
Religionskundliche Sammlung
Universitätssammlung zur Religionswissenschaft im Alten Landgericht unterhalb des Marburger Schlosses – Besuch nach Anmeldung, Eintritt frei.
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Über das Museum
Der evangelische Theologe und Religionsphilosoph Rudolf Otto gründete die Sammlung 1927. Er hatte auf Reisen durch Zentral-, Ost- und Südostasien Objekte verschiedener Religionen erworben, unterstützt vom Marburger Universitätsbund. 1929 zeigte die erste Ausstellung „Fremde Heiligtümer“ den Bestand im heutigen Kunstmuseumsgebäude; 1950 zog die Sammlung ins Landgrafenschloss. Ab den 1930er Jahren wuchs sie durch Schenkungen und Dauerleihgaben von Missionaren aus Afrika und Ozeanien sowie durch Ankäufe und Stiftungen.
Anfang der 1980er Jahre fand sie ihr heutiges Zuhause im „Alten Landgericht“ unterhalb des Schlosses. Das vierstöckige Renaissancegebäude entstand 1573 bis 1575 nach Plänen des landgräflichen Baumeisters Ebert Baldewein als Kanzlei der Landgrafen von Hessen, diente später über Jahrzehnte als Gericht und gehört seit 1961 der Universität. Seit 1998 hat auch das Fach Religionswissenschaft hier seinen Sitz.
Der Bestand umfasst mehr als 10.000 Objekte, von denen ein großer Teil auf über 700 Quadratmetern in der Dauerausstellung gezeigt wird. Sie stellt religiöse Praxis und Überlieferung anhand von Ritualgegenständen, Figuren, Ikonen und Hausaltären dar, etwa im Bereich Ägypten mit einem rund 2.500 Jahre alten bemalten Mumiensarg, zu Judentum, Buddhismus in Südostasien, Islam und Hinduismus. Die Sammlung ist zugleich außerschulischer Lernort.
Highlights
- Bemalter Mumiensarg, rund 2.500 Jahre alt, im Ägypten-Bereich
- Judaica mit Objekten zu den Jahresfesten
- Buddhismus in Südostasien, Islam und Hinduismus anhand von Ritualobjekten
- Renaissancegebäude von 1573–75, ehemals landgräfliche Kanzlei
- Thematische Führungen und Museumsrätsel zum Herunterladen
Dauerausstellung
- Dauerausstellung der Religionskundlichen Sammlung – Ritualgegenstände, Figuren, Ikonen und Hausaltäre aus Ägypten, Judentum, Buddhismus, Islam, Hinduismus und weiteren Religionen auf mehreren Etagen.
- Gegründet
- 1927
- Träger
- Philipps-Universität Marburg
- Besucher pro Jahr
- ca. 350
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Eintritt und Führungen sind frei; Spenden sind willkommen.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: nicht vorhanden
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Das Gebäude hat keinen Aufzug; die drei Etagen sind nur durch eine Wendeltreppe verbunden, und der Weg führt über steiles Kopfsteinpflaster. Das Team bemüht sich um individuelle Lösungen – bitte vorab anfragen.
Kinder & Familie
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Fünf Museumsrätsel zu Themenbereichen der Ausstellung stehen zum Herunterladen bereit; Schulklassen sind willkommen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Vom Hauptbahnhof mit dem Bus zum Rudolfsplatz, dann mit dem Oberstadt-Aufzug in die Oberstadt und über Marktplatz und Schlosstreppe zur Sammlung (etwa 5 Minuten ab Marktplatz); alternativ Stadtbus Linie 10 bis Schlossplatz.
Mit dem Auto
In der Oberstadt gibt es kaum Parkplätze. Die Zufahrt führt nur über die Sybelstraße durch das Kalbstor (Höhe 2,5 m, Breite 2 m); Parken am Eingang kann auf Anfrage vereinbart werden.
Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Allgemeine Rundgänge durch die Dauerausstellung sowie thematische Führungen, etwa zu Buddhismus, Hinduismus, Islam, Judentum, dem alten Ägypten oder Ozeanien; auch individuelle Führungen nach Interesse. Die Sammlung dient als außerschulischer Lernort. |




