
Kreuzstadl Rechnitz
Gedenkstätte am Ortsrand von Rechnitz mit Ruine des Kreuzstadls und Informationsbereich zu den NS-Verbrechen beim Südostwallbau.
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Über das Museum
Der Kreuzstadl, benannt nach seinem kreuzförmigen Grundriss, gehörte einst zum Meierhof des Gutes Batthyány in Rechnitz. In der Nacht vom 24. auf den 25. März 1945 wurden in der Nähe rund 180 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter erschossen und verscharrt, die zuvor beim Bau des „Südostwalls“ eingesetzt worden waren. Die Täter stammten aus dem Kreis von Gästen eines Festes führender NSDAP-Mitglieder im Ort. Bis heute ist das Massengrab nicht gefunden.
Nach Jahrzehnten des Verdrängens entdeckten der Bildhauer Karl Prantl und seine Frau 1991 die überwucherte Ruine. Die Gedenkinitiative RE.F.U.G.I.U.S. engagiert sich seit 1991 dafür, das Gehöft als Mahnmal für alle Opfer des Südostwallbaus zu erhalten. 1992 erwarb ein Bildhauerverein das Gebäude und sicherte es, 1993 wurde es der Israelitischen Kultusgemeinde Wien als Mahnmal übergeben.
Heute besteht die Gedenkstätte aus der gesicherten Ruine und einem 2012 errichteten Informations- und Dokumentationsbereich, in dem Schautafeln die Entstehung des Südostwalls und das Massaker erklären. Die Gedenkinitiative bietet begleitete Rundgänge für Schulklassen und Gruppen an, die auch den Erinnerungsweg „Jüdisches Leben in Rechnitz“ mit zehn Schautafeln im Ort einbeziehen können.
Highlights
- Ruine des Kreuzstadls als Mahnmal
- Informations- und Dokumentationsbereich mit Schautafeln (2012)
- Begleitete Rundgänge für Schulen und Gruppen
- Erinnerungsweg „Jüdisches Leben in Rechnitz“ mit zehn Tafeln
Dauerausstellung
- Informations- und Dokumentationsbereich Kreuzstadl – Schautafeln erläutern den Südostwallbau, die Zwangsarbeit und das Massaker vom März 1945.
- Gegründet
- 2012
- Träger
- Verein RE.F.U.G.I.U.S. (Rechnitzer Flüchtlings- und Gedenkinitiative)
Eintrittspreise & Ermässigungen
Der Eintritt ist frei.
| Gruppen (ab 5 Pers.) | 4 € p. P.Begleiteter Rundgang für Gruppen (mind. 5 Personen), ca. 2 Stunden; ermässigt 3 Euro. |
|---|---|
| Begleiteter Rundgang für Schulgruppen (pro Person) | 2 €1. September–31. Oktober und 1. März–30. Juni, Mo–Mi 10–15 Uhr, max. 26 Personen |
| Begleiteter Rundgang für Gruppen (pro Person) | 4 €Ermässigt 3 Euro für Senior:innen, Kinder und Jugendliche, Studierende, Lehrlinge, Präsenz- und Zivildiener sowie Menschen mit Behinderung |
| Rundgang Erinnerungsweg „Jüdisches Leben in Rechnitz“ (pro Person) | 4 €Ermässigt 3 Euro; nach Vereinbarung, ca. 2 Stunden |
Der Besuch der Gedenkstätte ist kostenlos; Preise gelten nur für begleitete Rundgänge.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Anreise & Parken
Die Gedenkstätte liegt am südlichen Ortsrand von Rechnitz an der Geschriebensteinstrasse.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 2 Std. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Rundgänge nach Anmeldung unter rundgang@refugius.at; Schulbuchungen bis zum 9. des Vormonats. Die Gedenkstätte ist als Lernort in das nationale Förderprogramm für Besuche von Gedenkstätten aufgenommen (Schulstufen 8 und 11). |





