Gedenkstätte für Opfer der NS-„Euthanasie“ Bernburg
Gedenkstätte auf dem Gelände des Fachklinikums Bernburg an einem Ort, an dem 1940 bis 1943 rund 14.000 Menschen im Rahmen der NS-„Euthanasie“ ermordet wurden.
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Über das Museum
In der damaligen Landes-Heil- und Pflegeanstalt Bernburg wurden zwischen 1940 und 1943 rund 14.000 kranke, behinderte und sozial auffällige Menschen von Ärzten, Juristen, Pflege- und Verwaltungspersonal ermordet. Im Keller des Hauses „Wilhelm Griesinger“ sind die baulichen Reste der Tötungsanlage erhalten: Gaskammer, Sektionsraum und Krematorium.
Nach 1945 blieb das Gedenken an die Opfer jahrzehntelang aus. Erst Ende der 1970er-Jahre begannen Mitarbeitende des Krankenhauses auf eigene Initiative, die Geschichte aufzuarbeiten. Im September 1989 wurde die Gedenkstätte mit einer allgemeinen Leihausstellung eröffnet. Seit 1994 liegt die Trägerschaft beim Land Sachsen-Anhalt, seit 2007 gehört sie zur Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt.
Seit September 2018 zeigt eine neue Dauerausstellung die Vorgeschichte seit 1900, Zwangssterilisation und Kindermorde, den Ablauf der Tötungen in Bernburg, die Beschäftigten und die Strafverfolgung. Im ehemaligen Krematorium erinnert ein Gedenkbereich mit Fotos, Biografien und einem Totenbuch an die Opfer.
Schwerpunkte
- Erhaltene Tötungsanlage im Kellergeschoss (Gaskammer, Sektionsraum, Krematorium)
- Dauerausstellung zur Vernichtung der „Unbrauchbaren“ seit 2018
- Gedenkbereich mit Biografien und Totenbuch im ehemaligen Krematorium
- Katalog der Dauerausstellung in Leichter Sprache
Dauerausstellungen
- Die Vernichtung der „Unbrauchbaren“ – Dauerausstellung seit September 2018 zur NS-Gesundheits- und Rassenpolitik am Beispiel der „Euthanasie“-Anstalt Bernburg, von der Vorgeschichte ab 1900 bis zur Strafverfolgung.
- Historische Räume der Tötungsanstalt – Im Keller sind Gaskammer, Sektionsraum und Krematorium erhalten; im ehemaligen Krematorium erinnert ein Gedenkbereich mit Fotos, Biografien und einem Totenbuch an die Opfer.
- „In Memoriam“ – Gedenkschmuck – Künstlerischer Gedenkschmuck der Schmuckgestalterin Mareen Alburg Duncker zu fünf Biografien von Opfern, im Erdgeschoss zu sehen.
- Gegründet
- 1989
- Träger
- Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Besuch und Teilnahme an Führungen sind kostenlos; auch die Bildungsangebote kosten nichts.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache
- Audiodeskription: keine Angabe
Seminar- und Ausstellungsbereich sind per Fahrstuhl (89 cm breit, 135 cm tief) erreichbar; im Keller sind mit mobilen Rampen fast alle historischen Räume zugänglich, einige Türen sind nur 82 cm breit. Ausstellungstafeln sind unterfahrbar. Texte in großer Schrift mit starkem Kontrast, kein taktiles Leitsystem, im Keller unebener Boden und Stufen; Begleitung durch Mitarbeitende möglich. Assistenzhunde sind willkommen, sonst sind Hunde im Ausstellungsbereich nicht gestattet. Katalog der Dauerausstellung und Führungen in Leichter Sprache; Anmeldung vorab erbeten.
Kinder & Familie
Nur bedingt für Kinder geeignet
Die Bildungsangebote richten sich an Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse; Thema und historischer Ort können für Jugendliche belastend sein.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bahnhof Bernburg · 2 km
Mit der Bahn von Magdeburg über Calbe oder Güsten, von Halle über Könnern oder Köthen nach Bernburg.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Keine eigenen Besucherparkplätze. Parken am Straßenrand der Olga-Benario-Straße oder auf den Parkplätzen des Fachklinikums (Einfahrt Dr.-John-Rittmeister-Straße), danach wenige Gehminuten. Für Busse gibt es in der Nähe keinen Platz; kostenfreie Busparkplätze bietet das PEP-Fachmarktzentrum am südlichen Stadtrand (Kalistraße 11, 06406 Bernburg).
Mit dem Auto über die A 14 (Abfahrten Staßfurt, Bernburg oder Könnern), die A 9 (Abfahrt Dessau oder Zörbig, über Köthen) oder die B 6n (Abfahrt Bernburg). Vom Bahnhof Bernburg ca. 2 km Fußweg.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 1,5 Std. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Auf dem gesamten Klinikgelände gilt ein Foto- und Filmverbot. |
| Hinweise | Führungen (ca. 1,5 Stunden, mit Einführung und Gespräch 2,5 bis 3 Stunden) und Bildungsangebote sind kostenlos und nach Absprache buchbar. Bildungsangebote für Jugendliche ab Klasse 9. Besucherinnen und Besucher werden um ein würdiges Verhalten gebeten. |



