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Synagoge Freudental
Foto: Peter Schmelzle · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Synagoge Freudental

Klassizistische Landsynagoge von 1770 in Freudental, heute Lern- und Gedenkort mit Ausstellung der Genisa-Funde; Besuch nach Vereinbarung.

Öffnungszeiten beim Museum erfragen

Über das Museum

Nachdem sich ab 1723 jüdische Familien in Freudental niederlassen durften, nutzte die Gemeinde zunächst einen Betsaal im sogenannten Judenschlössle. Nach einem ersten, rasch verfallenen Bau entstand 1770 die heutige Synagoge im klassizistischen Stil. Bereits 1926 wurde sie als Baudenkmal geschützt.

Im Novemberpogrom 1938 wurde der Innenraum verwüstet und die Kultgegenstände wurden öffentlich verbrannt, das Gebäude selbst blieb stehen. Die Ortsgemeinde kaufte es 1943, gab es nach dem Krieg zurück, erwarb es erneut und verkaufte es 1955 an einen Handwerksbetrieb, der es umbaute. Ende der 1970er Jahre war der Abriss bereits beschlossen.

1980 gründeten engagierte Bürger aus Freudental, Löchgau und Umgebung einen Förder- und Trägerverein, der das Gebäude erwarb und mit Unterstützung des Landkreises Ludwigsburg in mehrjähriger Arbeit denkmalgerecht instand setzte – Synagoge mit Frauenempore, Renaissanceturm, Nebengebäude und Gewölbekeller. Bei der Renovierung kamen 1983 auf dem Dachboden zahlreiche Schriften, Bücher und Textilien einer Genisa zum Vorschein.

Heute betreibt das Pädagogisch-Kulturelle Centrum (PKC) das Haus als Bildungs- und Begegnungsstätte mit Führungen, Lerntagen, Konzerten und Gästehaus. Auf der Frauenempore sind Originaldokumente aus der Genisa ausgestellt, die das Alltagsleben der Landjuden über mehr als zwei Jahrhunderte zeigen.

Highlights

  • Älteste erhaltene Synagoge Württembergs (1770)
  • Ausstellung der Genisa-Funde auf der Frauenempore
  • Chuppastein (Hochzeitsstein) am Eingang
  • Jüdischer Friedhof mit über 400 Grabsteinen
  • Theaterspaziergänge zur jüdischen Ortsgeschichte

Dauerausstellungen

  • Genisa – das verborgene Erbe – Originaldokumente aus der 1983 entdeckten Genisa zu Tora, Feiertagen, Schule, Geburt und Heirat im Leben der Landjuden.
Träger
Pädagogisch-Kulturelles Centrum Ehemalige Synagoge Freudental e. V.

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Gruppen (ab 10 Pers.)–Spende von etwa 8–10 € pro Person erbeten; Führungen ab 10 Personen.

Führungen für Schulklassen kostenlos (Spende willkommen); andere Gruppen werden um eine Spende von etwa 8–10 € pro Person gebeten. Mittagessen bei Lerntagen auf Wunsch 5 € pro Person.

Barrierefreiheit

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Kinder & Familie

Nur bedingt für Kinder geeignet

    Die Angebote richten sich vor allem an Schulklassen und Jugendgruppen, etwa Lerntage und GPS-Rallyes durch den Ort.

    Anreise & Parken

    Mit Bus & Bahn

    Freudental Post

    Regionalzug oder S5 ab Stuttgart bis Bietigheim-Bissingen, weiter mit Bus 567 Richtung Hohenhaslach.

    Mit dem Auto

    Parkplatz vorhanden

    Ausgeschilderter Parkplatz im Gaisgraben; zum Ausladen kann bis zum PKC vorgefahren werden.

    Mit dem Auto über die A81 (Ausfahrt Ludwigsburg Nord bzw. Mundelsheim), A6 oder A8.

    Route planen

    Service & Gastronomie

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Veranstaltungen & Vermietung

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Besuch planen

    Führungenja · Dauer ca. 2 Std.
    Angebote für Schulenja
    HinweiseBesuch der Synagoge und der Genisa-Ausstellung nur nach Vereinbarung. Führungen für Schulklassen und Gruppen ab 10 Personen umfassen Synagoge, Genisa und den Weg zum jüdischen Friedhof, auf Wunsch ergänzt um einen Ortsrundgang. Außerdem Lerntage, Theaterspaziergänge, Kalligraphie-Workshops und Actionbound-Rallyes.

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