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De Pont Museum in Tilburg
Foto: DaanArt · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

De Pont Museum

Unabhängiges Museum für internationale Gegenwartskunst in einer früheren Wollspinnerei in Tilburg – mit Werken von Kapoor, Dumas, Turrell und Laib.

ÖffnungszeitenEintritt ab 20 € Teilweise barrierefrei Café

Aktuelle Ausstellungen

20. September 2026 – 28. Februar 2027

Sigmar Polke – Het weten van de kleuren

Über 50 Werke aus drei Jahrzehnten, die Polkes Experimente mit Lacken, Pigmenten und Harzen ab den 1980er-Jahren zeigen; entstanden mit der Anna Polke-Stiftung.

20. September 2026 – 28. Februar 2027

Matthew Monahan – Left Hand Path

Skulpturen, Reliefs und Papierarbeiten des US-Künstlers, der Materialien wie Aluminium, Gips und Bronze so verformt, dass Hartes zerbrechlich und Zartes industriell wirkt.

21. März 2027 – 5. September 2027

Sophie Calle – Something Missing?

Große Schau der französischen Künstlerin mit neueren, in den Niederlanden noch nicht gezeigten Foto-Text-Arbeiten; in Zusammenarbeit mit dem Louisiana Museum und Turner Contemporary.

21. März 2027 – 5. September 2027

Silvia Martes – ... has other plans for us

Vier neue Filminstallationen der Künstlerin über Tod, Trauer und Erinnerung, ausgehend von ihrer Großmutter auf Curaçao und Reisen nach Ghana.

Über das Museum

Das Museum geht auf den Tilburger Juristen und Unternehmer Jan de Pont (gestorben 1987) zurück, der einen Teil seines Vermögens der Förderung zeitgenössischer Kunst vermachte. Wie und wo das geschehen sollte, überließ er dem Vorstand der neuen Stiftung. Die Wahl fiel auf seine Heimatstadt: De Pont hatte in den 1960er-Jahren geholfen, die in Konkurs gegangene Wollspinnerei Thomas de Beer wieder in Gang zu bringen. Als der Betrieb 1989 endgültig schloss, übernahm die Stiftung den Fabrikbau aus den 1930er-Jahren für einen symbolischen Betrag – mitsamt vier der letzten Beschäftigten. Erster Direktor wurde Hendrik Driessen.

Das Büro Benthem Crouwel baute die Spinnerei in anderthalb Jahren um und bewahrte dabei ihren Charakter: eine große, über Sheddächer belichtete Halle und kleine ehemalige Wolllager („wolhokken“) für konzentrierte Präsentationen. Der Umbau gilt als eine der Anregungen für die Tate Modern in London. Am 12. September 1992 öffnete das Museum mit rund zehn Werken von nur drei Künstlern, darunter Richard Longs Steinkreis und Marlene Dumas’ „The First People“. 2002 kamen ein Auditorium und ein Projektsaal hinzu, 2016 ein Flügel für Fotografie, Video und Medieninstallationen mit dem Museumscafé am Museumsgarten.

De Pont arbeitet bis heute finanziell unabhängig von Fonds und öffentlicher Hand und sammelt in die Tiefe statt in die Breite: Von jedem Künstler soll mindestens ein Schlüsselwerk vorhanden sein, viele werden über Jahre begleitet. Die Sammlung umfasst inzwischen über 1.000 Werke von rund 100 Künstlern, darunter Anish Kapoor, Marlene Dumas, Richard Serra, James Turrell und Wolfgang Laib. Mehrere Künstler wie Luc Tuymans, Roni Horn oder Berlinde De Bruyckere hatten hier ihre erste große Ausstellung in den Niederlanden. Seit 2026 leitet Maria Schnyder das Haus.

Highlights

  • Ehemalige Wollspinnerei mit Sheddach-Halle und intimen „wolhokken“
  • Wolfgang Laibs mit Bienenwachs ausgekleideter „Wachsraum“
  • James Turrells Lichtinstallation „Wedgework III“
  • Anish Kapoors Spiegelwerk „Vertigo“ und Thomas Schüttes „Große Geister“
  • Freier Eintritt bis 26 Jahre und donnerstags ab 17 Uhr
  • Versteckter Museumsgarten hinter dem Café

Dauerausstellungen

  • Wolfgang Laib – Wachsraum – Begehbarer, mit Bienenwachs ausgekleideter Raum des Künstlers Wolfgang Laib, dessen Duft und warmes Licht den Besuch prägen.
  • James Turrell – Wedgework III – Lichtinstallation, in der farbiges Licht in einem abgedunkelten Raum scheinbar feste Flächen und Keile bildet.
Gegründet
1992
Leitung
Maria Schnyder

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Erwachsene20 €
Ermäßigt6,50 €Mitglieder der Vereniging Rembrandt
Kinder & Jugendlichefreibis 26 Jahre frei · Freier Eintritt für alle bis einschließlich 26 Jahre.
Studierende & Azubis–Bis einschließlich 26 Jahre frei.
Gruppen (ab 15 Pers.)–Für Gruppen ab 15 Personen ist eine Reservierung Pflicht (mit oder ohne Führung).

Freier Eintritt: Jeden Donnerstag 17–20 Uhr freier Eintritt für alle (Reservierung erwünscht).

Mit Museumkaart frei; ebenso mit CJP und ICOM-Karte. Die Museumkaart ist an der Kasse und online erhältlich. Die VriendenLoterij-VIP-Karte gilt nicht.

Barrierefreiheit

  • Teilweise rollstuhlgerecht
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC
  • Behindertenparkplatz
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Ebenerdiges, großzügiges Museum; da es in einer alten Fabrik liegt, sind nicht alle Räume gleich gut zugänglich – Wolfgang Laibs „Wachsraum“ und James Turrells „Wedgework III“ sind für Menschen mit Behinderung schwerer erreichbar. Rollstühle, Rollatoren und Klapphocker kostenlos an der Kasse (vorab per E-Mail anmelden); kleine Scooter erlaubt. Zwei Behindertentoiletten. Zwei Behindertenparkplätze auf städtischem Grund rund 100 m vom Haupteingang, hinter dem weißen Gebäude links vom Museumsparkplatz (nicht reservierbar). KNGF-Assistenzhunde mit Ausweis willkommen, andere Assistenzhunde vorab per E-Mail anmelden.

Kinder & Familie

Gut für Kinder & Familien geeignet

Eintritt Kinderbis 26 Jahre frei
  • Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide

Kostenlose „BubbelToer“ an der Kasse: ein Entdeckerset für Kinder von 7 bis 12 Jahren mit Begleitung, das mit Fragen und Aufgaben zu Werken wie Kapoors „Vertigo“, Schüttes „Große Geister“ und Marien Schoutens „Groene Kamer“ führt; mit kleinem Andenken. Bis 26 Jahre freier Eintritt, auch für junge Begleiter. Museumsgarten zum Herumstreifen.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Textielmuseum

Ab Bahnhof Tilburg Bus 5 Richtung Noord-Stokhasselt bis Haltestelle Textielmuseum oder Bus 7 Richtung West ETZ Tweesteden bis Haltestelle Kwaadeindstraat. Zu Fuß 15 Minuten vom Bahnhof Tilburg (Nordausgang, über Burgemeester Brokxlaan und Gasthuisring am Wilhelminapark entlang).

Mit dem Auto

Parkplatz gebührenpflichtig

Eigener Museumsparkplatz für 20 Autos, Tagesticket 5 € (Kartenzahlung am Ausfahrtterminal oder Ausfahrtticket an der Kasse). In der Umgebung gebührenpflichtiges Parken; Parkhäuser Knegtel und Spoorzone-Zwijsen jeweils unter 10 Minuten zu Fuß.

  • Behindertenparkplatz

Navigationsadresse: Wilhelminapark 1, Tilburg. Unbewachte Fahrradständer am Museum, kostenlose bewachte Fahrradstation im Parkhaus Spoorzone-Zwijsen; auch per Fahrradtaxi erreichbar.

Route planen

Service & Gastronomie

  • Café
  • Museumsshop
  • Garderobe
  • Schließfächer

Museumscafé mitten im Museum mit Terrasse am Museumsgarten (Lunch mit regionalen Produkten), für Museumsbesucher ohne Reservierung 11–16.45 Uhr, donnerstags bis 19.45 Uhr; Küche bis 15.30 Uhr (Do bis 19 Uhr). Der Garten ist nur über die Café-Terrasse erreichbar. Frei zugänglicher Museumsshop mit Büchern, Katalogen und Designartikeln. Jacken, Rucksäcke, Taschen, Schirme und Gegenstände über A3 müssen in kostenlose Schließfächer oder die unbewachte Garderobe.

Veranstaltungen & Vermietung

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Besuch planen

Führungenja · Dauer ca. 60 Min.
Angebote für Schulenja
HinweiseFührungen für Gruppen (bis 20 Personen pro Guide) durch Sammlung oder Wechselausstellungen, 60 oder 90 Minuten, 95 € pro Stunde zzgl. Eintritt; Buchung bis zwei Wochen vorher, auf Niederländisch oder Englisch. Donnerstags kostenlose „FlitsToer“ (30 Minuten, 18 und 18.30 Uhr ab Kasse, ohne Anmeldung). Programme für Grund- und weiterführende Schulen (u. a. Club Zien für vmbo) sowie Studierende.

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