
Über das Museum
Den Anstoß gab eine Ausstellung, die das Museum der Arbeit 1988 und 1989 zum hundertjährigen Bestehen der Speicherstadt auf zwei Lagerböden in Block R zeigte. Danach wurde sie auf einen Boden verkleinert und war nur noch für angemeldete Gruppen zugänglich. 1995 übernahm Henning Rademacher die Schau und baute sie als privat betriebene Außenstelle des Museums der Arbeit zum Speicherstadtmuseum aus. Seit 2008 gehört es gemeinsam mit dem Museum der Arbeit zur Stiftung Historische Museen Hamburg.
Im Herbst 2011 zog das Museum vom St. Annenufer in den Block L am Sandtorkai um, einen 1887/88 errichteten Speicher. Die Ausstellung wurde dafür vollständig neu gestaltet und nutzt seither die originale Atmosphäre eines Lagerbodens mit Säcken, Kisten und Arbeitsgeräten.
Im Mittelpunkt steht die Arbeit der Quartiersleute, die Importwaren wie Kaffee, Tee, Kakao oder Kautschuk lagerten, prüften und veredelten. Zu sehen sind etwa Probenstecher, Griepen und Handhaken sowie Maschinen zum Sortieren. Ein zweiter Schwerpunkt gilt dem Bau der Speicherstadt, für den ein ganzes Altstadtquartier mit rund 16.000 Bewohnern abgerissen wurde, und dem Zollanschluss Hamburgs 1888. Der Kaffeehandel zieht sich als roter Faden durch die Räume; eine eingerichtete Teeprobierstube erinnert an den Teehandel. Seit 2015 gehört die Speicherstadt zusammen mit dem Kontorhausviertel zum UNESCO-Welterbe.
Highlights
- Originaler Lagerboden in einem Speicher von 1888
- Arbeitsgeräte der Quartiersleute wie Probenstecher, Griepen und Handhaken
- Silberne Maurerwerkzeuge Kaiser Wilhelms II. vom Zollanschluss 1888
- Inventar einer historischen Teeprobierstube
- Speicherstadtrundgänge mit Museumsführung sowie Kaffee- und Teeverkostungen
Dauerausstellungen
- Speicherstadt – Baudenkmal und Arbeitsort – Ausstellung zur Lagerarbeit der Quartiersleute, zu klassischen Importgütern wie Kaffee, Tee, Kakao und Kautschuk sowie zur Baugeschichte der Speicherstadt.
- Gegründet
- 1995
- Träger
- Henning Rademacher (privat betriebene Außenstelle des Museums der Arbeit, Stiftung Historische Museen Hamburg)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 6 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 4,50 €Studierende (bis 30 Jahre), Auszubildende, Berufsschüler, FSJ, Arbeitslose, Bürgergeldempfänger |
| Kinder & Jugendliche | 3 €bis 5 Jahre frei · Schülertarif (allgemeinbildende Schulen) 3 €. Bei Kita-Gruppen kann auch für Kinder unter 6 Jahren 2 € pro Kind berechnet werden. |
| Studierende & Azubis | 4,50 €Studierende bis 30 Jahre. |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 4,50 € p. P.Pro Person ab 10 Personen; ermäßigt 3,50 €, Schüler 2,50 €. Führungen und Rallyes für Gruppen auf Anfrage. |
| Speicherstadtrundgang mit Museumsführung (ca. 90 Min.) | 15 €Ermäßigt 12 €, Kinder 6–13 Jahre 8,50 €; Mi und Sa 15 Uhr (März–Oktober), So 11 Uhr ganzjährig. |
Gruppentarif gilt auch für Inhaber von Hamburg Card, Hamburger Ferienpass (inkl. begleitender Erwachsener), Niedersachsen-Ticket und CityPower Card.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 5 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Familienführungen für Kinder von 6 bis 12 Jahren mit Begleitung (ca. 90 Minuten, mit Kakaobohnen-Probe und Schatzsuche). Für Einzelbesucher Kinderrallye mit der Figur „Kalle, de lütte Quartiersmann“ samt Urkunde, für Jüngere ein Suchspiel.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Am Kaiserkai/Elbphilharmonie · 100 m
U3 Baumwall (ca. 5 Minuten Fußweg); Bus 2 und 111 bis Am Kaiserkai/Elbphilharmonie (ca. 100 m).
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Unter der Woche kaum Parkplätze am Museum; empfohlen werden das Conti-Parkhaus (Am Sandtorkai 6–8) und das Parkhaus Rödingsmarkt. Reisebusse können kurz vor dem Museum halten, Busparkplätze auf der Binnenhafenbrücke und an den Landungsbrücken.
Service & Gastronomie
- Museumsshop
Museumsshop.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
- Firmenveranstaltungen
Bis zu 100 Personen.
Anmietung nach Museumsschluss für Feiern, Empfänge und Präsentationen: bis 60 Personen an Tischen, bis 100 bei Stehempfängen. Freie Caterer-Wahl; keine Tanzveranstaltungen, Rauchverbot auf den Lagerböden.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 1,5 Std. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Öffentliche Speicherstadtrundgänge mit Museumsführung, Familien-, Kinder-, englische und szenische Führungen; Anmeldung empfohlen. Gruppenführungen auch auf Englisch, Französisch, Spanisch und in Deutscher Gebärdensprache. Regelmäßig Krimilesungen sowie Kaffee- und Teeverkostungen. |




