9. Oktober 2026 – 7. November 2026
Jüdisches Leben und Arbeiten in Schöneweide
Am Beispiel von sechs Familien zeigt die Ausstellung mit der Stolpersteingruppe Schöneweide, wie selbstverständlich jüdische Nachbarn den Ort bis 1933 mitprägten.

9. Oktober 2026 – 7. November 2026
Am Beispiel von sechs Familien zeigt die Ausstellung mit der Stolpersteingruppe Schöneweide, wie selbstverständlich jüdische Nachbarn den Ort bis 1933 mitprägten.
Schöneweide entwickelte sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts mit den Werken der AEG und ihrer Nachfolger zu einem Zentrum der Berliner Elektroindustrie. Größter Betrieb der DDR-Zeit war das Werk für Fernsehelektronik (WF) mit rund 9.000 Beschäftigten, das Bildröhren, Spezialröhren und später Halbleiter fertigte. Werksangehörige legten in den 1980er Jahren eine Sammlung eigener Erzeugnisse an, die bis 1993/94 als Werksmuseum „Technik im Turm“ im Peter-Behrens-Bau zu sehen war und danach eingelagert wurde.
Als die Objekte 2009 beim Verkauf der Immobilie im Müll zu landen drohten, gründete sich im Juni 2009 der Verein Industriesalon Schöneweide. Er rettete die Sammlung und brachte sie in eine nahe Halle an der Reinbeckstraße, in der bis zur Wende die Vorwerkstatt des Transformatorenwerks Oberschöneweide lag.
Heute dient die Halle zugleich als Ausstellungsraum, Schaudepot, Veranstaltungsort und Besucherzentrum für die Region. Gezeigt werden Arbeitsplätze und Maschinen der Röhrenfertigung, Vitrinen mit Elektronenröhren und Kuriositäten wie eine frühe elektronische Orgel und der Prototyp eines Mikrowellenherds. Eine Dauerausstellung zeichnet die Geschichte des Industriegebiets bis zu den heute ansässigen Unternehmen nach. Zum Bestand gehören außerdem Entwicklungsberichte und rund 30.000 Fotos aus dem WF. Der Verein bietet zahlreiche Führungen durch das denkmalgeschützte Industrieensemble an und zeigt wechselnde Ausstellungen zur Ortsgeschichte.
Der Eintritt ist frei.
| Kinder & Jugendliche | –Eintritt für alle frei; bei Führungen sind Kinder bis 6 Jahre frei. |
|---|---|
| Gruppen | –Gruppentouren ab 120 € inklusive 7 Teilnehmende, jede weitere Person 14 €, ermäßigt 10 €. |
| Öffentliche Elektropolis-Tour (ca. 2 Std.) | 14 €Ermäßigt 10 € für Schüler, Auszubildende, Studierende, Freiwilligendienstleistende, Arbeitsuchende und Schwerbehinderte (ab GdB 50). |
| Familienrallye „Finde den Unterschied!“ | 5 €Kinder 3 €. |
Die Ausstellung ist kostenlos; Führungen, Rad- und Bustouren sowie Rallyes sind kostenpflichtig (Gutscheine erhältlich).
Der Veranstaltungsraum ist über eine behindertengerechte Rampe zugänglich; weitere Angaben zur Barrierefreiheit veröffentlicht der Verein nicht.
Gut für Kinder & Familien geeignet
Familienrallye „Finde den Unterschied!“: Mit historischen Fotos werden die Gebäude gesucht und Fragen beantwortet (je nach Tempo 1–2 Std.). Schülerrallye für 11- bis 15-Jährige als Gruppenangebot.
Firlstraße
Tram 27, 60 und 67 bis Firlstraße; Schiffsanleger an der Spree vor dem Haus.
Am Counter des Besucherzentrums gibt es Broschüren, Gutscheine und touristische Informationen zu Treptow-Köpenick. Repair-Café jeden ersten und zweiten Mittwoch im Monat (17–20 Uhr).
Vermietet wird die ganze Halle (rund 650 m² mit Galerie; Ausstellungsraum 350 m², 7 m hoch) oder nur der 100 m² große Veranstaltungsraum mit Bühne, Tresen und Außenterrasse; Ausstattung u. a. 100 Stühle, Ton- und Beamertechnik. Die private Nutzung ist je nach laufender Ausstellung eingeschränkt; Führungen, Radtouren oder Stadtrallyes lassen sich dazubuchen, Anleger für Schiffe direkt vor dem Haus.
Anfrage & Details| Führungen | ja · Dauer ca. 2 Std. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Führungen durch die Halle auf Nachfrage. Öffentliche Elektropolis-Tour sonntags um 14 Uhr sowie freitags (bis Ende September 17 Uhr, Oktober bis März 14 Uhr); weitere Themen-, Rad- und Fototouren, Stadtrallyes und eine Schülerrallye für Gruppen buchbar (Führungsbuchung Tel. 030 53603059). |
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