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Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig
Foto: Claus Cordes · Copyrighted free use · Wikimedia Commons

Herzog Anton Ulrich-Museum

Eines der ältesten Museen Europas (1754): Alte Meister wie Vermeer und Rembrandt, Kunstkammer, Burglöwe und Kunsthandwerk aus 3.000 Jahren.

ÖffnungszeitenEintritt ab 9 € Rollstuhlgerecht Café

Aktuelle Ausstellungen

4. Dezember 2026 – 4. April 2027

Creepy Crawlies. Das unheimliche Krabbeln in Kunst und Natur

Gemeinsam mit dem Staatlichen Naturhistorischen Museum und der HBK Braunschweig stellt das Museum Naturstudien und Kuriositäten von 1500 bis 1900 neben Tierpräparate, Aquarelle von Astrid Köppe und neue Druckgrafik von Studierenden.

Über das Museum

Herzog Carl I. von Braunschweig-Lüneburg machte 1754 das „Herzogliche Kunst- und Naturalienkabinett“ der Öffentlichkeit zugänglich und schuf damit eines der ersten öffentlichen Museen Europas. Benannt ist das Haus nach Carls Vorgänger Herzog Anton Ulrich, einem leidenschaftlichen Sammler, auf den der Kern der barocken Bestände zurückgeht; seine Gemäldegalerie war im Lustschloss Salzdahlum untergebracht.

Nach der Besetzung durch napoleonische Truppen 1806 wurden viele Hauptwerke nach Paris gebracht und kehrten erst nach den Befreiungskriegen zurück. Im 19. Jahrhundert wurden die naturkundlichen Bestände abgetrennt; aus ihnen ging das heutige Staatliche Naturhistorische Museum hervor. 1887 bezogen die Kunstsammlungen den von Oskar Sommer im Stil der italienischen Renaissance entworfenen Museumsbau an der Museumstraße. Seit 1927 trägt das Museum seinen heutigen Namen, nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm das Land Niedersachsen die Trägerschaft.

Ab 2008 entstand im Museumpark ein Erweiterungsbau für Kupferstichkabinett, Bibliothek, Werkstätten und Verwaltung, danach wurde der Altbau entkernt und grundlegend saniert. Seit der Wiedereröffnung am 23. Oktober 2016 zeigt das Haus rund 4.000 Werke aus drei Jahrtausenden auf etwa 4.000 Quadratmetern, darunter Gemälde von Rembrandt, Rubens, Vermeer und Giorgione, Skulpturen, Porzellan, Majolika und ostasiatische Kunst; die gesamte Sammlung umfasst rund 190.000 Objekte.

Die mittelalterliche Sammlung war lange in der Burg Dankwarderode ausgestellt. Weil das Gebäude erhebliche bauliche Mängel aufweist, ist es geschlossen, und die Spitzenstücke wie der Burglöwe sind ins Haupthaus umgezogen. Land und Stadt streben an, die Burg bis zum 1000-jährigen Stadtjubiläum 2031 wieder nutzbar zu machen. Das Museum gehört zum Verbund der 3Landesmuseen Braunschweig.

Highlights

  • Johannes Vermeers „Mädchen mit dem Weinglas“
  • Rembrandts „Familienbild“ und Giorgiones „Selbstbildnis als David“
  • Braunschweiger Burglöwe und Kaisermantel Ottos IV. aus der Mittelaltersammlung
  • Kunstkammer mit einem Pokal aus Narwalzahn („Einhorn“)
  • Silbermöbel der Welfen aus Augsburger Werkstätten (1725–1730)
  • Kupferstichkabinett mit Arbeiten auf Papier von Dürer bis Picasso (nach Vereinbarung)

Dauerausstellungen

  • Gemäldegalerie – Im ersten Obergeschoss hängen rund 320 Gemälde in thematisch gestalteten Räumen, von der venezianischen Malerei über Rubens und Rembrandt bis zu Vermeer; jedes Bild ist einzeln erläutert.
  • Angewandte Kunst und Skulpturen – Etwa 3.000 Objekte von der Antike bis ins 18. Jahrhundert in farbig gestalteten Räumen des zweiten Obergeschosses, darunter Fürstenberger Porzellan, Majolika, Limoges-Emails, ostasiatische Kunst und eine Kunstkammer.
  • Rendezvous mit dem Löwen. Spitzenstücke aus der Burg Dankwarderode zu Gast – Solange die Burg Dankwarderode geschlossen ist, zeigt das Erdgeschoss die Hauptwerke der Mittelaltersammlung in acht Themenbereichen, darunter Burglöwe, Runenkästchen, Blasius-Armreliquiar und Kaisermantel Ottos IV.
Gegründet
1754
Träger
3Landesmuseen Braunschweig (Land Niedersachsen)
Leitung
Dr. Thomas Richter (Leitender Museumsdirektor)

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Erwachsene9 €
Ermäßigt7 €Schüler, Studierende, Auszubildende, Arbeitslose, Bundesfreiwilligendienstleistende, Schwerbehinderte ab GdB 50, Gruppen ab 10 Personen sowie Inhaber von Braunschweig-Pass, Ehrenamtskarte Niedersachsen, artCard und MuseumsCard Braunschweig (ab dem 2. Besuch)
Kinder & Jugendliche2 €bis 5 Jahre frei · Kinder unter 6 Jahren frei, Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren 2 €.
Seniorinnen & Senioren–Keine Seniorenermäßigung ausgewiesen.
Menschen mit Behinderung7 €Begleitperson frei · Ermäßigung ab einem GdB von 50; eine Begleitperson von darauf angewiesenen Schwerbehinderten hat freien Eintritt.
Studierende & Azubis7 €Ermäßigter Eintritt für Schüler, Studierende und Auszubildende; Studierende der HBK Braunschweig frei.
Gruppen (ab 10 Pers.)7 € p. P.Gruppen ab 10 Personen zahlen den ermäßigten Eintritt. Themenführungen für Gruppen bis 20 Personen: 60 Min. 50 €, 90 Min. 75 € zuzüglich ermäßigtem Eintritt, Anmeldung mindestens 14 Tage vorher. Lerngruppen und ihre Begleitpersonen haben freien Eintritt.
Familien18 €Familienkarte II für 2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder; Familienkarte I (1 Erwachsener und bis zu 3 Kinder) 11 €.

Jahreskarte 30 €, Familienjahreskarte 60 € (1 Erwachsener) bzw. 75 € (2 Erwachsene), jeweils mit bis zu 3 Kindern; Jahreskarte für alle 3Landesmuseen Braunschweig 60 €. Kombiticket mit dem Staatstheater Braunschweig: Mit einem Theaterticket vom selben Tag oder Vortag gilt der ermäßigte Museumseintritt (umgekehrt 15 % Rabatt auf Theaterkarten). Freier Eintritt u. a. für Mitglieder des Freundeskreises, von ICOM, Deutschem Museumsbund und Museumsverband Niedersachsen und Bremen sowie mit der MuseumsCard Braunschweig beim ersten Besuch; ausgenommen sind Sonderveranstaltungen wie die Museumsnacht. Kein Online-Ticketshop auf der Website.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht
  • Aufzug
  • Barrierefreies WC: keine Angabe
  • Behindertenparkplatz: nicht vorhanden
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Laut Museum ist das Haupthaus barrierefrei; alle Ausstellungsräume sind per Lift erreichbar. Die (derzeit geschlossene) Burg Dankwarderode ist nicht barrierefrei. Assistenzhunde sind gegen Vorlage eines Ausweises an der Information erlaubt. Eigene Parkplätze gibt es nicht. Inklusive Erzählprojekte (TimeSlips) vor Gemälden für Menschen mit Demenz und mit Lerneinschränkungen.

Kinder & Familie

Gut für Kinder & Familien geeignet

Eintritt Kinderbis 5 Jahre frei
Familienticket18 € · Familienkarte II für 2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder; Familienkarte I (1 Erwachsener und bis zu 3 Kinder) 11 €.
  • Familienführungen & Workshops
  • Wickelmöglichkeit
  • Kindergeburtstage

Kindergeburtstage mit wechselnden Themen (je nach Thema ab 5, 7 oder 8 Jahren, 90–120 Min.), Kinderclub „HAUMi-Club“ und „Baby-Barock“, eine 45-minütige Führung für Eltern mit Babys (Tragetuch empfohlen). Kinderwagen können im Museum abgestellt werden, ein Wickelplatz ist vorhanden. Weitere Familientermine im Quartalsprogramm.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Museumstraße

Tram 4 und 5 sowie Bus 412 und 413 bis „Museumstraße“; Bus 230, 411, 413, 416, 422 und 423 bis „Staatstheater“; Tram 1, 2, 3, 4 und 10 bis „Rathaus“ (einige Gehminuten).

Mit dem Auto

Parkplatz vorhanden

Keine museumseigenen Parkplätze; nahe Parkhäuser Magni (Mo–Sa), Wilhelmstraße (täglich) und Schloss-Arkaden (auch sonntags).

  • Behindertenparkplatz: nicht vorhanden
Route planen

Service & Gastronomie

  • Café
  • Restaurant: nicht vorhanden
  • Museumsshop
  • Schließfächer
  • WLAN

Café + Bistro Anton's mit Terrasse zum Museumpark (Frühstück, Mittagstisch, Kuchen; Di–Fr 9–18, Sa/So 10–18 Uhr). Museumsshop. Jacken und Taschen sind in den Ausstellungsräumen nicht erlaubt; Garderobenschränke im Erdgeschoss (2-€-Münze). Kostenloses WLAN (Telekom_free, drei Stunden).

Veranstaltungen & Vermietung

    Auf der Website ist kein Vermietungsangebot ausgewiesen. Seit der Sanierung verfügt das Haus laut Museum über einen rund 250 m² großen Veranstaltungsraum.

    Besuch planen

    Führungenja · Dauer ca. 60 Min.
    Audioguideja (DE, EN)
    Angebote für Schulenja
    FotografierenIn den Dauerausstellungen grundsätzlich erlaubt, jedoch ohne Blitz, Stativ oder Selfie-Stick, mit mindestens 1,5 m Abstand zu den Kunstwerken und nur mit der vorhandenen Beleuchtung.

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