MuseumsAtlasEntdecke Museen weltweit.
Währung
Dom-Museum in Bremen
Foto: Jürgen Howaldt · CC BY-SA 2.0 de · Wikimedia Commons

Dom-Museum

Museum im Bremer St. Petri Dom mit Grabfunden mittelalterlicher Erzbischöfe, seltenen Textilien, Altarsilber und Kunstwerken – bei freiem Eintritt.

ÖffnungszeitenEintritt frei Teilweise barrierefrei

Über das Museum

Den Anstoß für das Museum gaben archäologische Grabungen, die von 1973 bis 1976 während der Innensanierung des St. Petri Doms stattfanden. Unter Leitung des Archäologen Karl Heinz Brandt stießen die Ausgräber auf Gräber von Bremer Erzbischöfen und Bischöfen aus dem 11. bis 15. Jahrhundert, deren Beigaben außergewöhnlich gut erhalten waren.

Besonders aufwendig war die Rettung der Textilien: Gewänder, Mitren und Stoffreste aus mehreren Gräbern wurden in einer spezialisierten Werkstatt in Stockholm über Jahre konserviert. 1987 konnten die Funde schließlich in einem eigenen Museum gezeigt werden, das in Anbauten an der Südostseite der Kirche eingerichtet wurde.

Der Rundgang beginnt in einer ehemaligen Kapelle, deren Wände Malereien aus dem 15. Jahrhundert tragen. Im Erdgeschoss stehen Sarkophage und Steinbildwerke, im Obergeschoss folgen ein Raum mit liturgischem Silber und die frühere Schatzkammer des Doms, die heute die Bischofsornate beherbergt. Ein Erweiterungsflügel zeigt Gemälde und Schnitzfiguren.

Neben den Grabfunden – darunter ein vergoldeter Bischofsstab aus Limoges, Ringe, Kelche und Patenen – umfasst die Sammlung Abendmahlsgerät aus mehreren Jahrhunderten, Bücher der alten Dombibliothek und den „Schmerzensmann“ von Lucas Cranach d. Ä., der auch als Tastbild zugänglich ist.

Highlights

  • Grabbeigaben mittelalterlicher Erzbischöfe aus den Domgrabungen 1973–1976
  • Konservierte Bischofsgewänder und Mitren in der ehemaligen Schatzkammer
  • Vergoldeter Bischofsstab aus Limoges (um 1230)
  • Kapellenraum mit Wandmalereien des 15. Jahrhunderts
  • „Schmerzensmann“ von Lucas Cranach d. Ä., auch als Tastgemälde

Dauerausstellungen

  • Funde aus den Bischofsgräbern – Grabbeigaben, Gewänder und Insignien der im Dom bestatteten Erzbischöfe, geborgen bei den Grabungen der 1970er-Jahre und aufwendig restauriert.
  • Kirchenschatz, Bildwerke und Gemälde – Liturgisches Silber vom Spätmittelalter bis ins 19. Jahrhundert, Steinreliefs, Holzfiguren und Gemälde aus der Ausstattung des Doms, darunter ein Werk Lucas Cranachs d. Ä.
Gegründet
1987
Träger
Stiftung Bremer Dom e. V.
Leitung
Dr. Henrike Weyh

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Der Eintritt ist frei.

Kinder & Jugendliche–Eintritt für alle frei.
Gruppen–Gruppenführung (60 Min.) bis 10 Personen 60 €, jede weitere Person 3 €; Schulklassen 40 € pro Klasse.
Audioguide-Gerät1 €Für Menschen mit Schwerbehinderung kostenlos.

Der Eintritt ist frei; Spenden und Mitgliedschaften im Förderkreis sind willkommen. Für Führungen nennt die Besucherseite 7 € pro Person (ermäßigt 6 €).

Barrierefreiheit

  • Teilweise rollstuhlgerecht
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC: keine Angabe
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Denkmalgeschützte Räume, nur teilweise barrierefrei: Die Ausstellungsräume 5–8 sind für Rollstuhlnutzende nur nach vorheriger Terminabsprache erreichbar. Wer keine Treppen steigen kann, erhält ein Bilderbuch zur Audio-Tour. Cranachs „Schmerzensmann“ gibt es als Tastgemälde mit Erläuterungen in Brailleschrift.

Kinder & Familie

Gut für Kinder & Familien geeignet

  • Familienführungen & Workshops
  • Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
  • Spielplatz / Spielecke

Kinderecke, Kindertour mit Playmobil-Figuren und Quiz-Rallye für junge Besucher; auf der Website ein Video zum Ausstellungsbesuch mit Kindern.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Domsheide · 4 Min. zu Fuß

Straßenbahn Linien 2 und 3, Haltestelle Domsheide (ca. 4 Gehminuten).

Mit dem Auto

Parkplatz vorhanden · 3 Min. zu Fuß zum Eingang

Parkhaus „Am Dom“.

Eingang über den Dom St. Petri.

Route planen

Service & Gastronomie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Veranstaltungen & Vermietung

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Besuch planen

Führungenja · Dauer ca. 60 Min.
Audioguideja
Angebote für Schulenja
HinweiseFührungen buchbar unter Tel. 0421 3347142 oder fuehrungen@stpetridom.de. Kostenloser Museumsführer für das Smartphone bzw. als PDF in zahlreichen Sprachen (u. a. Englisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Dänisch, Schwedisch, Chinesisch, Japanisch, Türkisch, Ukrainisch, Plattdeutsch); Audioguide-Geräte gegen Gebühr. Online-Sammlungskatalog und virtueller Rundgang auf der Website.

Museen in der Nähe

Weitere Kategorien