
Bauernhausmuseum Biebertal
Denkmalgeschütztes Hofgut im Biebertal mit Hausrat, Trachten und Handwerksgerät aus bäuerlichem Leben des 18. und 19. Jahrhunderts, nur mit Führung.
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Über das Museum
Hof Haina ist ein kleiner Weiler aus ursprünglich vier, später fünf Dreiseithöfen im Seitental des Bieberbachs, der bereits 1324 urkundlich erwähnt wird. Den Anstoß zum Museum gab ein altes Quittungsbuch, das Pachtzahlungen der Hofbewohner an das Schloss Königsberg zwischen 1798 und 1836 belegte. Gisela Kraft-Schneider ging 1971 bei familiengeschichtlichen Recherchen dem Hof ihrer Vorfahren nach und fand ihn vom Abriss bedroht vor.
Als 1973 die letzten Mieter auszogen, erwarb sie das Haus gemeinsam mit ihrem Bruder und ihren Eltern und ließ es in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen. Parallel dazu trug sie bis 2009 Möbel, Haushaltsgeräte und bäuerliche Gebrauchsgegenstände aus Hof Haina und der Umgebung zusammen und machte sie der Öffentlichkeit zugänglich. Nach ihrem Tod 2011 führen ihre Kinder und eine Nichte das Haus in ihrem Sinne weiter, heute als gemeinnützige GmbH.
Die Sammlung zeigt auf mehreren Etagen Stuben, Kammern und Küche mit Bauernmöbeln, Keramik, Trachten, Stickereien, Spinnrad, Webstuhl und Erntegeräten. Eine Stube erinnert an den im Biebertal geborenen Kupferstecher Johann Georg Will, der ab 1736 in Paris lebte. Im Mittelpunkt der Führungen steht auch das Ehepaar Christine Schneider und Johannes Dudenhöfer, das im 19. Jahrhundert auf dem Hof lebte.
Highlights
- Bäuerliche Stuben, Kammern und Küche aus dem 18. und 19. Jahrhundert
- Trachten, Stickereien, Spinnrad und historischer Webstuhl
- Gedenkstube für den Kupferstecher Johann Georg Will
- Geschichte des Ehepaars Schneider und Dudenhöfer
- Lage am Elisabethpfad und am Kelten- und Römerpfad
- Gegründet
- 1973
- Träger
- Bauernhausmuseum Hof Haina gGmbH
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 3 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | 1,50 €Kinderpreis ohne Altersangabe. |
Freier Eintritt: Tag des offenen Denkmals (2027: 12. September, 11–16 Uhr)
Preise pro Person für die Führung (Erwachsene 3 €, Kinder 1,50 €).
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Das alte Gebäude ist nicht barrierefrei: enge Treppen, schiefe Böden und überstehende Türschwellen. In allen Räumen gibt es Sitzgelegenheiten.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
- Familienführungen & Workshops
- Kinderwagenfreundlich: nicht vorhanden
Auf Wunsch werden spezielle Kinderführungen angeboten; dazu bei der Anmeldung Bescheid geben. Kinderwagen sind wegen der engen Treppen kaum geeignet.
Anreise & Parken
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkmöglichkeiten am Wegrand kurz nach der Einfahrt nach Hof Haina (von Bieber kommend), auf der Wiese beim Schrebergarten und entlang der Straße Richtung Waldgirmes.
Das Museum liegt am südwestlichen Ortsrand von Biebertal (Ortsteil Bieber) an der Landesstraße 3286 Richtung Lahnau-Waldgirmes, etwa zehn Kilometer nordwestlich von Gießen. Es liegt am Elisabethpfad und am Kelten- und Römerpfad.
Route planenService & Gastronomie
Im Sommer können mitgebrachte Speisen und Getränke in dafür vorgesehenen Räumen verzehrt werden. An offenen Tagen gibt es Suppe, Kuchen und Getränke. Publikationen zum Museum sind vor Ort erhältlich.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 1,5 Std. |
|---|---|
| Audioguide | nein |
| Fotografieren | Fotografieren und Filmen für private Zwecke ist erwünscht; für kommerzielle Nutzung ist vorab eine Genehmigung nötig. |
| Hinweise | Führungen sind individuell gestaltet und dauern etwa anderthalb Stunden; große Gruppen werden geteilt. Bei wenig Zeit bitte bei der Anmeldung Bescheid geben. Hunde sind an der Leine willkommen, Rauchen ist auf dem gesamten Gelände verboten. |

