
Stadtmuseum Heimathaus Traunstein
Stadtmuseum im Brothausturm und Ziegleranwesen am Traunsteiner Stadtplatz: Saline, Handwerk, sakrale Kunst und Stadtmodell – Eintritt frei.
Über das Museum
Schon seit den 1830er Jahren trugen Traunsteiner Bürger Zeugnisse der Stadtgeschichte zusammen. 1873 regte der Apotheker Joseph Pauer die Gründung eines städtischen Museums an und zeigte die Stücke zunächst in seiner Apotheke; spätestens 1888 war die Sammlung regelmäßig gegen Eintritt im Rückgebäude des Rathauses zu sehen. Viele ältere Objekte waren beim großen Stadtbrand von 1851 verloren gegangen.
1919 überließ die Zieglerwirtin Elise Angerer der Stadt ihr Wohn- und Gasthaus an der Stadtmauer für das Museum, angeregt von ihrem Sohn, dem Architekten und Heimatforscher Joseph Angerer. Am 2. April 1923 öffnete das Städtische Museum im Heimathaus, das den mittelalterlichen Brothausturm und das Ziegleranwesen am Stadtplatz umfasst.
Seit 1951 betreibt die auf Initiative des Historischen Vereins für den Chiemgau gegründete Stiftung Heimathaus Traunstein das Museum; seit 1991 hat es eine hauptamtliche Leitung. Die Ausstellung reicht von der Vor- und Frühgeschichte bis in die jüngere Vergangenheit, mit Schwerpunkten auf Saline, Handwerk und Handel, religiöser Kunst und Volksfrömmigkeit sowie Porträts von Traunsteinerinnen und Traunsteinern.
Zur Saison 2026 wurden der Einstieg rund um das Stadtmodell, die Salinengeschichte und die sakrale Abteilung neu gestaltet; erste englische Texte und per QR-Code abrufbare Zusatzinhalte ergänzen den Rundgang.
Highlights
- Großes Stadtmodell aus den 1890er Jahren mit Stadtansichten und Zeitstrahl
- Historische Zieglerwirtsstube, die „gute Stube“ der Stadt
- Abteilung zur Geschichte der Traunsteiner Saline
- Fast lebensgroßer Palmesel von 1574
- Religiöse Kunst von der Gotik bis ins frühe 20. Jahrhundert
Dauerausstellungen
- Stadtgeschichte und Stadtmodell – Der neu gestaltete Auftakt im Erdgeschoss führt mit Stadtmodell, historischen Ansichten und Zeitstrahl durch die Entwicklung Traunsteins.
- Handwerk, Gewerbe und Handel – Werkzeuge und Erzeugnisse Traunsteiner Handwerker und Kaufleute zeigen das Wirtschaftsleben der Stadt; ergänzt durch die Abteilung zur Saline.
- Religiöse Kunst und Volkskunst – Skulpturen und Bilder von der Gotik bis ins frühe 20. Jahrhundert sowie Zeugnisse der Volksfrömmigkeit, darunter ein Palmesel von 1574.
- Träger
- Stiftung Heimathaus Traunstein
- Leitung
- Stefan Schuch
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
| Erwachsene | frei |
|---|
Eintritt frei; das Museum freut sich über Spenden.
Barrierefreiheit
- Teilweise rollstuhlgerecht
- Aufzug: nicht vorhanden
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Die Dauerausstellung auf drei Etagen ist nur über steile Treppen erreichbar; der Sonderausstellungsraum im Erdgeschoss ist barrierefrei zugänglich. Tiere sind nicht erlaubt, Blindenführhunde ausgenommen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Traunstein Bahnhof · 10 Min. zu Fuß
Vom Bahnhof Traunstein etwa 10 Minuten zu Fuß über die Bahnhofstraße stadteinwärts zum Stadtplatz.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Keine museumseigenen Parkplätze; Pkw- und Busparkplätze auf dem Karl-Theodor-Parkplatz und in der dortigen Parkgarage, von dort über Treppen oder Aufzüge zum Stadtplatz.
Das Museum liegt in der Altstadt westlich des Stadtplatzes gegenüber der Kirche St. Oswald; die Westfassade grenzt an den Maxplatz.
Route planenService & Gastronomie
Speisen und Getränke dürfen nicht in die Ausstellungsräume mitgenommen werden.
Veranstaltungen & Vermietung
- Hochzeiten / Trauungen
Die historische Zieglerwirtsstube wird für Veranstaltungen, Vorträge und standesamtliche Trauungen genutzt.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Fotografieren | Fotografieren für private Zwecke erlaubt; kommerzielle Foto- und Filmaufnahmen nur mit Genehmigung der Museumsleitung. |
| Hinweise | Führungen für Gruppen ab 10 Personen von März bis Oktober nach Anmeldung, werktags auch außerhalb der Öffnungszeiten. Erste englische Texttafeln; Zusatzinhalte per QR-Code. Exponate bitte nicht berühren. |



