Vorübergehend geschlossen (voraussichtlich bis 2029). Seit 7. April 2026 wegen Erweiterungsneubau und Sanierung geschlossen; Wiedereröffnung mit modernisierter Dauerausstellung voraussichtlich im Sommer 2029. Konzerte, Vorträge und Kabinettausstellungen finden währenddessen an anderen Orten in Weißenfels statt.
Kabinettausstellung im Foyer des Rathauses mit Archivalien zur Familie Schütz, darunter der Kaufvertrag für das Wohnhaus von 1651, Kirchenbücher und frühe Notendrucke.
Über das Museum
Das Renaissancehaus in der Weißenfelser Altstadt entstand um die Mitte des 16. Jahrhunderts. 1651 erwarb der Komponist Heinrich Schütz das Gebäude und lebte hier bis etwa 1670/71, bevor er nach Dresden zurückkehrte; in diesen letzten Jahren entstanden wichtige Spätwerke. Es ist das einzige erhaltene Wohnhaus des Musikers.
Eine erste kleine Gedenkausstellung richtete der Stadtarchivar Adolf Schmiedecke 1956 ein. Zum 400. Geburtstag des Komponisten Mitte der 1980er-Jahre wurde das Haus aufwendig wiederhergestellt und als Musikgedenkstätte eröffnet, 1994 folgte eine neu konzipierte Dauerausstellung. Der Bund würdigte das Haus 2006 als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung; nach einer umfassenden Restaurierung öffnete es 2012 mit einer interaktiven Ausstellung auf drei Etagen wieder.
Im Mittelpunkt stehen Leben und Spätwerk von Schütz sowie die Musikgeschichte von Weißenfels. Zu sehen ist unter anderem die rekonstruierte Komponierstube mit im Haus gefundenen Notenfragmenten. Seit April 2026 ist das Haus für einen Erweiterungs- und Sanierungsbau (rund 5,9 Mio. Euro) mit barrierefreiem Zugang, Aufzug und Sonderausstellungsraum geschlossen; die Wiedereröffnung mit neuer Dauerausstellung ist für 2029 geplant. Bis dahin finden Konzerte, Vorträge und Kabinettausstellungen an anderen Orten der Stadt statt.
Highlights
Einziges erhaltenes Wohnhaus von Heinrich Schütz (1651 erworben)
Rekonstruierte Komponierstube mit im Haus entdeckten Notenfragmenten
Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert in der Altstadt
Konzertreihen und Musikfeste rund um die Musik des 17. Jahrhunderts
Träger
Stadt Weißenfels
Leitung
Dr. Maik Richter
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
6 €
Ermäßigt
4 €Schüler, Studierende, Auszubildende, Leistungsempfänger, Menschen mit Behinderung
Kinder & Jugendliche
–Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres frei
Menschen mit Behinderung
4 €
Studierende & Azubis
4 €
Gruppen
–Führung (90 Min., max. 20 Personen) 90 €
Preise vor der Schließung (Stand 2026); nach der Wiedereröffnung 2029 sind Änderungen möglich. Konzerte mit eigenen Eintrittspreisen.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription: keine Angabe
Der Altbau war bislang nur eingeschränkt zugänglich; der Erweiterungsbau bringt einen barrierefreien Zugang mit Aufzug. Mit der Wiedereröffnung sollen Rollstuhlgerechtigkeit, Aufzug, barrierefreies WC, Assistenzhunde und Angebote in Leichter Sprache gegeben sein (Angaben des Hauses). Führungen in Gebärdensprache sind nur nach vorheriger, rechtzeitiger Anmeldung möglich.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Familienführungen & Workshops
Mitmach- & Anfassstationen
Kinderpfad „Kleiner Heinrich“ mit interaktiven Stationen als Teil der Dauerausstellung (nach der Wiedereröffnung neu gestaltet). Vermittlungsangebote für Familien, Kitas, Schulklassen und Horte, z. B. Klanggeschichten (5–10 Jahre) und höfische Tänze. Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres haben freien Eintritt, bei Programmen fällt eine Materialpauschale an.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Bahnhof Weißenfels (Regionalzüge aus Leipzig, Halle, Erfurt und Jena), ca. 10 Minuten Fußweg.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Öffentliches Parkhaus Georgenberg sowie Parkplätze am Markt und in der Leipziger Straße; Parkplatz und Haltestelle für Reisebusse.