
Museo Nazionale Etrusco di Chiusi
Staatliches Museum in einem klassizistischen Gebäude von 1901 mit etruskischen, römischen und langobardischen Funden aus dem Gebiet von Chiusi, von den Kanopen bis zur Sphinx aus Stinkstein (pietra fetida).
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Über das Museum
Das Museo Etrusco di Chiusi entstand 1871, unmittelbar nach der Einigung Italiens, um die zahlreichen Funde aus dem Gebiet von Chiusi zu zeigen, die lange Zeit geplündert worden waren. Es wurde am 28. Oktober 1871 in der Via Mecenate eröffnet und nahm bald die bischöfliche Sammlung mit dem Porträt des Augustus sowie zahlreiche Urnen und Keramiken auf. Da die Räume zu klein wurden, kaufte die Gemeinde 1894 ein Grundstück in der Via Porsenna und beauftragte den Architekten Giuseppe Partini mit dem Entwurf eines klassizistischen Gebäudes nach dem Vorbild antiker Tempel, mit einem Pronaos aus vier dorischen Säulen. Der neue Sitz wurde am 22. August 1901 eröffnet.
Die Sammlungen wuchsen durch das Vermächtnis des Grafen Giovanni Paolozzi im Jahr 1907 und die Schenkung der Sammlung von Leone Mieli im Jahr 1934. Das Gebäude wurde 1932 nach einem Entwurf von Egisto Bellini erweitert; 1944 wurde es bei einem Beschuss beschädigt und 1948 wiedereröffnet. 1963 ging das städtische Museum an den Staat und erhielt den Namen Museo Nazionale Etrusco; die enge Bindung an die Stadt blieb erhalten: Das Gesetz legte fest, dass kein Objekt jemals aus Chiusi entfernt werden darf. Die heutige Einrichtung stammt aus dem Jahr 2003 und folgt chronologischen und thematischen Kriterien.
Der Rundgang reicht von den ersten Spuren menschlicher Anwesenheit in der Bronzezeit (13.–10. Jahrhundert v. Chr.) über die Eisenzeit und die etruskische Epoche, mit Reliefs, Statuen, Bucchero, attischer Keramik, Grabbeigaben, Urnen und Sarkophagen, bis zur römischen Abteilung und den langobardischen Funden vom Hügel Arcisa (6.–7. Jahrhundert n. Chr.). Zu den bekanntesten Stücken gehören der Deckel mit der Umarmung (Coperchio dell'abbraccio), die Kanopen, darunter die von Dolciano, die Sphinx aus Stinkstein, die Klagefiguren, die attische Vase mit Telemach und Penelope, das Porträt des Augustus als Pontifex maximus und das Mosaik mit Jagdszenen von Montevenere. Ein angeschlossenes Restaurierungslabor kann anlässlich von Ausstellungen und Veranstaltungen besichtigt werden.
Highlights
- Grabsphinx aus Stinkstein, Symbol des Museums
- Kanopen, darunter die Kanope von Dolciano
- Deckel mit der Umarmung (Coperchio dell'abbraccio)
- Porträt des Augustus als Pontifex maximus
- Langobardische Fibel aus vergoldetem Silber aus der Nekropole Arcisa
Dauerausstellung
- Collezione etrusca, romana e longobarda – Chronologischer und topografischer Rundgang von den Funden der Bronzezeit über die römische Abteilung bis zu den langobardischen Grabbeigaben, mit Kanopen, Urnen, Sphinx und bemalten Grabkammern.
- Gegründet
- 1871
- Träger
- Direzione regionale Musei nazionali della Toscana (Ministero della Cultura)
- Besucher pro Jahr
- ca. 21.261
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 6 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 2 €Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union zwischen 18 und 25 Jahren |
| Gruppen | –Für Gruppen wird eine Reservierung empfohlen. |
Ermäßigungen und Gratiseintritt nach den gesetzlichen Vorschriften für staatliche Museen. Tickets sind auch online erhältlich; für Gruppen wird eine Reservierung empfohlen.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kinderführer stehen zum Herunterladen auf der Website des Museums bereit.
Anreise & Parken
Das Museum befindet sich in der Via Porsenna, in kurzer Entfernung vom Dom von Chiusi.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Angebote für Schulen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Auf der Website sind das Faltblatt, ein Besuchsvorschlag und zwei Führer für Kinder verfügbar („Gli Etruschi di Porsenna“ und „Riscrivere il Passato“). |





