
Fondation Pierre Gianadda
Kulturstiftung in Martigny mit gallo-römischem Museum, Automobilmuseum, Skulpturenpark sowie grossen Kunstausstellungen und Konzerten.
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Über das Museum
Die Fondation Pierre Gianadda entstand aus einem Zufallsfund: Der Bauingenieur Léonard Gianadda wollte 1973 in Martigny ein Hochhaus errichten, doch die Kantonsbehörden verlangten zuvor Grabungen, weil das Gelände nahe der römischen Stadt Octodurus liegt. Im Juni 1976 kam ein gallo-römischer Tempel zum Vorschein. Gianadda wollte ihn erhalten und plante ein Gebäude mit archäologischem Museum. Wenige Wochen später starb sein Bruder Pierre bei einem Flugzeugunglück; zu seinem Gedenken machte Gianadda aus dem Bauprojekt eine Stiftung. Die Stiftungsurkunde wurde im Februar 1977 unterzeichnet, eröffnet wurde das Haus am 19. November 1978.
Von Anfang an war die Fondation ein Ort mit mehreren Aufgaben: Im Erdgeschoss zeigt das Musée gallo-romain die Funde aus der Römerzeit, darunter nach einem langen Streit die Grands Bronzes d’Octodure, die aus Sitten nach Martigny kamen. Im Untergeschoss entstand im Juni 1981 das Musée de l’automobile mit heute über vierzig Fahrzeugen, das älteste von 1897. Hinzu kamen grosse Kunstausstellungen mit Werken bedeutender Maler und Bildhauer sowie ein Konzertprogramm.
In den Gärten wuchs seit den 1990er Jahren ein Skulpturenpark mit rund 47 Werken, unter anderem von Miró, Calder, César, Richier und Maillol. Dazu gehören das Vieil Arsenal, in dem bis November Ausstellungen laufen, der Pavillon Szafran mit Keramikwänden von Sam Szafran und das Tepidarium, das römische Bäderreste schützt. Nach eigenen Angaben haben bisher rund 11 Millionen Menschen die Ausstellungen besucht.
Highlights
- Musée gallo-romain mit den Grands Bronzes d’Octodure um den Fund des gallo-römischen Tempels
- Musée de l’automobile mit über 40 Oldtimern, darunter Fahrzeuge von 1897
- Skulpturenpark mit rund 47 Werken von Miró, Calder, César, Maillol und anderen
- Grosse Kunstausstellungen und Konzertreihe im Haus
- Tepidarium mit Resten römischer Bäder und Pavillon Szafran mit Keramikwänden
Dauerausstellungen
- Musée gallo-romain – Das Museum im Erdgeschoss ist rund um die Reste eines 1976 entdeckten gallo-römischen Tempels gebaut und zeigt Funde aus Octodurus, darunter die Grands Bronzes. Es gehört zur archäologischen Promenade von Martigny.
- Musée de l’automobile – Im Untergeschoss steht eine Sammlung von über vierzig Fahrzeugen, vom Benz und Jeanperrin von 1897 bis zu Marken wie Rolls-Royce, Bugatti und Alfa Romeo, die die Automobilgeschichte vor dem Ersten Weltkrieg zeigen.
- Parc de sculptures – In den Gärten der Stiftung sind 47 Skulpturen unter anderem von Miró, Calder, César, Richier und Maillol zu sehen, dazu Wasserflächen und gallo-römische Überreste.
- Gegründet
- 1978
- Träger
- Fondation Pierre Gianadda
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 20 CHF |
|---|---|
| Ermässigt | 18 CHFSenioren über 60 Jahre und Menschen mit Behinderung (IV) |
| Kinder & Jugendliche | 12 CHFKinder ab 10 Jahren; für jüngere Kinder nennt die Stiftung keinen Preis |
| Seniorinnen & Senioren | 18 CHFüber 60 Jahre |
| Menschen mit Behinderung | 18 CHFMenschen mit Behinderung (IV) |
| Studierende & Azubis | 12 CHFunter 25 Jahren mit Ausweis |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 18 CHF p. P.ab 10 Personen: Erwachsene 18 CHF, Senioren 16 CHF, Studierende 10 CHF; Schulen im Wallis haben freien Eintritt |
| Familien | 42 CHFEltern und Kinder |
| Jahresabonnement Erwachsene | 48 CHF |
| Jahresabonnement Senioren (über 60 Jahre) | 42 CHF |
| Gruppenführung bis 14 Personen (Pauschale) | 400 CHFauf Reservierung, in Französisch, Englisch, Deutsch oder Italienisch; ab 15 Personen ermässigter Eintritt pro Person plus 130 CHF Zuschlag pro Gruppe |
Freier Eintritt mit Karte der Amis de la Fondation, Presseausweis, ICOM, ICOMOS, Visarte, AMS-VM, Museumspass (Passeport Musée Suisse), Sotheby’s Preferred sowie Raiffeisen Visa und Mastercard Member Plus (auch Junior). Die Amis-Karte ab 250 CHF gilt ein Jahr für zwei Personen.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Die Stiftung ist laut eigener Angabe vollständig zugänglich, mit eigenem Eingang, Rampen, Aufzügen und Leih-Rollstühlen (bitte an der Rezeption melden). Für Menschen mit Sehbehinderung gibt es einen eigenen Parcours „Visitez du bout des doigts“ mit Audioguides und 3D-Nachbildungen von Werken im Skulpturenpark. Führ- und Assistenzhunde sind erlaubt, kleine Hunde nur in Tasche oder Korb.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Familienticket | 42 CHF · Eltern und Kinder |
|---|
- Familienführungen & Workshops
Die Stiftung bietet Führungen für Kinder und Familien zu ihren Ausstellungen und Schulprogramme für Walliser Klassen an; ein Familienticket kostet 42 CHF.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Martigny, Fondation Gianadda · 3 Min. zu Fuss
Vom SBB-Bahnhof Martigny mit dem Bus Nr. 201 Richtung Martigny-Croix bis zur Haltestelle „Martigny, Fondation Gianadda“, danach etwa 3 Minuten zu Fuss.
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos
Aussenparkplatz direkt neben der Stiftung, rund um die Uhr geöffnet; von 7 bis 19 Uhr kostenlos bis maximal 5 Stunden, von 19 bis 7 Uhr gratis; 4 Ladestationen für Elektroautos.
Service & Gastronomie
- Café
- Restaurant
- Museumsshop
Restaurant und Cafeteria Patio des Jardins im Skulpturenpark (Restaurant von April bis November, im Winter Bar du Foyer im Untergeschoss); Picknick im Garten erlaubt; Librairie-Boutique mit Katalogen, Kunstbüchern und Kinderbüchern.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
Das Restaurant Patio des Jardins samt Terrasse steht für Veranstaltungen zur Verfügung, der Pavillon Szafran bietet Besprechungsräume für Gruppen.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Zu jeder Hauptausstellung gibt es öffentliche Führungen (in der Regel mittwochs von 19 bis 21 Uhr, zum normalen Eintritt, ohne Anmeldung, auf Französisch) sowie Gruppenführungen auf Reservierung. Für Walliser Schulklassen laufen die Programme „Les Petits Visiteurs“ und „Les Apprentis Visiteurs“ (Animation in der Klasse und anschliessender Besuch). |



