Eingeschränkter Betrieb. Die Einrichtung wird neu ausgerichtet: Die frühere Dauerausstellung des Vereins ist abgebaut, derzeit sind Sonderausstellungen zu sehen. Wegen knapper Personalkapazitäten können einzelne Öffnungszeiten ausfallen.
Wanderausstellung der Metropolregion Hamburg über Entstehung, Wandel und Überwindung der Grenze im Norden, ergänzt um Interviews mit Schlutuper Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.
Über das Museum
Von 1945 bis 1990 verlief unmittelbar an Schlutup die innerdeutsche Grenze. Der Ort besaß den nördlichsten Übergang zwischen Bundesrepublik und DDR und zugleich den einzigen, der im Gebiet einer Großstadt lag; neben dem Reiseverkehr lief hier auch Transitverkehr zu den Ostseehäfen. Die Grenzlinie zog sich von der Lübecker Bucht entlang von Trave und Wakenitz bis zum Ratzeburger See.
Nach der Grenzöffnung verschwanden die Anlagen rasch. Anwohnerinnen und Anwohner begannen, Erinnerungsstücke und Erlebnisberichte zu sammeln, und 1999 erwarb die Stadt das frühere Abfertigungsgebäude von Zoll und Bundesgrenzschutz vom Bund. Ein Förderverein richtete darin eine Ausstellung ein, die am 9. November 2004 eröffnete und rund zwei Jahrzehnte ehrenamtlich betreut wurde – mit Uniformen, Karten, Fotos, einem Geländerelief und Fluchtobjekten wie einem Schlauchboot, dazu im Außenbereich ein Mauersegment, ein Stück Grenzzaun und ein Trabant.
Seit 2025 koordiniert die Hansestadt Lübeck die Einrichtung. Rund 3.400 Objekte wurden inventarisiert, digitalisiert und eingelagert; Ende 2025 beendete der Verein seine Arbeit vor Ort, die frühere Ausstellung bleibt als virtueller 3D-Rundgang erhalten. Seit 2026 zeigt die Stätte Sonderausstellungen und lädt zu Lesungen und Gesprächsabenden ein, während eine neue Konzeption als zeitgemäßer Lern- und Erinnerungsort erarbeitet wird. Diskutiert wird dabei auch eine engere Verbindung mit dem Grenzhus Schlagsdorf auf der früheren DDR-Seite.
Highlights
Authentischer Ort: früheres Abfertigungsgebäude am Grenzübergang Schlutup
Sonderausstellungen zur Geschichte der innerdeutschen Grenze im Norden
Erzählsalons, Lesungen und Zeitzeugengespräche
Virtueller 3D-Rundgang durch die frühere Vereinsausstellung
Fest zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober
Gegründet
2004
Träger
Hansestadt Lübeck (Kulturbüro)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Während der Neuausrichtung der Einrichtung ist der Besuch kostenlos.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
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Anreise & Parken
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Service & Gastronomie
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Veranstaltungen & Vermietung
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Besuch planen
Führungen
ja
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Führungen für Gruppen ab 10 Personen auf Anfrage über das Kontaktformular der Website. Begleitprogramm mit Vorträgen, Lesungen und Erzählsalons.