
Museumsdorf Niedersulz
Grösstes Freilichtmuseum Niederösterreichs: rund 80 wiedererrichtete Gebäude, Gärten und ein Bauernhof zeigen ein Weinviertler Dorf um 1900.
Über das Museum
Den Grundstein legte der Niedersulzer Kirchenmaler Josef Geissler, der ab Mitte der 1960er-Jahre bäuerliches Alltagsgut sammelte. 1977 zeigte er seine Funde zunächst als „Weinviertler Dorfmuseum“ in der aufgelassenen Volksschule des Ortes. Als der Platz nicht mehr reichte, stellte die Gemeinde Sulz ein rund fünf Hektar grosses Areal am Sulzbach zur Verfügung, und 1979 übertrug Geissler einen über 200 Jahre alten Streckhof aus Bad Pirawarth dorthin – der Beginn des Museumsdorfs.
In den folgenden Jahrzehnten wuchs das Dorf Hof um Hof zu einer typischen Weinviertler Dorfzeile entlang des Baches. Hinzu kamen Handwerkerhäuser, Kapellen, eine Mühle, eine Kellergasse mit Presshäusern, ein Wirtshaus mit Greisslerei und die Volksschule aus Gaiselberg. Richard Edl entwickelte dabei das Konzept, Bauteile unterschiedlicher Herkunft zu stimmigen Hofanlagen zusammenzufügen, und dokumentierte die Geschichte der Häuser. Parallel entstand eine umfangreiche volkskundliche Sammlung.
Bis 2007 führte ein Verein das Museum; seither sichern eine Stiftung und eine Betriebsgesellschaft unter Beteiligung des Landes Niederösterreich den Betrieb. 2012 eröffnete ein neues Eingangsgebäude auf dem Schmalzberg. Heute umfasst das Gelände rund 22 Hektar mit etwa 80 Objekten, biologisch gepflegten Haus- und Schaugärten, rund 340 historischen Obstsorten und einem „Lebenden Bauernhof“ mit alten Nutztierrassen.
Highlights
- Rund 80 originalgetreu wiedererrichtete Höfe, Werkstätten, Kapellen und Presshäuser
- Volksschule aus Gaiselberg mit Lehrerwohnung und Schulgarten
- „Lebender Bauernhof“ mit Ziegen, Schweinen, Eseln und Geflügel
- Bauerngärten und rund 340 historische Obstbaumsorten
- Dorfwirtshaus im herrschaftlichen Jägerhaus aus Hohenau
- Kellergasse mit Vinothek regionaler Winzer
Dauerausstellungen
- Auf Rädern und Kufen – Transportfahrzeuge anno dazumal – Restaurierte Wägen, Karren und Schlitten aus der Sammlung zeigen, wie im Weinviertel um 1900 Ernte, Wein und Menschen befördert wurden – vom blauen Weinwagen bis zum prächtigen Leichenwagen von 1915.
- Gegründet
- 1979
- Träger
- WMB Weinviertel Museum Betriebs GmbH
- Leitung
- Christoph Mayer, Bernadette Schager (Geschäftsführung)
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 13 € |
|---|---|
| Ermässigt | 11 €Studierende, Menschen mit Behinderung, ICOM-Mitglieder, Kulturpass-Inhaber:innen, Mitglieder des Museumsvereins und des Ö1-Clubs |
| Kinder & Jugendliche | 6,50 €bis 5 Jahre frei · 6 bis 18 Jahre |
| Seniorinnen & Senioren | 11 € |
| Menschen mit Behinderung | 11 € |
| Studierende & Azubis | 11 € |
| Gruppen (ab 15 Pers.) | 11 € p. P.Ermässigter Gruppeneintritt; Dorf- oder Gartenführung (ca. 90 Min.) inkl. Eintritt 17 € pro Person. |
| Familien | 12 €mit dem Familienland-Pass: max. 2 Erwachsene mit beliebig vielen Kindern bis 18 Jahre |
| Saisonkarte | 29 € |
| Saisonkarte Kinder und Jugendliche | 14,50 € |
| Familienführung „Auf den Spuren von Zieglinde“ | 5 €pro Person |
| Gruppenführung inkl. Eintritt | 17 €pro Person, ca. 90 Min. |
Mit der Niederösterreich-CARD einmalig freier Eintritt (nicht für Gruppen). Online-Tickets im Webshop.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Barrierefreies Eingangsgebäude mit Lift auf das Gelände; die Bushaltestelle liegt direkt beim Besucherparkplatz. Wegen der historischen Gebäude und der Schotterwege wird Menschen mit Gehbehinderung eine Begleitperson dringend empfohlen. An der Kassa gibt es kostenlos einen Plan mit rollstuhlgerechtem Rundweg.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Besuchsdauer | ca. 2 Std. |
|---|---|
| Eintritt Kinder | bis 5 Jahre frei |
| Familienticket | 12 € · mit dem Familienland-Pass: max. 2 Erwachsene mit beliebig vielen Kindern bis 18 Jahre |
- Familienführungen & Workshops
- Spielplatz / Spielecke
- Kindergeburtstage
Familienführung „Auf den Spuren von Zieglinde“ jeden 1. und 3. Sonntag um 15 Uhr mit Rätseln zu Schule, Lehmbaustelle und Bauernhof. Am Lebenden Bauernhof dürfen Ziegen- und Hühnerbereich betreten werden. Zwei Spielplätze; Kindergeburtstage für 5- bis 12-Jährige mit eigenem Festraum. Die Wege sind geschottert, Skateboards und Scooter sind nicht erlaubt.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bus 505 ab Wien Floridsdorf (S-Bahn) in rund einer Stunde, Zustieg auch am Bahnhof Wolkersdorf; Bus 565 ab Bahnhof Mistelbach oder Bahnhof Dürnkrut in rund 25 Minuten – beide täglich während der Öffnungszeiten direkt zum Museumsdorf.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Besucherparkplatz mit Behindertenstellplätzen; 10 Ladepunkte für E-Autos (11 kW), rund um die Uhr nutzbar; Fahrradständer und Fahrrad-Servicestation.
- Behindertenparkplatz
Mit dem Auto über die Nordautobahn A5: aus Richtung Wien Abfahrt Hochleithen, aus Richtung Tschechien Abfahrt Schrick, dann den braunen Kulturwegweisern folgen. Neue Adresse für das Navi: Am Schmalzberg 1, 2224 Niedersulz.
Route planenService & Gastronomie
- Restaurant
- Museumsshop
Dorfwirtshaus „Jägerhaus“ am Dorfplatz mit Gastgarten (nur mit Eintrittskarte, nur Barzahlung); Vinothek in der Kellergasse an ausgewählten Wochenenden und Feiertagen 13–18 Uhr. Hunde an der Leine willkommen, Tiergehege dann nur von aussen.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
- Hochzeiten / Trauungen
Innenhöfe und weitere Bereiche des Dorfs für Hochzeiten, Taufen, Geburtstage und andere Feiern; die Häuser selbst sind nicht mietbar.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 1.5 Std. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Überblicksführungen samstags 14 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen 11 und 14 Uhr ohne Anmeldung. Gruppenführungen (ca. 90 Min.) nach Voranmeldung, auch auf Englisch und Tschechisch. Samstags, sonn- und feiertags 13–17 Uhr (ab 15. Oktober bis 16 Uhr) zeigen Kulturvermittlerinnen und Handwerker alte Arbeitstechniken. Programme für Kindergärten und Schulen. |





