
Städtisches Museum Göttingen
Stadtgeschichtliches Museum im Renaissance-Adelspalais Hardenberger Hof mit Kirchenkunst und Ausstellungen zur Göttinger Stadtgeschichte.
Über das Museum
Den Anstoß zum Museum gab der Germanist Moriz Heyne, der nach seiner Berufung nach Göttingen 1883 für eine städtische Altertumssammlung warb. Am 1. Oktober 1889 öffnete sie in wenigen Räumen eines Hauses an der heutigen Goetheallee; Schenkungen aus Bürgerschaft und Verwaltung ließen den Bestand rasch wachsen, sodass die Sammlung schon 1893 in ein größeres Gebäude an der Burgstraße umziehen musste.
Seit 1897 hat das Museum seinen Sitz im Hardenberger Hof am Ritterplan, einem 1592 errichteten Adelspalais der Renaissance – dem letzten seiner Art in Göttingen. Nach und nach kamen die benachbarte Alte Posthalterei, die Remise und 1979 das Haus des früheren Postverwalters hinzu; die Erweiterung war Anlass für eine vollständige Neugestaltung der Dauerausstellungen.
2008 zeigte eine statische Prüfung, dass die überlasteten Dachböden große Teile des Komplexes gefährdeten. Die Ausstellungen wurden geschlossen und zehntausende Objekte in ein neues Außendepot gebracht. Seit 2015 sind schrittweise wieder Bereiche zugänglich, 2025 wurde der sanierte größte Ausstellungsraum im Hardenberger Hof wiedereröffnet.
Die Sammlung umfasst rund 150.000 Objekte zum Leben in Göttingen vom Mittelalter bis heute, mit Schwerpunkt auf dem 18. bis 20. Jahrhundert, darunter Gemälde, Grafik, Judaica und wissenschaftliche Instrumente. Das Museum versteht sich heute als Stadtmuseum im Wandel und war 2014 das erste kommunale stadtgeschichtliche Museum Niedersachsens, das NS-verfolgungsbedingt entzogene Kulturgüter restituierte.
Highlights
- Hardenberger Hof von 1592, letztes erhaltenes Adelspalais Göttingens
- Dauerausstellung zu Göttingen im 16. Jahrhundert
- Kirchenkunstsammlung
- Judaica-Bestand und Provenienzforschung
- Hörstationen per Smartphone abrufbar
Dauerausstellungen
- Stadt. Macht. Glaube. Göttingen im 16. Jahrhundert – Die Präsentation im ersten Obergeschoss des Hardenberger Hofs zeigt, wie Buchdruck, Reformation und Kriege das Leben in Göttingen im 16. Jahrhundert prägten. Die Kirchenkunstsammlung des Hauses ist darin eingebunden.
- Gegründet
- 1889
- Träger
- Stadt Göttingen
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
| Familien | –Familienkarte für kostenpflichtige Sonderausstellungen: 6 € |
|---|---|
| Kostenpflichtige Sonderausstellungen – Einzelkarte | 4 € |
| Kostenpflichtige Sonderausstellungen – ermäßigt | 2,50 € |
| Kostenpflichtige Sonderausstellungen – Familienkarte | 6 € |
Die Dauerausstellung und ein Teil der Sonderausstellungen sind kostenlos; für einzelne Sonderausstellungen wird Eintritt erhoben.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: keine Angabe
- Barrierefreies WC: keine Angabe
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Das historische Gebäude ist wegen Treppen und Stufen derzeit nicht barrierefrei; barrierefreie Räume sind nach Abschluss der Sanierung vorgesehen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Regelmäßig Kinderführungen, Workshops, Mitmachtage und ein Ferienprogramm für Kinder von etwa 6 bis 12 Jahren; Entdeckerbögen für Schulklassen und Kitas.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Service & Gastronomie
- Garderobe
- Schließfächer
Mäntel und Jacken werden an der Garderobe abgegeben, Taschen eingeschlossen.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Firmenveranstaltungen
Bis zu 65 Personen.
Tapetensaal für Tagungen und Workshops mit bis zu 65 Personen, zusätzlich ein kleinerer Raum für Gesprächsrunden bis 15 Personen. Buchung über museum-buchungen@goettingen.de oder Tel. 0551 400-2843.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Fotografieren für private Zwecke ohne Blitz erlaubt (in einzelnen Ausstellungen eingeschränkt); Stativ und Blitz nur mit Genehmigung. |
| Hinweise | Führungen für Gruppen und Schulklassen auf Anfrage. Hörstationen der Dauerausstellung über Hörmuscheln oder per QR-Code auf dem eigenen Smartphone – eigene Kopfhörer mitbringen. Haustiere sind nicht erlaubt. |
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