Die Schau im Rahmen des Jahres der jüdischen Kultur in Sachsen zeigt, wie jüdische Kaufleute und Fabrikanten die Borten- und Quastenherstellung der beiden Städte zu einem Weltexportgeschäft machten.
Über das Museum
Das Museum geht auf das 1887 gegründete „Museum erzgebirgischer Alterthümer“ zurück, das zunächst im Annaberger Rathaus untergebracht war. 1891 zog die Sammlung in das Haus Große Kirchgasse 16 gegenüber der St. Annenkirche, in dem im Lauf der Jahrhunderte Bürgermeister, wohlhabende Händler und Bierbrauer gewohnt hatten.
Schon bald nach der Gründung kamen bedeutende Kunstwerke aus der Kirche in Arnsfeld hinzu, darunter ein Altarbild von Hans Hesse, dem Maler des Annaberger Bergaltars, und spätgotische Heiligenfiguren. Heute reicht die Dauerausstellung von Bergbau, Münzen und Kunst der Reformationszeit über Annaberger Reliefzinn und Keramik bis zu Volks- und Weihnachtskunst. Zu den bekanntesten Stücken gehört die Lenzsche Pyramide, die älteste erhaltene Weihnachtspyramide des Erzgebirges; ein eigener Saal ist der Montanunternehmerin Barbara Uthmann und dem Posamentenhandwerk gewidmet.
1992 stieß man bei Bauarbeiten unter der Altstadt auf ein weit verzweigtes Silberbergwerk aus der Zeit der Stadtgründung um 1500. Es wurde gesichert und im August 1995 als Besucherbergwerk „Im Gößner“ eröffnet; der Zugang liegt im Innenhof des Museums. Seit 2019 gehört das Bergwerk zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. Träger ist die Stadt Annaberg-Buchholz, die das Haus gemeinsam mit dem Frohnauer Hammer und der Manufaktur der Träume als Städtische Museen führt.
Highlights
Silberbergwerk „Im Gößner“ aus der Zeit um 1500, bis 24 Meter unter der Altstadt
Lenzsche Pyramide – älteste erhaltene Weihnachtspyramide des Erzgebirges
Spätgotische Skulpturen und Altarbild von Hans Hesse
Barbara-Uthmann-Saal mit dem Schumann-Epitaph von Antonius Heusler
Mechanisches Kät-Modell von Albert Schlemmbach (1913–1925)
Annaberger Reliefzinn und Mineralien im Gewölbekeller
Dauerausstellungen
Dauerausstellung Erzgebirgsmuseum – Stadt- und Regionalgeschichte mit Bergbau, Numismatik, spätgotischer Kunst, Reliefzinn, Keramik, Volks- und Weihnachtskunst sowie Mineralien im Gewölbekeller.
Silberbergwerk „Im Gößner“ – Geführter Gang durch originale Stollen und Schächte eines Silberbergwerks um 1500 in bis zu 24 Metern Tiefe unter der Innenstadt.
Gegründet
1887
Träger
Große Kreisstadt Annaberg-Buchholz (Städtische Museen)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
3,50 €
Ermäßigt
2 €Kinder ab 6 Jahren, Schüler, Studierende, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende, Schwerbehinderte, Inhaber der Sächsischen Ehrenamtskarte, des Annaberg-Buchholzer Familienpasses oder sächsischer Sozialpässe, ALG-II-Empfänger
Kinder & Jugendliche
2 €bis 5 Jahre frei · Kinder unter 6 Jahren frei; ins Besucherbergwerk dürfen Kinder erst ab 6 Jahren.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermäßigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung
2 €Begleitperson frei · Begleitpersonen von Schwerstbehinderten frei.
Studierende & Azubis
2 €
Gruppen (ab 10 Pers.)
2,50 € p. P.Für angemeldete Gruppen ab 10 Personen: Museum 2,50 € (ermäßigt 1 €), Bergwerk 4 € (ermäßigt 2 €).
Besucherbergwerk „Im Gößner“ (Führung)
5 €Ermäßigt 3 €.
Kombiticket Museum + Besucherbergwerk
7,50 €Ermäßigt 4 €.
Mit FerienTicket Sachsen oder SchülerFerienTicket
3 €
Freier Eintritt:Jeden ersten Donnerstag im Monat freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre (Gruppen mindestens eine Woche vorher schriftlich anmelden).
Mit Gästekarte Erzgebirge, Adam-Ries-Karte, Freie-Presse-Card, Envia-Card, VR-BankCard oder SchülerFerienTicket 0,50 € Ermäßigung. Freier Eintritt u. a. für Mitglieder der Museumsbünde (Sachsen, Deutschland, Tschechien), ICOM-Mitglieder, Gästeführer, Reisebegleiter und Busfahrer. Führungsgebühr 25 €, fremdsprachig 35 €. Das Kombiticket der Städtischen Museen ist 2026 wegen des Umbaus der Manufaktur der Träume nicht erhältlich.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 5 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
In den Ferien Kinderprogramme wie Bergzwerg-Erlebnisführungen im Besucherbergwerk, Forschertouren zu Gesteinen und die Taschenlampenführung „Nachts im Museum“. Das Silberbergwerk darf laut Bergbehörde erst ab 6 Jahren besucht werden; festes Schuhwerk ist Pflicht.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 60 Min.
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Das Bergwerk ist nur mit Bergwerksführer zugänglich; Gruppenführungen durch Museum oder Bergwerk dauern jeweils ca. 1 Stunde; Gruppentermine ab 10 Personen auf Anfrage. Sonderformate wie Stadt- und Museumsführungen, Taschenlampenführung „Nachts im Museum“ und an den Adventsmontagen Traditionsführungen im Bergwerk. Museumspädagogische Angebote für Schulklassen, u. a. kombiniert mit der St. Annenkirche.