Kaisenhaus-Museum
Kleinmuseum in einem Gartenhaus der Waller Feldmark erzählt vom Wohnen auf der Parzelle in der Nachkriegszeit; an Sonntagen April bis Oktober, Eintritt frei.
Nur einzelne Bereiche vorlesen lassen
Über das Museum
Nach den Luftangriffen vom August 1944 und im Mangel der Nachkriegsjahre erlaubte der Bremer Bürgermeister Wilhelm Kaisen, auf Kleingartenparzellen zu wohnen und einfache Behelfsheime zu bauen. Die Häuser, die dort entstanden, heißen seither Kaisenhäuser; vor allem in der Waller Feldmark gab es sehr viele. Später standen sie immer wieder zur Räumung oder zum Abriss an.
Das Haus am Behrensweg 5a errichtete die Familie Kopmann mit Nachbarschaftshilfe; Richtfest war 1957, ein Anbau folgte 1963. Fred Kopmann schenkte es dem Verein am 1. Oktober 2008, damit es nicht abgerissen wurde. Eine Initiative um das Bremer Frauenmuseum und das Kulturhaus Walle hatte sich 2006/2007 gebildet, um ein Kaisenhaus als Erinnerungsort zu retten. Nach der Sanierung entstand die Dauerausstellung, der Verein Kaisenhäuser e. V. betreibt das Haus ehrenamtlich. Seit 2024 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.
Im Eingangsbereich erzählen zwölf Tafeln mit Fotos und Texten die Geschichte von 1944/45 bis in die 1960er Jahre: von der Not über das Behelfsheim bis zum Leben im Grünen und zu den Auseinandersetzungen mit den Behörden. In Küche, Wohnräumen und dem original eingerichteten Schlafzimmer unterm Dach sind Möbel, Haushaltsgegenstände, Spielzeug und Tonträger der 1950er und 1960er Jahre zu sehen.
Highlights
- Original erhaltenes Kaisenhaus von 1957 mit Anbau
- Fotoausstellung auf zwölf Tafeln zu Not, Wiederaufbau und Leben auf der Parzelle
- Küche und Schlafzimmer unterm Dach im Stil der Nachkriegszeit
- Garten-Café mit selbst gebackenem Kuchen
- Zeitzeugenführungen an besonderen Tagen
- Gegründet
- 2011
- Träger
- Verein Kaisenhäuser e. V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
An den regulären Öffnungstagen ist der Eintritt frei; Spenden sind willkommen. Gruppenführungen nach Anmeldung.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: nicht vorhanden
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Der Hauptausstellungsraum und der Café-Bereich sind barrierefrei zugänglich. Die kleineren Räume und das Obergeschoss sind nicht oder nur schwer erreichbar. Es gibt keine barrierefreie Toilette.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
- Familienführungen & Workshops
Das Museum bezeichnet sich als lohnend für Familien. Im Garten können Kinder mit Hula-Hoop, Springseil, Stelzen und Bauklötzen spielen. Beim „Waschtag“ am 5. Juli 2026 wird im Garten mit Zinkwanne und Waschbrett gewaschen, zum Mitmachen für Groß und Klein.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Hohweg
Buslinie 20 bis Endhaltestelle Hohweg.
Mit dem Auto
Kein eigener Parkplatz am Museum.
Am Behrensweg gibt es keine Pkw-Parkplätze.
Das Haus liegt mitten im Kleingartengebiet der Waller Feldmark (KGV Blockland). Zu Fuß vom Hohweg in den Unionweg, links in den Nachtigallweg, rechts in den Behrensweg. Auch mit dem Fahrrad gut erreichbar.
Route planenService & Gastronomie
- Café
Kleines Garten-Café mit selbst gebackenem Kuchen an den Öffnungstagen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Gruppen- und Schulklassenführungen außerhalb der Öffnungstage nach Anmeldung unter buchung@kaisenhausmuseum.de. Zeitzeugen führen am Tag des offenen Denkmals durch das Haus. |





