
Eisenhütten- und Fischereimuseum Peitz
Historisches Eisenhüttenwerk an den Peitzer Teichen mit Hochofenhalle von 1810, Gießereianlage und Ausstellungen zu Hütte und Binnenfischerei.
Über das Museum
Um 1550 ließ Markgraf Johann von Küstrin bei Peitz ein Eisenhütten- und Hammerwerk anlegen, das den Raseneisenstein der Umgebung verhüttete. Bis etwa 1856 lief der Hochofen; gegossen wurden Kanonenrohre und -kugeln, Haushaltsgeräte und sogar Glocken. Die heutigen Gebäude stammen überwiegend aus dem 19. Jahrhundert.
Herzstück ist die 1809/1810 errichtete Hochofen- und Gießereihalle mit seltenem geschweiftem Bohlenbinderdach und weitgehend originaler, teils noch funktionsfähiger Ausstattung – sie gilt als älteste erhaltene Gießereianlage Deutschlands. 1973 wurde hier das Hüttenmuseum Peitz eröffnet, das lange Zeit nur als technisches Denkmal zu besichtigen war.
2001 kam die rekonstruierte ehemalige mechanische Werkstatt mit der Ausstellung zum Aufstieg und Niedergang des Hüttenwerks hinzu, 2006 zog in die frühere Formerei die Abteilung Fischereimuseum zur Binnenfischerei und Teichwirtschaft ein. Seit 2013 informiert das Turbinenhaus aus den 1920er Jahren über die Nutzung des Wassers, seit 2015 zeigt ein Kabinett Mineralien und Fossilien. Eine Ausstellung erinnert zudem an die Free-Jazz-Festivals, die in den 1970er Jahren tausende Jugendliche nach Peitz zogen.
Highlights
- Hochofen- und Gießereihalle von 1810 mit Bohlenbinderdach
- Teilweise funktionsfähige Gießereianlage aus dem 19. Jahrhundert
- Fischereimuseum zur Binnenfischerei und Peitzer Teichwirtschaft
- Ausstellung zum Free Jazz in der DDR
- Mineralien- und Fossilienkabinett
- VR-Brille zum historischen Formgießen
Dauerausstellungen
- Hochofenhalle und Gießerei – Die Halle von 1810 bewahrt eine frühindustrielle Gießereianlage mit originaler Ausstattung unter einem geschweiften Bohlenbinderdach.
- Das Hüttenwerk Peitz – Aufstieg und Niedergang eines Industriestandortes – Rund 250 Quadratmeter in der früheren mechanischen Werkstatt zur Geschichte des Peitzer Eisenhüttenwerks.
- Fischereimuseum – In der ehemaligen Formerei geht es um Binnenfischerei in Brandenburg und die Peitzer Teichwirtschaft, unter anderem mit der Sammlung eines Fischmeisters.
- Gegründet
- 1973
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 4,50 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 2,50 €Kinder ab 7 Jahren, Schüler, Auszubildende, Studierende, Schwerbehinderte, sozial bedürftige Personen |
| Kinder & Jugendliche | 2,50 €bis 6 Jahre frei · Ermäßigter Eintritt ab 7 Jahren |
| Menschen mit Behinderung | 2,50 € |
| Studierende & Azubis | 2,50 € |
| Tageskarte mit Festungsturm | 7 €ermäßigt 4 € |
| Führung (Zuschlag pro Person) | 1 € |
| Audioguide (Leihgebühr) | 1 €Deutsch und Polnisch |
| Klemmkuchenbacken (Kinder und Schüler, pro Person) | 1 €nach Voranmeldung |
| Aluminiumschaugießen (Gruppenpreis) | 120 €nach Voranmeldung, mindestens drei Wochen vorher |
Schülerführung 2 € pro Person.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 6 Jahre frei |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kostenlose digitale Schnitzeljagd per Smartphone für Kinder ab 9 Jahren; Führungen für Schulklassen (Klassen 1 bis 13) und Mitmachangebote wie Klemmkuchenbacken nach Anmeldung.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Service & Gastronomie
Gaststätte „TeichGutPeitz“ direkt am Museum.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Audioguide | ja (DE, PL) |
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Audioguide gegen 1 € Leihgebühr; VR-Brille mit 360°-Szene zum Formgießen. Aluminiumschaugießen und Klemmkuchenbacken nach Voranmeldung. Teichlehrpfad (rund 2,3 km) zwischen Peitz und Maust sowie Führungen durch das Teichgebiet buchbar. |





