KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg Ulm
Gedenkstätte im Fort Oberer Kuhberg am Ort des frühen Konzentrationslagers von 1933 bis 1935 mit Dauerausstellung und unterirdischen Haftbereichen.
Über das Museum
Das Fort Oberer Kuhberg entstand um 1850 als Teil der Bundesfestung Ulm. Nach dem Ersten Weltkrieg stand es leer; im Herbst 1933 richtete das württembergische Innenministerium dort als Ersatz für das Lager Heuberg das „Schutzhaftlager Ulm/Donau“ ein, ein frühes Konzentrationslager. Zwischen November 1933 und Juli 1935 waren hier rund 600 Männer inhaftiert, vor allem Kommunisten und Sozialdemokraten, darunter der spätere SPD-Vorsitzende Kurt Schumacher. Sie lebten in kalten, feuchten unterirdischen Festungsgängen.
Die KZ-Gedenkstätte wurde 1985 auf Initiative ehemaliger Häftlinge und des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg (DZOK) eröffnet. Das Gelände steht seit 1960 unter Denkmalschutz, seit 2017 auch in seiner Bedeutung als frühes Konzentrationslager. Die Bauten blieben von Kriegszerstörungen verschont, wurden nach 1935 aber vielfältig weitergenutzt.
Zu besichtigen sind heute die unterirdischen Häftlingsunterkünfte und Sonderhaftzellen, die Räume der früheren KZ-Verwaltung und die Dauerausstellung „Die Würde des Menschen ist unantastbar – Das KZ Oberer Kuhberg in Ulm 1933–1935“ in acht Themeninseln. Sie reicht von der NS-Machtübernahme in Ulm bis zur Entstehung der Gedenkstätte. Eine virtuelle Lagerdarstellung von 2022 und ein Medienguide mit Tablets ergänzen den Rundgang. Der Trägerverein betreibt außerdem Archiv, Bibliothek und Datenbanken.
Highlights
- Authentischer Ort eines frühen KZ (1933–1935)
- Unterirdische Häftlingsunterkünfte und Sonderhaftzellen
- Dauerausstellung in acht Themeninseln
- Medienguide mit Tablets an 11 Stationen
- Virtuelle Lagerdarstellung und Häftlingsdatenbank online
- Gegründet
- 1985
- Träger
- Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm e.V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 5 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 3 € |
| Gruppen | 2 € p. P.Erwachsenengruppen 2 Euro pro Person, Schulklassen 0,50 Euro pro Person, zuzüglich 50 Euro Führungsgebühr |
Zahlung nur mit Bargeld. Einmalige Gebühr für Gruppenführungen 50 Euro.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache
- Audiodeskription: keine Angabe
Aus Gründen des Denkmalschutzes nur eingeschränkt barrierefrei: Die Dauerausstellung im Erdgeschoss ist ebenerdig und mit dem Rollstuhl befahrbar, Obergeschoss, Freigelände und unterirdische Häftlingsräume sind nicht barrierefrei. Assistenzhunde sind erlaubt. Die Ausstellung liegt auch in Einfacher Sprache als PDF vor.
Kinder & Familie
Nur bedingt für Kinder geeignet
Gedenkstätte mit ernstem Thema; Angebote für Schulklassen und Jugendgruppen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Oberer Kuhberg
Stadtbus Linie 8 und 14 bis Haltestelle Oberer Kuhberg; vom Hauptbahnhof Straßenbahn Linie 2 Richtung Kuhberg bis Endhaltestelle Kuhberg Schulzentrum, danach ca. 10 Minuten Fußweg.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Nur begrenzt Parkplätze an der Gedenkstätte (Am Hochsträß 1); ausweichen kann man an der Hochschule für Gestaltung.
Am Hochsträß 1 ist keine Postanschrift.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 60 Min. |
|---|---|
| Audioguide | ja |
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Medienguide mit Tablets an 11 Stationen, Ausgabe bis 15:30 Uhr bei der Aufsicht. Schulklassen finden Rundgänge, Workshops und digitale Angebote. Das Außengelände ist unbefestigt und der Kuhberg ist kühl; warme Kleidung und festes Schuhwerk sind ratsam. |





