause Aggsbach
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 3 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | –Kinder frei |
Statt eines festen Eintritts wird um eine Spende von 3 € pro Person gebeten (Spendenkasse im ersten Museumsraum bzw. beim Meditationsgarten), Kinder sind frei. Ermässigte Kombitickets mit Hammerschmiede und Mineralienzentrum Steinstadel. Nur Barzahlung.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: keine Angabe
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Barrierefreies WC vorhanden.
Kinder & Familie
- Kinderwagenfreundlich
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Buslinie 720 (Krems – Rossatz – Schönbühel – Melk) entlang des südlichen Donauufers; Fahrplan beim VOR.
Aggsbach Dorf liegt etwa 10 km donauabwärts von Melk. Von Krems oder Melk über die B33 nach Aggsbach Dorf, dort Richtung St. Pölten/Gansbach abbiegen und der Beschilderung zur Kartause folgen (Abzweigung „Mauer / Loosdorf“); von St. Pölten über die L162 via Gansbach.
Route planenService & Gastronomie
- Museumsshop
Kartausenladen im ehemaligen Kapitelsaal mit Kräuterlikören und kleinen Erfrischungen; geöffnet Donnerstag bis Sonntag sowie vor und nach Gruppenführungen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Führungen durch Kartäusermuseum, Pfarrkirche und Meditationsgarten nach Anmeldung bei Christine Nussbaumer (Tel. +43 664 9370444). |





