
Profanierte Marienkapelle
Spätmittelalterlicher Rundbau in Ludwigsstadt mit Ausstellung zur Baugeschichte und der Originalwohnstube der Heimatdichterin Rosa Meinhardt.
Nur einzelne Bereiche vorlesen lassen
Über das Museum
Der markante Rundbau mit achteckigem Fachwerk-Obergeschoss und rund zehn Metern Durchmesser wurde nach Baumringdatierung 1487/88 errichtet, auf den Fundamenten eines älteren achteckigen Vorgängers aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Als „Marienkapelle“ wird er erstmals 1584 in einem Kaufvertrag genannt. Im Zuge der Reformation wurde die Kapelle im 16. Jahrhundert profaniert, diente zunächst als Wohn- und Schankhaus und später als Hospital und Armenhaus der Gemeinde.
1789 erwarb der Nagelschmied Meinhardt das Gebäude und richtete im Erdgeschoss eine Schmiede ein; die Familie behielt es fast zwei Jahrhunderte. Hier lebte von 1905 bis 1958 auch die Ludwigsstädter Heimatdichterin Rosa Meinhardt. Die Stadt kaufte die Kapelle 1986, ließ sie wissenschaftlich untersuchen und archäologisch ausgraben und 1993/94 grundlegend sanieren. Seit 1995 gehört das Haus der Hermann-Söllner-Stiftung und wird von der Geologisch-Heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft betreut.
Heute zeigt das untere Geschoss eine Ausstellung zur Geschichte des Gebäudes und zu den Grabungsergebnissen. Im ersten Obergeschoss ist die Originalwohnstube von Rosa Meinhardt zu sehen, in einem Nebenraum erinnert eine kleine Schau an ihren Dichterfreund Isidor Wilhelm aus Lauenstein und dessen Sohn, den Kunstmaler Prof. Hermann Wilhelm.
Highlights
- Spätmittelalterlicher Rundbau mit Fachwerk-Obergeschoss von 1487/88
- Originalwohnstube der Heimatdichterin Rosa Meinhardt
- Ausstellung zu Baugeschichte und archäologischer Grabung
- Gedenkraum für Isidor Wilhelm und Prof. Hermann Wilhelm
Dauerausstellungen
- Geschichte der Marienkapelle und archäologische Grabung – Ausstellung im unteren Geschoss zur wechselvollen Nutzung des Rundbaus und zu den Ergebnissen der Bauuntersuchung und Grabung.
- Wohnstube der Heimatdichterin Rosa Meinhardt – Original erhaltene Wohnstube im ersten Obergeschoss, daneben ein Raum zum Gedenken an Isidor Wilhelm und Hermann Wilhelm.
- Träger
- Hermann-Söllner-Stiftung (betreut von der Geologisch-Heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Anreise & Parken
Die Kapelle steht am Abzweig der Kreisstraße nach Steinbach an der Haide.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Hinweise | Besichtigung nur nach vorheriger Anmeldung. |
|---|





