Dokumentationsstätte Gelsenkirchen im Nationalsozialismus
NS-Dokumentationsstätte im früheren Sitz der NSDAP-Ortsgruppe Buer-Erle: sieben Räume zu Gelsenkirchen 1933–1945, Eintritt und Führungen frei.
Über das Museum
Das Haus an der Cranger Straße in Gelsenkirchen-Erle entstand 1907 als Polizeikommissariat. Nachdem die Polizei 1932 in einen Anbau umgezogen war, zog eine Sparkassenfiliale ins Haupthaus. Ab 1933 nutzten die Ortsgruppenleitung Buer-Erle der NSDAP und die örtliche SA das erste Obergeschoss. In einem Raum, der als Büro und später als Schulungsraum diente, ließen sie das 25-Punkte-Programm der Partei als Inschrift an die Wand malen.
Nach Kriegsende wurde die Inschrift übertüncht und geriet in Vergessenheit. Das Gebäude diente in den folgenden Jahrzehnten wieder Sparkasse und Polizei, zeitweise auch dem Einwohnermeldeamt, einer Nähwerkstatt und einer Stadtteilbibliothek. Erst im Sommer 1986 kam die Wandinschrift wieder zum Vorschein. Der Rat der Stadt beschloss daraufhin, an diesem authentischen Ort eine Dokumentationsstätte einzurichten; der Umbau wurde vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Eröffnet wurde sie am 8. Mai 1994.
2014/15 wurde die Dauerausstellung vollständig überarbeitet und am 8. Mai 2015 neu eröffnet. In sieben Räumen zeichnet sie nach, wie der Nationalsozialismus in der Industriestadt Fuß fasste, wie Ausgrenzung, Verfolgung und Krieg den Alltag prägten und wie die Stadt nach 1945 mit dieser Vergangenheit umging. Das Institut für Stadtgeschichte nutzt das Haus außerdem für Führungen, Seminare, Projektbegleitung und Veranstaltungen und unterhält dort eine Präsenzbibliothek.
Highlights
- Wiederentdeckte Wandinschrift mit dem NSDAP-Parteiprogramm am authentischen Ort
- Dauerausstellung in sieben Räumen vom Aufstieg der NSDAP bis zur Nachkriegszeit
- Ehemaliges Polizeikommissariat von 1907
- Kostenfreie Führungen, Seminare und Präsenzbibliothek
Dauerausstellungen
- Gelsenkirchen im Nationalsozialismus – 2015 neu gestaltete Ausstellung in sieben Räumen, die Aufstieg, „Gleichschaltung“, Volksgemeinschaft, Verfolgung, Krieg und Nachkriegszeit am Beispiel Gelsenkirchens zeigt.
- Gegründet
- 1994
- Träger
- Stadt Gelsenkirchen – Institut für Stadtgeschichte
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Besuch, Führungen, Veranstaltungen und weitere Angebote sind kostenfrei.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Nur bedingt für Kinder geeignet
Die Ausstellung richtet sich an Jugendliche und Erwachsene; für Schulklassen gibt es Führungen und Projektbegleitung.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen für Schulklassen, Gruppen und Einzelinteressierte nach Vereinbarung; außerdem Projektbegleitung, Seminare und Präsenzbibliothek. Ein virtueller Rundgang ist auf der Website der Stadt verfügbar. |
Museen in der Nähe

Heimatmuseum Unser Fritz

Kunstmuseum Gelsenkirchen

Heimatkabinett im alten Café Oelmann

Zeitreise Strom – Das Deutsche Elektrizitätsmuseum

Emschertal-Museum Schloss Strünkede
