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Industriemuseum Herrenwyk in Lübeck
Foto: Thiemo Schuff · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Industriemuseum Herrenwyk

Museum im früheren Werkskaufhaus des Lübecker Hochofenwerks über Industriearbeit, Werkssiedlung und Alltag im 20. Jahrhundert.

ÖffnungszeitenEintritt ab 7 € Teilweise barrierefrei

Aktuelle Ausstellungen

Über das Museum

Herrenwyk entwickelte sich im 20. Jahrhundert vom kleinen Dorf an der Trave zum Industrievorort Lübecks. 1907 nahm hier das Hochofenwerk Lübeck den Betrieb auf, das über Jahrzehnte zu den wichtigsten Arbeitgebern der Stadt zählte; für die Belegschaft entstand ab 1906/07 eine Werkssiedlung. Nach mehreren Eigentümerwechseln ging das Unternehmen 1981 in Konkurs, die Werksanlagen wurden bis 1992 abgetragen.

Das Museum geht auf eine Geschichtswerkstatt des damaligen Lübecker Museums für Kunst- und Kulturgeschichte zurück, die von 1983 bis 1985 gemeinsam mit früheren Beschäftigten und Bewohnern die Geschichte des Werks aufarbeitete. Eine zunächst nur für kurze Zeit geplante Ausstellung fand so viel Zuspruch, dass die Stadt daraus eine dauerhafte Einrichtung machte. Sie befindet sich im ehemaligen Werkskaufhaus am Rand der Siedlung und gehört heute zu den Lübecker Museen; seit 2017 leitet Bettina Braunmüller das Haus, unterstützt vom Verein für Lübecker Industrie- und Arbeiterkultur.

Die Dauerausstellung erzählt von Arbeit und Alltag im Hochofenwerk und in der Siedlung und wurde 2025 um die Entwicklung Lübecker Kaufleute zu Fabrikbesitzern erweitert. Weitere Bereiche widmen sich der Flender-Werft und der Zwangsarbeit in Lübeck zwischen 1939 und 1945. Zur Sammlung gehören Maschinen und Werkzeuge aus Lübecker Betrieben, Büromaschinen, Alltagsgegenstände des 20. Jahrhunderts sowie Fotografien, Betriebsakten und Zeitzeugeninterviews, darunter seltene Luftbilder des Werks aus den Jahren 1954 bis 1966. Wechselausstellungen, teils zusammen mit Industriemuseen in Elmshorn, Neumünster und Kiel, ergänzen das Angebot.

Highlights

  • Authentischer Ort: ehemaliges Werkskaufhaus an der Werkssiedlung
  • Arbeit und Alltag rund um das Hochofenwerk Lübeck
  • Bereich zur Geschichte der Flender-Werft
  • Ausstellung zur Zwangsarbeit in Lübeck 1939–1945
  • Sammlung historischer Büromaschinen und Werkzeuge
  • Freier Eintritt für Kinder, Jugendliche und Studierende

Dauerausstellungen

  • Leben und Arbeit in Herrenwyk – von Kaufleuten zu Fabrikbesitzern – Geschichte des Hochofenwerks, seiner Beschäftigten und der Werkssiedlung sowie der Weg Lübecker Kaufmannsfamilien in die Industrie.
  • „Ich erinnere mich nur an Tränen und Trauer …“ – Dokumentation zur Zwangsarbeit in Lübecker Betrieben zwischen 1939 und 1945.
  • Flender-Werft – Ausstellungsbereich zur Geschichte der Lübecker Flender-Werft und des örtlichen Schiffbaus.
Träger
Die Lübecker Museen – Kulturstiftung Hansestadt Lübeck
Leitung
Dr. Bettina Braunmüller

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Erwachsene7 €
Kinder & Jugendlichefreibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei
Seniorinnen & Senioren–Keine Seniorenermäßigung ausgewiesen
Menschen mit BehinderungfreiBegleitperson frei · Schwerbehinderte ab GdB 50 frei
Studierende & AzubisfreiSchüler:innen, Studierende, Auszubildende und FSJler:innen frei
Gruppen (ab 12 Pers.)6 € p. P.Erwachsenengruppen ab 12 Personen 6 € p. P. Gruppenführung (1–2 Stunden) 75 € zzgl. Eintritt, für Schulklassen und Kindergruppen 50 €; Termine nach Absprache.
Familien–Kein Familienticket; Kinder und Jugendliche frei
Lübeck Day Pass (Tageskarte aller Lübecker Museen)14 €Beliebig viele Besuche am gebuchten Tag
Lübeck Day Pass (2 Tage)18 €Gebuchter und folgender Tag
Lübeck Day Pass plus18 €Zusätzlich Marienkirche und Turm von St. Petri
Lübeck Day Pass plus (2 Tage)22 €
Jahreskarte Lübecker Museen40 €Alle Ausstellungen der Lübecker Museen, nicht übertragbar
Öffentliche Führung4 €Zzgl. Eintritt

Preise gültig seit 1.4.2026. Freier Eintritt außerdem für Inhaber:innen von LübeckCard und Ehrenamtskarte sowie Mitglieder des Museumsverbands Schleswig-Holstein und Hamburg, des Deutschen Museumsbunds und von ICOM.

Barrierefreiheit

  • Teilweise rollstuhlgerecht
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC: nicht vorhanden
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: nicht vorhanden
  • Angebote in Leichter Sprache: nicht vorhanden
  • Audiodeskription: keine Angabe

Am Eingang eine kleine Rampe oder Stufe, einige Ausstellungsräume mit höherer Stufe; das Personal legt nach Voranmeldung (0451 122 4195) mobile Rampen aus. Toiletten nicht barrierefrei. Keine Leihrollstühle, aber Klapphocker als Gehhilfe. Keine Hörschleifen. Statt Texten in Leichter Sprache gibt es leicht verständliche Informationen für Kinder; Führungen in einfacher Sprache nach Absprache.

Kinder & Familie

Gut für Kinder & Familien geeignet

Eintritt Kinderbis 17 Jahre frei
  • Familienführungen & Workshops
  • Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
  • Kindergeburtstage

Kindergeburtstage (rund zwei Stunden) und altersgerechte Führungen für Kita- und Schulgruppen; in der Ausstellung gibt es leicht verständliche Texte für Kinder. Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt. Keine Kinderwagen zum Verleih; einen Besuch mit Kinderwagen vorab anmelden.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Herrenwyk · 5 Min. zu Fuß

Bus 31 aus Richtung Lübeck-Innenstadt oder Bus 33 aus Richtung Bad Schwartau bis Haltestelle Herrenwyk, dann über die Bäckereistraße zum Museum.

Mit dem Auto über die B 75 und den mautpflichtigen Herrentunnel, über die A 226 (Ausfahrt Herrenwyk/Siems) oder von Travemünde über die B 75 (Ausfahrt Kücknitz); anschließend über Hochofenstraße und Bäckereistraße zur Ecke Kokerstraße.

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Service & Gastronomie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Veranstaltungen & Vermietung

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

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Führungenja
Angebote für Schulenja
HinweiseFührungen für Erwachsenengruppen, Kitas und Schulklassen (1–2 Stunden) nach Absprache, auch außerhalb der Öffnungszeiten; Themen u. a. Industrialisierung am Beispiel des Hochofenwerks und Wohnen in der Werkssiedlung. Öffentliche Führungen und Vorträge zu den Sonderausstellungen.

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