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Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock
Foto: Sir James · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Dokumentations- und Gedenkstätte Rostock

Gedenkstätte im ehemaligen Stasi-Untersuchungsgefängnis Rostock mit Zellentrakt und Ausstellungen zu Verfolgung, Opposition und Flucht über die Ostsee.

ÖffnungszeitenEintritt frei Teilweise barrierefrei

Über das Museum

Ende der 1950er-Jahre ließ das Ministerium für Staatssicherheit auf dem abgeschirmten Gelände seiner Rostocker Bezirksverwaltung ein Untersuchungsgefängnis errichten, das 1960 die ersten Häftlinge aufnahm. Bis 1989 saßen in den rund 50 Zellen auf drei Etagen etwa 4.900 Frauen und Männer ein, überwiegend aus politischen Gründen – etwa wegen „Hetze“, Kontakten in den Westen oder, immer häufiger, versuchter Flucht. Im Schnitt verbrachten sie fünf bis sechs Monate in strenger Isolation und unter ständigen Verhören, bevor ein Gericht sie verurteilte.

Im Oktober 1999 eröffnete der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen (BStU) gemeinsam mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern und der Universität Rostock in dem erhaltenen Zellenbau eine Dokumentations- und Gedenkstätte. Bis 2017 kamen mehr als 120.000 Besucherinnen und Besucher.

Von 2017 bis 2021 wurde das denkmalgeschützte Gebäude umfassend saniert. Seit der Wiedereröffnung am 2. Juli 2021 trägt die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern die Gedenkstätte. Eine Interimsausstellung erschließt den historischen Ort und die Schicksale der Inhaftierten; hinzu kommt eine Ausstellung über Fluchtversuche über die Ostsee.

Highlights

  • Originaler Zellentrakt der Stasi-Untersuchungshaftanstalt
  • Ausstellung „Über die Ostsee in die Freiheit“ mit selbst gebauten Fluchtgeräten
  • Schicksale politischer Häftlinge im Bezirk Rostock
  • Kostenloser Audioguide per Smartphone (Deutsch und Englisch)

Dauerausstellungen

  • Interimsausstellung zur Untersuchungshaft der Staatssicherheit – Erschließt den historischen Haftort und erzählt von Opposition, politischer Verfolgung und den Menschen, die hier festgehalten wurden.
  • Über die Ostsee in die Freiheit – Vom gleichnamigen Verein erarbeitete Schau über Fluchtversuche an der DDR-Ostseeküste, mit selbst gebauten Fluchtapparaten, Lebensgeschichten und dem Grenzregime an der Küste.
Gegründet
1999
Träger
Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
Leitung
Dr. Steffi Brüning

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Der Eintritt ist frei.

Eintritt, Audioguide und öffentliche Führungen kostenlos.

Barrierefreiheit

  • Teilweise rollstuhlgerecht
  • Aufzug
  • Barrierefreies WC: keine Angabe
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Laut Träger ist die Ausstellung barrierearm; ein Aufzug erschließt vier Etagen, der Keller ist nicht barrierefrei.

Kinder & Familie

Nur bedingt für Kinder geeignet

    Gedenkstätte zur politischen Haft in der DDR; Bildungsangebote richten sich an angemeldete Gruppen und Schulklassen.

    Anreise & Parken

    Mit Bus & Bahn

    Steintor (Straßenbahn) · 10 Min. zu Fuß

    Straßenbahn bis Steintor, dann etwa 10 Minuten zu Fuß; vom Rostocker Hauptbahnhof etwa 15 Minuten zu Fuß.

    Mit dem Auto

    Parkplatz vorhanden

    Keine eigenen Parkplätze; in der Nähe Parkhaus August-Bebel-Straße und öffentliche Stellplätze an der Hermannstraße.

    Route planen

    Service & Gastronomie

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Veranstaltungen & Vermietung

    Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

    Besuch planen

    Führungenja
    Audioguideja (DE, EN)
    Angebote für Schulenja
    HinweiseAudioguide über QR-Codes mit eigenem Smartphone und Kopfhörern. Öffentliche Führungen donnerstags 15 Uhr in der Saison (laut deutscher Seite Juli bis Ende Oktober, laut englischer Seite Juli bis November; außer an Feiertagen). Für angemeldete Gruppen Überblicks- und Themenführungen sowie Studientage; englische Führungen ab 6 Personen auf Anfrage. Ausstellungstexte bisher nur auf Deutsch.

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