
Brunnenhausmuseum Schillingsfürst
Museum in Schillingsfürst mit der Ochsentretanlage von 1702, die das Schloss mit Wasser versorgte, und Ausstellungen zum ländlichen Alltag.
Über das Museum
Das fürstliche Brunnenhaus entstand 1702 über einer Quelle, dem sogenannten Heiligen Bronnen, rund anderthalb Kilometer vom Schloss der Fürsten zu Hohenlohe-Schillingsfürst entfernt. Der Nürnberger Brunnen- und Röhrenmeister Martin Löhner baute dafür ein Pumpwerk, das von Ochsen auf einer schräg gestellten Tretscheibe angetrieben wurde. Über hölzerne Rohrleitungen gelangte das Wasser zum Schloss, zur Gärtnerei und zur Brauerei. 1729 kam ein Wasserturm mit eigenem Speicher hinzu, der 1887 unter Fürst Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst aufgestockt wurde.
1920 ersetzte eine elektrische Pumpe die Ochsen, Ende der 1920er-Jahre wurde das Brunnenhaus stillgelegt. Nur im sehr trockenen Sommer 1947 holte man noch einmal Wasser aus der Quelle.
Ab 1959 setzte sich eine Initiative um den Kunstmaler Ludwig Doerfler für den Erhalt der Anlage ein. Erste Besichtigungen gab es 1967, 1972 eröffnete der örtliche Fremdenverkehrs- und Heimatverein – heute Verein für Tourismus und Heimatpflege Schillingsfürst-Frankenhöhe – das Brunnenhausmuseum mit festen Öffnungszeiten. 2006/07 wurde das Ensemble umfassend saniert.
Neben der in Technik und Erhaltungszustand im deutschsprachigen Raum einmaligen Tretanlage gehören die eingerichtete Brunnenwärterwohnung mit Ochsenstall, der Wasserturm mit Darstellungen zu Handwerk und Landwirtschaft, ein Kräutergarten und eine Museumsscheune mit landwirtschaftlichen Geräten zum Museum.
Highlights
- Ochsentretanlage von 1702 mit schräger Tretscheibe und Pumpwerk
- Barocker Wasserturm mit Werkstätten und Themen vom Flachs bis zum Brot
- Eingerichtete Brunnenwärterwohnung mit angrenzendem Ochsenstall
- Kräutergarten
- Museumsscheune mit Dreschmaschinen und Schäferkarren
Dauerausstellungen
- Ochsentretanlage – Das Pumpwerk von 1702 zeigt, wie Ochsen auf einer schrägen Tretscheibe jahrhundertelang Wasser zum Schloss beförderten.
- Brunnenwärterwohnung – Eingerichtete Wohnräume aus dem späten 18. und 19. Jahrhundert mit Stücken aus Schillingsfürst und Umgebung, gleich neben dem Ochsenstall.
- Wasserturm und Museumsscheune – Handwerk und Landwirtschaft von der Waschküche über Wagnerei und Flachsverarbeitung bis zu Dreschmaschinen und Schäferkarren.
- Gegründet
- 1972
- Träger
- Verein für Tourismus und Heimatpflege Schillingsfürst-Frankenhöhe e. V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 5 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | 1 €Kinder unter 1 Meter Körpergröße frei, größere Kinder 1 €. |
| Gruppen | –Führungen für Gruppen und Schulklassen nach Voranmeldung. |
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit dem Auto über die A7, Anschlussstelle Wörnitz (rund 5 km), oder die A6, Anschlussstelle Feuchtwangen-Nord (rund 7 km).
Route planenService & Gastronomie
- Café
Am zweiten Sonntag im Monat gibt es Kaffee, Kuchen und Getränke in der Museumsscheune.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen zu jeder vollen Stunde von 13 bis 17 Uhr. Für Schulklassen und Gruppen gibt es nach Voranmeldung Führungen mit abgesprochenen Themen (z. B. Heimatgeschichte, Wasser); ein museumspädagogischer Raum steht zur Verfügung. Gruppenführungen außerhalb der Öffnungszeiten über das Infocenter Schillingsfürst (Tel. 09868 222). |





