
Schloss Mariastein
Wallfahrtsburg auf einem Felsen im Tiroler Unterland mit Gnadenkapelle, Tiroler Erzherzogshut und Schlossmuseum im einstigen Rittersaal.
Über das Museum
Um 1360 errichteten die Herren von Freundsberg auf einem Felsen bei Kufstein einen Wehrturm, der ihre Besitzungen an der alten Römerstrasse zwischen Innsbruck und Rosenheim sichern sollte. Schon wenige Jahre später ging die „Burg auf dem Stayn“ an die bayerischen Herzöge, danach an die Herren von Ebbs. Diese liessen den Turm um 1470 aufstocken, richteten darin eine Kapelle ein und stifteten eine geschnitzte Marienfigur, die heutige Gnadenmadonna. Weil die Strasse später auf das andere Innufer verlegt wurde, verlor die Burg ihre militärische Bedeutung.
Der Legende nach kehrte die Marienstatue mehrmals auf wundersame Weise in die Burg zurück, als ein Besitzer sie fortbringen wollte. Freiherr Karl von Schurff, der die Anlage 1587 übernahm, förderte die Wallfahrt und liess den waagrechten Wohn- und Wirtschaftstrakt erbauen. Im 18. Jahrhundert wurde Mariastein zu einem der bekanntesten Wallfahrtsorte Tirols. Nach Besitzerwechseln und drohendem Verfall übernahm die Erzdiözese Salzburg im 19. Jahrhundert das Ensemble und liess es aufwendig instand setzen.
Im Turm liegen übereinander mehrere Kapellen, darunter die Gnadenkapelle mit Rokoko-Altar, in der heute auch der Tiroler Erzherzogshut und das Zepter aufbewahrt werden; Erzherzog Maximilian der Deutschmeister stiftete die Landesinsignien 1602 dem Gnadenbild. Im früheren Rittersaal wurde 1960, zum 600-jährigen Bestehen der Burg, ein kleines Wallfahrts- und Schlossmuseum eingerichtet. Es zeigt Porträts der Burgherren, Votivtafeln, ein Mirakelbuch, liturgisches Gold- und Silbergerät sowie ein noch spielbares Orgelpositiv.
Highlights
- Tiroler Erzherzogshut und Zepter von 1602 in der Gnadenkapelle
- Gnadenmadonna aus Lindenholz um 1450 mit Rokoko-Altar
- Ehemaliger Rittersaal mit Kassettendecke und Renaissance-Silberleuchtern
- Votivtafeln ab 1608 und Mirakelbuch der Wallfahrt
- Übereinanderliegende Kapellen im mittelalterlichen Burgturm
Dauerausstellungen
- Schlossmuseum im Rittersaal – Kleines Wallfahrtsmuseum mit Porträts der Burgherren, Votivbildern, Mirakelbuch, Paramenten, liturgischem Gerät und historischem Orgelpositiv.
- Tiroler Landesinsignien in der Gnadenkapelle – Der Tiroler Erzherzogshut und das Zepter, 1602 dem Gnadenbild gestiftet, sind in der frei zugänglichen Gnadenkapelle ausgestellt.
- Gegründet
- 1960
- Träger
- Wallfahrtskirche Mariastein (Pfarrverband Angath, Erzdiözese Salzburg)
Eintrittspreise & Ermässigungen
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Barrierefreiheit
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Kinder & Familie
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Anreise & Parken
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Service & Gastronomie
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Veranstaltungen & Vermietung
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Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Der Rittersaal kann aus Sicherheitsgründen nur mit Führung besichtigt werden; Anmeldung über die Wallfahrtskirche bzw. den beim Tourismusverband Kitzbüheler Alpen – Hohe Salve genannten Führungskontakt. Die Wallfahrtskirche ist ein Ort des Gebets – während Gottesdiensten bitte Rücksicht nehmen. |





