
Bergbaumuseum Siciliaschacht
Bergbaumuseum in der erhaltenen Schachtanlage Sicilia in Lennestadt-Meggen – derzeit wegen technischer Wartungsarbeiten geschlossen.
Über das Museum
In Meggen und Halberbracht wurde ab 1852 Schwefelkies abgebaut, später auch Schwerspat, Zink- und Bleierz. Die Grube gehörte lange zu den bedeutenden Schwefelkies- und Schwerspatgruben der Welt; aus Meggener Rohstoffen stellte die Schwesterfirma Sachtleben in Duisburg-Homberg ab 1890 das Weißpigment Lithopone her. In den Weltkriegen galt das Bergwerk als kriegswichtig, 1943/44 arbeiteten dort über 4000 Menschen, darunter Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene. Ab 1963 wurde die Grube zur Metallerzgrube umgestellt, bis am 31. März 1992 wegen sinkender Zinkgehalte die letzte Schicht verfahren wurde.
Ehemalige Bergleute setzten sich nach der Stilllegung für den Erhalt der Tagesanlagen ein; 1998 entstand dafür der Förderverein Bergbaudenkmäler Lennestadt. Nach Umbauarbeiten ab 1999 öffnete das Museum 2002 in der vollständig erhaltenen Schachtanlage Sicilia.
Zu sehen sind das Fördergerüst mit Schachthalle und Fördergefäß, zwei Fördermaschinen samt Maschinistenständen – eine davon kann in Bewegung gesetzt werden –, Kompressoren, die Grubenwarte und Grubenfahrzeuge. Im Informationszentrum in der früheren Markenkontrolle erläutern Exponate, Texte und ein Film die Entstehung der Lagerstätte, die Abbauverfahren bis zur gleislosen Technik, die Erzaufbereitung und die Weiterverarbeitung der Produkte. In einem Stollen wird die Arbeit unter Tage gezeigt. Führungen übernehmen ehemalige Bergleute; zwei Bergbauwanderwege in Meggen und Halberbracht ergänzen das Museum.
Highlights
- Vollständig erhaltene Schachtanlage Sicilia mit Fördergerüst und Schachthalle
- Zwei Fördermaschinen, eine davon in Bewegung vorführbar
- Informationszentrum zum Erzbergbau in der ehemaligen Markenkontrolle
- Schaustollen zur Arbeit der Bergleute
- Führungen durch ehemalige Bergleute
Dauerausstellungen
- Schachtanlage Sicilia – Rundgang durch Schachthalle mit Fördergerüst und Fördergefäß, die beiden Fördermaschinen, Kompressoren, Grubenwarte und Grubenfahrzeuge.
- Informationszentrum – In der früheren Markenkontrolle geht es um die Meggener Lagerstätte, Abbau- und Aufbereitungstechnik, andere deutsche Erzreviere und die heutige Metallindustrie im Kreis Olpe.
- Gegründet
- 2002
- Träger
- Förderverein Bergbaudenkmäler Lennestadt e.V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 2,50 € |
|---|---|
| Kinder & Jugendliche | 1 € |
| Gruppen | –Gruppenpreise auf Anfrage. |
| Familien | 5 € |
Preise für den regulären Museumsbetrieb.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkplätze, auch für Busse, direkt an der Schachtanlage.
Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Hinweise | Führungen – auch werktags – nach Vereinbarung unter Tel. 02721 9539954 oder 02721 80922; sie werden von ehemaligen Bergleuten geleitet. |



