Jüdisches Museum der Schweiz
Das einzige jüdische Museum der Schweiz zeigt auf zwei Etagen jüdische Geschichte und Gegenwart in einem umgebauten Holzhaus mit Fassadenwerk von Frank Stella.
Kein Ton? Prüfe den Stummschalter deines Geräts.
Nur einzelne Bereiche vorlesen lassen
Über das Museum
Das Jüdische Museum der Schweiz wurde 1966 als erstes jüdisches Museum im deutschsprachigen Raum nach dem Krieg eröffnet und ist bis heute das einzige seiner Art in der Schweiz. Gegründet hat es der Verein für das Jüdische Museum der Schweiz unter der Gründungsdirektorin Katia Guth-Dreyfus; die Räume lagen zunächst an der Kornhausgasse in Basel. Das Haus wird vom Verein getragen, dem rund 450 Mitglieder angehören, und feiert 2026 sein sechzigjähriges Bestehen.
Die Sammlung wuchs mit Objekten aus Basel und dem Oberrheingebiet, den Judendörfern Endingen und Lengnau im Surbtal, der übrigen Schweiz, Europa, Nordafrika und Israel. Schwerpunkte sind Zeremonialgegenstände aus Silber, reich bestickte Textilien des 17. bis 20. Jahrhunderts und Dokumente zur Kulturgeschichte der Juden in der Schweiz. Als historisch einzigartig gelten die mittelalterlichen Grabsteine und die Basler hebräischen Drucke; Unterlagen zu den Zionistenkongressen und Briefe Theodor Herzls zeigen Basel als Ort der Weltpolitik.
Seit dem 1. Dezember 2025 ist das Museum im neuen Haus an der Vesalgasse 5 zu Gast, einem ehemaligen Tabaklager aus Holz. Das Büro Diener & Diener verwandelte es auf rund 750 Quadratmetern in ein Museum mit Ausstellungs-, Werkstatt- und Veranstaltungsräumen, Bibliothek und Büros; eine grosszügige Holztreppe verbindet die Geschosse. Die Fassade trägt das Werk „Jeziory“ von Frank Stella. Die Dauerausstellung „Kult, Kultur, Kunst“ erzählt die jüdische Geschichte in der Schweiz vom römischen Altertum bis in die Gegenwart.
Highlights
- Einziges jüdisches Museum der Schweiz, eröffnet 1966
- Dauerausstellung „Kult, Kultur, Kunst. Jüdische Erfahrungen“ auf zwei Etagen
- Mittelalterliche jüdische Grabsteine und Basler hebräische Drucke
- Dokumente zu den Zionistenkongressen in Basel und Briefe Theodor Herzls
- Umgebautes Holzhaus von Diener & Diener mit Fassadenwerk von Frank Stella
- Kinderspur mit Schatzkarte für 4- bis 12-Jährige
Dauerausstellung
- Kult, Kultur, Kunst. Jüdische Erfahrungen – Die Dauerausstellung zeigt auf zwei Etagen die jüdische Geschichte in der Schweiz vom römischen Altertum bis zur Gegenwart, vom Gemeindeleben über Herkunft und Selbstbehauptung bis zum Umgang mit Antisemitismus.
- Gegründet
- 1966
- Träger
- Verein für das Jüdische Museum der Schweiz
- Leitung
- Dr. Naomi Lubrich
Eintrittspreise & Ermässigungen
| Erwachsene | 15 CHF |
|---|---|
| Ermässigt | 10 CHFIV- und AHV-Bezüger*innen, KulturLegi, Geringverdienende, Flüchtlingsausweis B, F, N |
| Kinder & Jugendliche | freibis 26 Jahre frei · Jugendliche bis 26 Jahre haben freien Eintritt. |
| Seniorinnen & Senioren | 10 CHFAHV-Bezüger*innen zahlen den ermässigten Preis. |
| Menschen mit Behinderung | 10 CHFIV-Bezüger*innen zahlen den ermässigten Preis. |
| Studierende & Azubis | freiPersonen in Ausbildung bis 30 Jahre haben freien Eintritt. |
| Mit BaselCard | 11,25 CHFErmässigter Preis für Inhaber*innen der BaselCard. |
Das Museum verkauft keine Tickets online; Besuche (zum Beispiel von Gruppen) können beim Besucherservice angekündigt werden. Freien Eintritt haben ausserdem Mitglieder (Mitgliederkarte), Museumspersonal Basel, Inhaber*innen des Schweizer Museumspasses, des Museums-PASS-Musées, der Raiffeisenkarte, von ICOM, VMS/AMS, Colourkey, der VIZAM-Museumskarte, Presse, TiM – Tandem im Museum – sowie Personen mit Schutzstatus S. Die öffentliche Führung im Museum ist im Eintritt enthalten; die Synagogenführung ist kostenlos.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: nicht vorhanden
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Das Museum ist rollstuhlgerecht; die Ausstellungsräume sind über einen Lift (89 × 144 cm) erreichbar, das WC liegt im Erdgeschoss. Ein Behindertenparkplatz direkt vor dem Haus steht nicht zur Verfügung.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 26 Jahre frei |
|---|
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
- Mitmach- & Anfassstationen
Kinderspur für 4- bis 12-Jährige: Am Empfang gibt es kostenlos eine Schatzkarte und einen Schlüsselbund, mit denen neun interaktive Stationen entdeckt werden können (Kaleidoskop, jüdische Musik, Kurzfilm, Mitmachstation mit hebräischen Buchstaben, archäologische Funde).
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Universität
Tram 3 sowie Bus 30 und 34 bis zur Haltestelle „Universität“.
Mit dem Auto
Nächstgelegene Parkhäuser: Kantonsspital und Steinen. Parkmöglichkeiten für Reisebusse: Kohlenberg und Steinenberg.
- Behindertenparkplatz: nicht vorhanden
Service & Gastronomie
- Museumsshop
Museumsshop im Haus; der Online-Shop wird derzeit überarbeitet.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung jeden letzten Sonntag im Monat um 15 Uhr (60 Minuten, ohne Anmeldung, im Eintritt enthalten). Synagogenführung an der Leimenstrasse 24 jeden ersten Sonntag im Monat um 15 Uhr (90 Minuten, ohne Anmeldung, Eintritt frei; Schultern und Knie bedeckt, Männer mit Kopfbedeckung, Kippot vor Ort). Private Gruppenführungen mindestens zwei Wochen im Voraus buchen (höchstens 20 Personen, ausgenommen Schulklassen); jüdisch-muslimische Führungen für Schulklassen aus Basel-Stadt und Basel-Landschaft sind kostenlos. |





