
Fränkisches Museum Feuchtwangen
Traditionsreiches Regionalmuseum im Fachwerkhaus der Feuchtwanger Altstadt: fränkische Wohnkultur, Volkskunst und über 700 Fayencen.
Über das Museum
Die Wurzeln des Museums reichen ins Jahr 1902 zurück, als in Feuchtwangen auf Initiative von Dr. Hans Güthlein der Verein für Volkskunst und Volkskunde gegründet wurde. Er wollte die Sachkultur der ländlichen Bevölkerung Frankens sammeln, bewahren und öffentlich zeigen. Schon in den ersten Jahren gelangen bedeutende Erwerbungen wie der spätgotische Annenaltar aus Sachsbach und eine Rokoko-Feuerspritze aus Herrieden; mit angekauften Privatsammlungen entstand der Grundstock der Fayence- und Volkskunstsammlung.
1926 bezog die Sammlung ein spätmittelalterliches Fachwerkhaus in der Altstadt. Bürgerliche Wohnräume vom Barock bis zum Jugendstil, Bauernstuben und eine originale Rauchküche zeigen dort, wie man in Stadt und Land wohnte. Bereits in den 1920er-Jahren lobte die bayerische Denkmalpflege die Feuchtwanger Sammlung; wegen ihrer überregionalen Bedeutung erhielt das Haus später den Namen Fränkisches Museum.
1965 kam ein dreigeschossiger Anbau hinzu, errichtet auf dem Grundstück der 1938 zerstörten Feuchtwanger Synagoge, an die das Museum heute erinnert. Weitere Erweiterungen schufen einen Museumsgarten mit Flachsbrechhaus, Hammerschmiede, Pferdegöpel und Gerätescheune. Nach Generalsanierung, neuem Foyer und neuem Ausstellungsgebäude eröffnete das Museum 2008 in seiner heutigen Form mit über 2.000 Quadratmetern Fläche. Träger ist bis heute der Verein. Zum Museum gehören außerdem die Handwerkerstuben über dem romanischen Kreuzgang und die Mitmach-Werkstatt Sommers Alte Druckerei.
Highlights
- Fayencesammlung mit über 700 Stücken, vor allem aus Ansbach, Schrezheim und Crailsheim
- Spätgotischer Altar aus Sachsbach aus der Werkstatt Michael Wolgemuts
- Barocke Feuerspritze aus Herrieden
- Münzschatz aus der Zeit der Bauernkriege
- Wohnräume vom Barock bis Jugendstil, Bauernstuben und originale Rauchküche
- Museumsgarten mit Hammerschmiede, Flachsbrechhaus und Pferdegöpel
Dauerausstellungen
- Facetten fränkischer Identität – Alltagskultur im evangelisch geprägten Mittelfranken vom 17. bis 19. Jahrhundert: städtische Wohnräume, Bauernstuben, Möbel, Trachten, Fayencen und Liebesgaben.
- Handwerkerstuben – Originale Werkstätten eines Zuckerbäckers, Blaudruckers, Hafners, Zinngießers, Schuhmachers und Webers über dem Kreuzgang des einstigen Benediktinerklosters; nur mit Führung.
- Sommers Alte Druckerei – Mitmach-Werkstatt mit historischen Setz- und Druckmaschinen bis zur Linotype, in der Besucher unter Anleitung selbst drucken können.
- Gegründet
- 1902
- Träger
- Verein für Volkskunst und Volkskunde Feuchtwangen e. V.
- Leitung
- Dr. Uta Karrer
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 4 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 1 €Schulkinder ab 6 Jahren und Studierende |
| Kinder & Jugendliche | 1 €bis 5 Jahre frei · Schulkinder ab 6 Jahren zahlen 1 €. |
| Studierende & Azubis | 1 € |
| Gruppen | –Führung durch Sommers Alte Druckerei 2 € pro Person (10–15 Personen, ca. 45 Minuten); Druckworkshop 60 € pro Gruppe (bis 15 Personen, ca. 120 Minuten). |
| Familien | 6 € |
Die Preise gelten für die Dauerausstellung; wer nur eine Sonderausstellung besucht, zahlt keinen Eintritt.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Eintritt Kinder | bis 5 Jahre frei |
|---|---|
| Familienticket | 6 € |
- Familienführungen & Workshops
- Mitmach- & Anfassstationen
Museumspädagogische Aktionen für Kinder und Schulklassen mit Repliken und Objekten zum Anfassen: Waffelbacken auf dem historischen Herd (6–14 Jahre), Gläser bemalen (6–10 Jahre), Kerzenziehen, Blaufärben in den Handwerkerstuben (8–14 Jahre) und Drucken mit Bleilettern in Sommers Alter Druckerei (6–14 Jahre). Anmeldung unter Tel. 09852 615224.
Anreise & Parken
Das Museum liegt im Herzen der Altstadt; die zugehörigen Handwerkerstuben befinden sich neben der Tourist-Information am Marktplatz.
Route planenService & Gastronomie
Museumsgarten zum Verweilen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja · Dauer ca. 45 Min. |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Gruppenführungen zu verschiedenen Themen, z. B. Überblicksführung, Frauenwelten, Religiöse Welten oder Springerle mit Verkostung (jeweils etwa 45 Minuten); Waffelbacken in der Rauchküche und im Museumsgarten dauert rund zwei Stunden. Die Handwerkerstuben am Marktplatz sind nur mit Führung zugänglich. |





