Die Schau im Schloss spannt einen Bogen über fünf Jahrhunderte Landschaftsdarstellung, von Tischbein und Heckel bis zu aktueller Video- und Installationskunst, und fragt, wie sich darin wechselnde Naturbilder spiegeln.
Zum 275. Geburtstag des „Goethe-Tischbein“ zeigt das Augusteum Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle und stellt ihn als erzählfreudigen Maler, Lehrer und Hofmaler vor.
Über das Museum
Das Museum entstand nach dem Ende der Monarchie: Nachdem der letzte Großherzog 1918 abgedankt hatte, wurde es im November 1919 gegründet und im Februar 1923 im ehemaligen Residenzschloss eröffnet. Den Grundstock bildeten die großherzogliche Gemäldegalerie, die Bestände des früheren Kunstgewerbemuseums und die 1909 gegründete Landesgalerie für moderne Malerei. Erster Direktor war bis 1951 Walter Müller-Wulckow, der das Haus mit Werken der Moderne profilierte; 1937 verlor es bei der Aktion „Entartete Kunst“ zahlreiche Arbeiten, unter anderem von Barlach, Beckmann, Nolde und Schmidt-Rottluff.
Das Schloss geht auf eine mittelalterliche Burg zurück und wurde ab 1607 unter Graf Anton Günther im Stil der Renaissance neu errichtet, später barock und klassizistisch erweitert. Heute zeigt es die Kulturgeschichte des Oldenburger Landes vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, Kunsthandwerk und Design sowie die historischen Prunkräume der Großherzöge.
Zwei weitere Häuser liegen in Sichtweite: Das Augusteum wurde 1865–1867 von Ernst Klingenberg als Galeriebau im Stil eines italienischen Renaissance-Palazzo errichtet und ist seit der Sanierung 2013–2015 Sitz der Galerie Alte Meister. Das klassizistische Prinzenpalais entstand 1821–1826 als Wohnsitz für die Enkel Herzog Peter Friedrich Ludwigs, diente später unter anderem als Lazarett, Schule und Katasteramt und zeigt seit 2003 die Galerie Neue Meister mit Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Insgesamt umfasst die Sammlung über 30.000 Objekte; seit 2025 leitet Anna Heinze das Museum.
Highlights
Historische Prunkräume des Oldenburger Schlosses mit großem Schlosssaal und Marmorsaal
Gemälde von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, dessen Werkgruppe 1804 an den Oldenburger Hof kam
Galerie Alte Meister im Augusteum mit Deckenmalereien von Christian Griepenkerl
Worpsweder Künstler, Impressionisten und Brücke-Expressionisten im Prinzenpalais
Kunsthandwerk vom Mittelalter über Jugendstil bis Bauhaus
Dauerausstellungen
Kulturgeschichte, Kunsthandwerk und Prunkräume (Schloss) – Rund 800 Objekte erzählen die Geschichte des Oldenburger Landes vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert; dazu kommen Kunsthandwerk und Design sowie die großherzoglichen Repräsentationsräume.
Galerie Alte Meister (Augusteum) – Italienische, niederländische, französische und deutsche Malerei des 15. bis 18. Jahrhunderts, thematisch gehängt im Erdgeschoss des Galeriebaus.
Galerie Neue Meister (Prinzenpalais) – Malerei und Skulptur des 19. und 20. Jahrhunderts von der Romantik über Worpswede und den Impressionismus bis zu Brücke-Künstlern, Franz Radziwill und der Nachkriegskunst.
4 €Auszubildende, Studierende bis 28 Jahre, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger:innen, Schwerbehinderte, FSJ/BFD, Gruppen ab 10 Personen, Inhaber:innen von Oldenburg Pass, Ehrenamtspass und Artcard, Mitglieder des Oldenburger Kunstvereins, des BBK, des BDK und des Oldenburger Landesvereins, Besucher:innen mit Stadtführungsticket (jeweils mit Ausweis)
Kinder & Jugendliche
1,50 €bis 6 Jahre frei · Kinder und Jugendliche 7–17 Jahre 1,50 €, mit Sonderausstellung 2 €; 0–6 Jahre frei
4 €Studierende bis 28 Jahre; mit Sonderausstellung 6 €. Studierende bestimmter Studiengänge der Universität Oldenburg frei
Gruppen (ab 10 Pers.)
4 € p. P.Gruppen ab 10 Personen zahlen den ermäßigten Eintritt. Gruppenführungen 50 € (Mo–Fr) bzw. 55 € (Wochenende/Feiertage), fremdsprachig zzgl. 25 €, jeweils plus Eintritt; Buchung über das Online-Formular.
Familien
10 €Familientageskarte für max. zwei Erwachsene mit ihren Kindern unter 18 Jahren; mit Sonderausstellung 15 €
Tageskarte inkl. Sonderausstellung
9 €Ermäßigt 6 €, Kinder 7–17 Jahre 2 €
Familientageskarte inkl. Sonderausstellung
15 €
Jahreskarte
30 €
Öffentliche Führung (Zuschlag)
4 €Zusätzlich zum Eintritt
Die Tageskarte gilt für alle drei Häuser. Freier Eintritt u. a. für Schulklassen mit Lehrkraft, Begleitperson von Schwerbehinderten (Merkzeichen B), ICOM-Mitglieder, Mitglieder des Deutschen Museumsbundes und des Museumsverbands Niedersachsen-Bremen sowie der Fördervereine. Schulklassen-Programme 50 € pro Stunde, Kita-Gruppen 40 € (Eintritt jeweils frei). Preisliste gültig ab März 2024.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Laut Museum sind alle drei Häuser barrierefrei zugänglich: Schloss über den Schlossinnenhof, Augusteum über die rechte Gebäudeseite, Prinzenpalais über den Parkplatz an der Huntestraße. Das Schloss ist nach „Reisen für Alle“ zertifiziert (barrierefrei für Gehbehinderte, teilweise barrierefrei für Rollstuhlnutzende); dort Aufzug, Unisex-Behinderten-WC, Leihrollstühle und Klappstühle sowie Führungen für Menschen mit Gehbehinderung. Website-Informationen auch in Leichter Sprache.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 6 Jahre frei
Familienticket
10 € · Familientageskarte für max. zwei Erwachsene mit ihren Kindern unter 18 Jahren; mit Sonderausstellung 15 €
Familienführungen & Workshops
Kindergeburtstage
Familienworkshops („Familienzeit“), Kinderkurse und Ferienprogramme; Kindergeburtstage im Schloss für 6- bis 10-Jährige (max. 10 Kinder); Angebote für Kitas im Schlossatelier und in der Kreativwerkstatt im Prinzenpalais. Kinder bis 6 Jahre frei.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Schlossplatz
Bushaltestelle Schlossplatz direkt am Schloss; Hauptbahnhof Oldenburg ca. 15 Gehminuten
Frei zugängliche Hanna Stirnemann Lounge im Erdgeschoss des Schlosses.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Hochzeiten / Trauungen
Standesamtliche Trauungen im Marmorsaal des Schlosses (ca. 20 Sitz- und 10 Stehplätze) an festen Terminen, Vergabe ausschließlich über das Standesamt Oldenburg. Hochzeitsfotos außerhalb der Trauungen nicht gestattet. Weitere Vermietungen nicht ausgewiesen.