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Ehemalige Synagoge Altenkunstadt
Foto: ManniLo · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Ehemalige Synagoge Altenkunstadt

Barocke Landsynagoge von 1726 mit Dauerausstellung zur jüdischen Geschichte am Obermain; Besuch nach Vereinbarung mit dem Rathaus.

Öffnungszeiten beim Museum erfragenEintritt frei

Über das Museum

Die Synagoge im Altenkunstadter Judenhof wurde 1726 als Sandsteinbau errichtet; das Baujahr ist auf dem Hochzeitsstein an der Fassade festgehalten, von dem heute eine Nachbildung neben dem Eingang hängt. Ihre Lage in einer kleinen Seitengasse abseits der Hauptstraße folgte damaligen Vorschriften, die Synagogen aus dem Ortskern fernhielten. Über zwei Jahrhunderte war das Gebäude Mittelpunkt einer jüdischen Gemeinde, die den Ort vor allem im 19. Jahrhundert stark mitprägte.

Im November 1938 verwüsteten SA-Leute das Innere und zerstörten Einrichtung und Kultgeräte; das Gebäude selbst blieb stehen und ging 1939 an die politische Gemeinde. Es folgten rund fünfzig Jahre Fremdnutzung, zunächst als Unterkunft für Kriegsgefangene, später für Flüchtlinge und Heimatvertriebene und schließlich als Lager des Wasserwerks.

Von 1989 bis 1993 wurde die Synagoge gründlich restauriert. Dabei kam auf dem Dachboden eine Genisa zum Vorschein, deren ältestes Stück aus dem 16. Jahrhundert stammt. Seit 1993 dient das Haus als Erinnerungs- und Gedenkort, Museum und Kulturraum der Gemeinde. Auf der früheren Frauenempore informiert eine Dauerausstellung über 700 Jahre jüdisches Leben in der Region.

Highlights

  • Barocker Synagogenbau von 1726
  • Hochzeitsstein an der Außenfassade
  • Originale Kultgegenstände zum jüdischen Festjahr
  • Funde aus der Genisa
  • Selbstführung per QR-Code-Smartguide auf Deutsch und Englisch

Dauerausstellungen

  • Geschichte der Juden am Obermain – Die Ausstellung auf der ehemaligen Frauenempore zeigt originale Kultgegenstände und gibt einen Überblick über 700 Jahre jüdisches Leben in der Region, über Schule, Gemeindeverwaltung und Geschäftsleben. Persönliche Gegenstände erzählen vom Schicksal jüdischer Familien aus Altenkunstadt.
Gegründet
1993
Träger
Gemeinde Altenkunstadt

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Der Eintritt ist frei.

Die selbstständige Besichtigung ist kostenlos.

Barrierefreiheit

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Kinder & Familie

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Anreise & Parken

Der Schlüssel muss vorab im Rathaus am Marktplatz 2 abgeholt werden.

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Service & Gastronomie

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Veranstaltungen & Vermietung

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

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Führungenja
Audioguideja (DE, EN)
HinweiseFür Einzelbesucher und Familien gibt es den Smartguide: QR-Codes an 16 Stationen liefern Texte und Audios auf Deutsch und Englisch aufs eigene Smartphone. Persönliche Führungen, auch für Gruppen, nach Vereinbarung (Gästeführung Tel. 09572 5355); gelegentlich öffentliche Führungen im Veranstaltungskalender der Gemeinde.

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