Gemeinschaftsausstellung über die botanischen Studien des Bochumer Arztes und Jobsiade-Autors; zu sehen im Foyer des Botanischen Gartens der Ruhr-Universität zu dessen Öffnungszeiten.
Über das Museum
Den Grundstock der Sammlung trug der Bochumer Kinderarzt Erich Püschel zusammen. Als er 1974 einen Lehrauftrag für Medizingeschichte an der Ruhr-Universität übernahm, übergab er seine Objekte der Hochschule und baute sie mit Spendenaufrufen weiter zu einer Lehrsammlung für Medizinstudierende aus. Mit der 1985 gegründeten Abteilung für Geschichte der Medizin unter Irmgard Müller begann die wissenschaftliche Erschließung des Bestands.
1990 zog der Großteil der Sammlung in den Malakowturm der stillgelegten Zeche Julius Philipp an der Markstraße, einen massiven Förderturm des 19. Jahrhunderts, der für die Universität umgebaut worden war. Bis 1994 entstand dort die erste Dauerausstellung. Seit 2001 leitet der Medizinhistoriker Stefan Schulz die Sammlung als Kustos; 2012 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern des Bochumer Netzwerks wissenschaftlicher Sammlungen.
Der Bestand umfasst heute mehr als 10.000 Objekte, überwiegend Instrumente und Geräte des 19. und 20. Jahrhunderts aus Fächern wie Anatomie, Chirurgie, Augenheilkunde, Gynäkologie und Zahnheilkunde, viele davon Spenden von Ärzten und Kliniken aus dem Ruhrgebiet. Hinzu kommen Nachlässe und Spezialsammlungen wie eine pharmazeutische Drogensammlung, eine Medaillensammlung und Herzplastiken des Bochumer Künstlers Friedrich Gräsel. Die Ausstellung im Turm präsentiert wechselnde Themenfelder, die teils in Seminaren mit Studierenden erarbeitet werden.
Highlights
Malakowturm der Zeche Julius Philipp als Ausstellungsort
Bergbaumedizin mit historischen Grubenrettungsgeräten
Wachsmoulagen zu Infektionskrankheiten von Krätze bis Pest
Anatomische Instrumente und frühe Bluttransfusionsapparate
Herzplastiken von Friedrich Gräsel
Von Studierenden kuratierte Einheit zu NS-Propagandabildern
Dauerausstellungen
Gesundheit – Technik – Krankheit: Mosaik der Medizingeschichten – Ausstellung auf mehreren Ebenen des Turms: von Bergbaumedizin und Anatomie über Mikroskopie, Moulagen und Geburtshilfe bis zu Labormedizin und bildgebender Diagnostik, ergänzt um wechselnde Objektpräsentationen aus dem Depot.
Manipulative Bilder: instrumentalisierte Wissenschaft in der NS-Propaganda – Von Studierenden kuratierte Einheit, die zeigt, wie das NS-Regime wissenschaftliche Darstellungen und Daten für Propaganda vereinnahmte; ursprünglich als Sonderausstellung geplant und inzwischen fester Teil der Ausstellung.
Träger
Ruhr-Universität Bochum (Institut für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin)
Leitung
PD Dr. Stefan Schulz (Kustos)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
3 €
Ermäßigt
2 €Rentner:innen, Studierende, Schüler:innen, Menschen mit Beeinträchtigungen, Arbeitssuchende, Sozialhilfeempfänger:innen und Auszubildende
Kinder & Jugendliche
–Der reguläre Eintritt gilt für Erwachsene ab 16 Jahren; Schüler:innen zahlen den ermäßigten Preis.
Seniorinnen & Senioren
2 €Ermäßigung für Rentner:innen.
Menschen mit Behinderung
2 €Ermäßigter Eintritt für Menschen mit Beeinträchtigungen.
Studierende & Azubis
2 €
Gruppen (ab 10 Pers.)
–Gruppen von 10 bis 20 Personen zahlen pauschal 20 € je Gruppe.
Gruppeneintritt (10–20 Personen)
20 €Pauschal je Gruppe
Gruppenprogramm nach Anmeldung
90 €Pauschal je Gruppe, Dauer 1,5 bis 2 Stunden
Die Preise gelten für Dauer- und laufende Sonderausstellungen. Bezahlung nur in bar, keine EC- oder Kreditkarten. Journalist:innen mit Presseausweis haben freien Eintritt.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Die Ausstellung ist noch nicht vollständig barrierefrei: Der Aufzug erreicht nur einen Teil der Ausstellungsebenen. Ein behindertengerechtes WC ist vorhanden.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Glücksburger Straße · 5 Min. zu Fuß
U35 Richtung Hustadt bis Markstraße, dann rund 15 Minuten zu Fuß entlang der Markstraße; oder U35 bis Ruhr-Universität und Bus 346 Richtung Freiheitstraße bis Glücksburger Straße, von dort etwa 5 Minuten Fußweg.
Mit dem Auto über die A43 (Ausfahrt Bochum-Querenburg/Ruhr-Universität) oder die A40 (Ausfahrt Bochum-Harpen), dann Universitätsstraße bis Abfahrt Steinkuhl/Markstraße und auf der Markstraße Richtung Linden; nach etwa 1 km rechts die ausgeschilderte Zufahrt zum Malakowturm.
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 1,5 Std.
Audioguide
ja
Fotografieren
Fotografieren und Filmen für private Zwecke erlaubt.
Hinweise
Gruppenprogramm im Gruppenpuzzle-Format: Teilgruppen erarbeiten ausgewählte Themenfelder und stellen sie einander vor (1,5 bis 2 Stunden je nach Gruppengröße); Anfrage mindestens zwei Wochen vorher per E-Mail. Kostenloser multimedialer Audioguide „Stilvolle Körper. Eine Bildgeschichte der Medizin“ in der App Actionbound.