Guggenhürli
Historisches Reb- und Sommerhaus in Frauenfeld mit kleiner Ausstellung zu Johann Konrad Kern und Bildern der Malerin Martha Haffter.
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Über das Museum
Das Guggenhürli steht auf einem kleinen Hügel im Frauenfelder Langdorf-Quartier und war ursprünglich ein Reb- und Sommerhaus. Lange galt es als Bau von etwa 1720 für den reichenauisch-konstanzischen Amtmann Joseph Anton Bruno Johner, genannt Rüpplin; inzwischen sind im Gebäude und an den Fassaden aber auch ältere Bauteile von 1575 und 1590 nachgewiesen. Um 1791 kam der östliche Anbau dazu. Der Name leitet sich von „Guggen“ (schauen) und einem alten Wort für einen kleinen Hügel mit Aussicht ab.
Zu den bekannten Besitzern zählt der Thurgauer Regierungsrat Johann Conrad Freyenmuth, der als Baudirektor die Kantonsstrasse zwischen Frauenfeld und Weinfelden bauen liess. Später gehörte das Haus dem Politiker Johann Conrad Kern (1808–1888), dem Mitbegründer der ETH Zürich und Gesandten in Paris, beziehungsweise seiner Frau Aline, einer Tochter Freyenmuths. 1799 soll der französische General Oudinot beim Guggenhürli seinen Gefechtsstand eingerichtet haben. Im 19. Jahrhundert wurden im Nebengebäude Lebensmittelkonserven hergestellt, aus der Firma ging später Hero hervor.
Nachdem das Haus verfallen war und der Abbruch drohte, erwarb es 1963 eine Gruppe engagierter Bürger, gründete die Genossenschaft Guggenhürli und restaurierte es nach denkmalpflegerischen Kriterien. Heute zeigt eine kleine Ausstellung Gegenstände rund um die einstigen Bewohner, vor allem das Ehepaar Kern, dazu eine Sammlung von rund dreissig Bildern der Frauenfelder Zeichnerin und Malerin Martha Haffter (1873–1951). Das „blaue Zimmer“ gilt als eines der schönsten Traulokale der Schweiz; am Fuss des Hügels bewirtschaftet die Genossenschaft einen kleinen Rebberg.
Highlights
- Reb- und Sommerhaus aus dem frühen 18. Jahrhundert mit älteren Bauteilen von 1575 und 1590
- Kleine Ausstellung zum Ehepaar Kern, den bekanntesten Bewohnern
- Rund dreissig Bilder der Frauenfelder Malerin Martha Haffter
- „Blaues Zimmer“ als Trauzimmer für freie Trauungen
- Rebberg mit Müller-Thurgau am Fuss des Hügels
Dauerausstellung
- Das Ehepaar Kern und Bilder von Martha Haffter – Kleine Sammlung von Objekten, die an die einstigen Bewohner des Sommersitzes erinnern, ergänzt durch rund dreissig Bilder der Frauenfelder Malerin Martha Haffter.
- Träger
- Genossenschaft Guggenhürli
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Frauenfeld
Mit der Thurbo-Linie S30 bis Frauenfeld.
Das Haus liegt auf einem kleinen Hügel im Quartier Langdorf, in der Nähe der Kirche Oberkirch.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
- Hochzeiten / Trauungen
Bis zu 10 Personen.
Das Haus steht kleinen Gesellschaften offen. Für freie Trauungen mit einer Traurednerin oder einem Trauredner im „blauen Zimmer“ sind höchstens zehn Personen möglich; zivile Trauungen durch das Standesamt werden nicht mehr angeboten.
Anfrage & DetailsBesuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Besichtigung und Führungen nach Absprache mit der Genossenschaft; Anfragen per E-Mail. |



