Eingeschränkter Betrieb. Geöffnet, aber wegen Sanierungsarbeiten sind die Säle zur Romanik (Hauptgeschoss), zu Historismus und Jugendstil (Obergeschoss) und zur Hafnerkeramik (Erdgeschoss) geschlossen; Highlights werden teils an anderer Stelle gezeigt. Die Sammlung Bollert ist nur unregelmäßig geöffnet, der Museumsladen vorübergehend geschlossen.
25 Mitglieder der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft setzen mit zeitgenössischen Arbeiten von Skulptur bis Video Akzente in mehreren Sälen des Hauptgeschosses und treten mit den historischen Exponaten in Dialog.
Die Studioausstellung zeigt 38 Hinterglasbilder aus einer Schenkung der Künstlerin, die rätselhafte, menschenleere Zwischenräume zwischen Realität und Abstraktion erkunden.
Aquarelle, Druckgrafiken und Zeichnungen aus vier Jahrhunderten zeigen Städte wie München, Augsburg und Nürnberg sowie Burgen und Schlösser – aus der frisch erschlossenen Grafiksammlung des Museums.
Über das Museum
König Maximilian II. von Bayern gründete das Museum 1855. Angeregt von der Londoner Weltausstellung wollte er die kulturellen Leistungen Bayerns und seiner Herrscherfamilie in einem „Nationalmuseum“ zeigen; den Grundstock bildeten Kunstwerke aus Residenz und Schlössern der Wittelsbacher. Erste Heimat war die Maxburg, 1867 folgte ein eigener Bau von Eduard Riedel an der Maximilianstraße, in dem heute das Museum Fünf Kontinente untergebracht ist. Unter Direktor Jakob Heinrich von Hefner-Alteneck entwickelte sich die Sammlung zunehmend in Richtung Kunstgewerbe.
Weil der Platz bald nicht mehr reichte, entstand nach einem Wettbewerb ein Neubau von Gabriel von Seidl am Rand des Englischen Gartens, den Prinzregent Luitpold im September 1900 einweihte. Der malerische Komplex mit Turm, Gärten und stilistisch auf die Exponate abgestimmten Sälen galt als einer der originellsten Museumsbauten seiner Zeit. Nach schweren Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg öffneten erste Räume schon im Dezember 1945; der Wiederaufbau in vereinfachten Formen war zum 100-jährigen Jubiläum 1955 weitgehend abgeschlossen.
Schenkungen und Ankäufe prägen die Sammlung bis heute, etwa die weltberühmte Krippensammlung, die Uhrensammlung, Jugendstilbestände und die 2004 erworbene Sammlung Bollert mit spätmittelalterlicher Skulptur. Die moderne angewandte Kunst wurde 1947 als eigene Neue Sammlung ausgegliedert, seit 1971 kamen Zweigmuseen in ganz Bayern hinzu. Aktuell erneuert das Haus schrittweise seine Schausammlungen, weshalb einzelne Säle zeitweise geschlossen sind.
Highlights
Tilman Riemenschneiders Maria Magdalena aus Münnerstadt
Jesuskind mit der Weintraube von Michel Erhart
Commedia-dell’arte-Figuren aus Porzellan von Franz Anton Bustelli
Elfenbein-Münzschrein Kurfürst Maximilians I.
Weltberühmte Krippensammlung (saisonal geöffnet)
Historistischer Museumsbau von Gabriel von Seidl
Dauerausstellungen
Schausammlung: Kunst und Kulturgeschichte von der Spätantike bis zum Jugendstil – Skulpturen, Gemälde, Möbel, Goldschmiedekunst, Porzellan, Textilien und Waffen erzählen auf drei Geschossen europäische Kulturgeschichte mit bayerischem Schwerpunkt.
Krippensammlung – Weihnachtskrippen aus Neapel, Sizilien, München, Böhmen und dem Alpenraum; die Sammlung im Untergeschoss ist jeweils von Ende Oktober bis Ende Februar geöffnet.
Gegründet
1855
Träger
Freistaat Bayern
Leitung
Frank Matthias Kammel (Generaldirektor)
Besucher pro Jahr
ca. 146.000 (2015)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
7 €
Ermäßigt
6 €Personen über 65 Jahren, Studierende, Besuchergruppen ab 15 Personen, Kursteilnehmende des Goethe-Instituts, Schwerbehinderte, Freiwilligendienstleistende, Mitglieder bestimmter Kunst- und Künstlerverbände, Kreis- und Stadtheimatpfleger sowie Inhaber der München Card
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei; ebenso Schülerinnen und Schüler über 18 mit Schülerausweis.
Seniorinnen & Senioren
6 €Ermäßigung ab 65 Jahren.
Menschen mit Behinderung
6 €Begleitperson frei · Schwerbehinderte ermäßigt; die im Ausweis eingetragene Begleitperson ist frei.
Studierende & Azubis
6 €Studierende ermäßigt; Studierende der Fächer Kunst, Kunstgeschichte und Kunstwissenschaften frei.
Gruppen (ab 15 Pers.)
6 € p. P.Ermäßigter Eintritt ab 15 Personen. Gruppenführungen (bis 20 Personen, ca. 75 Min., Anmeldung mindestens acht Tage vorher): Themenführung 110 €, fremdsprachig (Englisch, Französisch, Italienisch) 130 €, Kuratorenführung 250 €, jeweils zzgl. Eintritt.
Familien
–Kein eigenes Familienticket; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.
Sonntags 1 € (auch ermäßigt). Das Standardticket umfasst Dauerausstellung, Sammlung Bollert sowie die aktuelle Studio- und Sonderausstellung. Multimediaguide im Eintritt enthalten; sonntags und bei freiem Eintritt 2 € (unter 18 Jahren 1 €). Jahreskarte 45 € (nur an der Museumskasse). Freier Eintritt u. a. mit München City Pass, Bayerischer Ehrenamtskarte, ICOM-Ausweis sowie für Mitglieder des Freundeskreises. Öffentliche Führungen im Eintritt enthalten.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Zwei kostenfreie Behindertenparkplätze auf dem museumseigenen Parkplatz rechts neben dem Haupteingang; von dort über eine Rampe ins Haupttreppenhaus, Klingel mit Sprechanlage. Ein großer Teil der Ausstellungsfläche ist mit dem Rollstuhl erreichbar, nicht jedoch das Untergeschoss (Krippen, Bauernstuben, Hafnergeschirr) und einige Räume zum Mittelalter im Hauptgeschoss; mit Rollator ist ein vollständiger Rundgang nur möglich, wenn fünf Stufen überwunden werden können. Behindertentoiletten im Untergeschoss, leichte Faltstühle leihbar. Assistenzhunde mit Kennzeichnung und Nachweis erlaubt. Unterstützung durch das Personal nach Voranmeldung.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Multimediaguide-Tour „Drachenpfad“ für Kinder, Escape Game „Der Fluch der Feder“ ab 10 Jahren, Familienführungen für Kinder ab 6 Jahren (Kinder 1 €). Programme für Kitas und Schulen über das Museumspädagogische Zentrum (MPZ). Eintritt unter 18 Jahren frei.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Nationalmuseum/Haus der Kunst
Tram 16 und Bus 100 (Museenlinie) bis Nationalmuseum/Haus der Kunst; U4/U5 bis Lehel, von dort etwa 5 Minuten zu Fuß.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Auf dem museumseigenen Parkplatz neben dem Haupteingang nur zwei kostenfreie Behindertenstellplätze. Das Restaurant hat eigene Stellplätze mit Zufahrt über die Lerchenfeldstraße.
Café und Restaurant MUSEUM im Haus. Museumsladen derzeit vorübergehend geschlossen. Garderobe im Foyer, Schließfächer im Pfortenbereich (1 oder 2 € Pfand); große Taschen und Rucksäcke müssen eingeschlossen werden.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Private Feiern
Firmenveranstaltungen
Bis zu 200 Personen.
Vermietet werden das Museumsfoyer mit Garten (250 m², 100 Personen gesetzt, 150–200 stehend, optional mit Treppenhaus), der neugotische Mars-Venus-Saal mit Kanonenhof (280 m², 180–200 Personen stehend) und ein Seminarraum in der Sammlung Bollert (44 m², mit Beamer und WLAN) für Empfänge, Konzerte, Vorträge, Workshops und feierliche Anlässe. Weitere Möglichkeiten über das Café und Restaurant MUSEUM.
Fotografieren in Museum und Sonderausstellungen grundsätzlich erlaubt, außer bei gekennzeichneten Werken; keine Blitzgeräte, Zusatzlicht, Stative oder Selfie-Sticks. Gewerbliche und redaktionelle Aufnahmen nur mit schriftlicher Genehmigung.