
Judaica-Museum
Kleines Museum im früheren Lehrerhaus der jüdischen Gemeinde Schenklengsfeld mit Exponaten zu Religion, Alltag und Verfolgung; Besuch nach Absprache.
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Über das Museum
Jüdische Familien lebten in Schenklengsfeld seit dem 15. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert wuchs die Gemeinde, unterhielt seit 1850 eine eigene Schule, besaß einen Friedhof und ließ 1883 eine große Synagoge bauen. Bis 1933 gehörten ihr rund 160 Menschen in etwa 34 Familien an.
Das heutige Museumsgebäude ließ die Gemeinde 1912/13 als Wohnhaus für den Lehrer Jakob Grünewald errichten. Danach wohnten noch zwei jüdische Familien darin, bis das Haus 1939 in den Besitz der politischen Gemeinde überging. Nach dem Krieg lebten Heimatvertriebene darin; seit 1972 stand es leer. Ein 1994 gegründeter Förderverein rettete das Gebäude, das in den Jahren um 1997 bis 1999 grundlegend saniert wurde.
Seither dient es als Begegnungsstätte für Geschichte und Kultur: Ein Ausstellungsraum zeigt Exponate zur Geschichte und Religion der Juden in der Region sowie zur Vertreibung ab 1933, ein Seminarraum mit Fachbibliothek steht für Gruppen und Forschung bereit. Wer möchte, kann den Besuch mit einem Rundgang durch den Ort und einem Gang über den jüdischen Friedhof verbinden.
Highlights
- Ausstellung zum religiösen und alltäglichen Leben einer jüdischen Landgemeinde in Osthessen
- Ehemaliges Lehrerhaus von 1912/13
- Seminarraum mit Fachbibliothek
- Geführter Ortsrundgang mit Friedhof (119 Grabsteine)
Dauerausstellung
- Dauerausstellung zur jüdischen Gemeinde Schenklengsfeld – Objekte zur Geschichte, Religion und zum Alltag der jüdischen Landgemeinde sowie zu Verfolgung und Vertreibung ab 1933.
- Träger
- Förderkreis Jüdisches Lehrerhaus Schenklengsfeld e. V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Service & Gastronomie
Bewirtung von Gästen ist nach Vereinbarung möglich.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 2 Std. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Der Museumsbesuch lässt sich mit einem sachkundig geführten Rundgang durch den Ort (etwa zwei Stunden) und dem Besuch des jüdischen Friedhofs verbinden. Gruppen und Schulklassen können den Seminarraum mit Fachbibliothek nutzen. |

