
Pretorio e Torre Rotonda
Altes Amts- und Gerichtshaus des Bergells in Vicosoprano mit mittelalterlichem Rundturm, Ratsstube, Gefängniszellen, Folterkammer und Pranger.
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Über das Museum
Der runde Turm im Zentrum von Vicosoprano entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und gilt als einziger vollständig erhaltener mittelalterlicher Rundturm Graubündens; sein Name geht auf ein altes Wort für «rund» zurück. Er gehörte dem Bischof von Chur, der ihn an Adelsfamilien wie die Castelmur und die Planta verlieh. Im Turm tagte das Bergeller Talgericht, zugleich diente er als bischöfliche Zollstätte an der Strasse über Maloja und Septimer.
Im 16. Jahrhundert ging der Turm an die Gemeinde über, die das Pretorio als Amtshaus um ihn herum baute. Hier tagte das Strafgericht für das ganze Tal, ausserdem waren Zoll und Zivilgericht für das obere Bergell, Sopra Porta, untergebracht. Um 1592 wurde der Turm mit Kerker, Folterkammer und Pranger ausgestattet. Verurteilte wurden zuerst am Pranger rechts vom Eingang zur Schau gestellt und danach in die Zellen hinter dem Rundturm gebracht; auch mehrere der Hexerei Beschuldigte wurden hier gefoltert. Hingerichtet wurde im Wald von Cudin, wo noch zwei Galgensäulen stehen.
Die Fassade schmücken Sgraffiti mit einer Justitia, deren Waage sie ohne Augenbinde hält, und einer Allegorie der Mässigung, die Wasser mit Wein mischt; über dem Tor prangt das Wappen des Talgerichts. Im Innern sind die Ratsstube, die Gefängniszellen im oberen Stock, die Streckleiter, Fesseln und Schandmasken erhalten. Rathaus und Turm können in der warmen Jahreszeit täglich kostenlos besichtigt werden.
Highlights
- Einziger vollständig erhaltener mittelalterlicher Rundturm Graubündens
- Folterkammer mit Streckleiter, Fesseln und Schandmasken
- Prangerblock mit Kette an der Aussenmauer
- Ratsstube und Gefängniszellen aus dem 16. Jahrhundert
- Sgraffiti mit Justitia und Wappen des Talgerichts an der Fassade
Dauerausstellungen
- Folterkammer und Gefängnis im Rundturm – Im mittelalterlichen Turm sind die Gefängniszellen und die Folterwerkzeuge aus der Zeit der Hexenprozesse zu sehen, darunter Streckleiter, Fesseln und Schandmasken.
- Pretorio mit Ratsstube und Pranger – Das alte Amts- und Gerichtshaus des Bergells zeigt die Ratsstube, den Prangerblock an der Fassade und Sgraffiti zu Gerechtigkeit und Mässigung.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Der Eintritt ist kostenlos.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Vicosoprano, Plazza
Postauto bis zur Haltestelle Vicosoprano, Plazza im Dorfzentrum.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Einige Parkplätze an der Abzweigung von der Hauptstrasse nach Vicosoprano.
Die Richtstätte mit den beiden Galgensäulen liegt in der Nähe im Wald von Cudin.
Route planenService & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Audioguide | ja |
| Hinweise | Führungen auf Voranmeldung unter Telefon +41 81 822 15 30; eine ortskundige Person erzählt dabei auch von Geschichte, Kultur und Traditionen des Tals. Ein Audioguide ist über die App Graubünden Hike verfügbar. |





