Libeskind-Bau in Kreuzberg mit großer Dauerausstellung zu jüdischer Geschichte und Gegenwart in Deutschland und der Kinderwelt ANOHA – Dauerausstellung frei.
Zum 25. Jubiläum dokumentieren Zeichnungen und Modelle, wie Libeskinds Entwurf um 1989 entstand und die Debatte über Erinnerungskultur prägte. Eintritt frei.
Jubiläumsausstellung, in der zwölf Künstlerinnen und Künstler – darunter Yael Bartana, William Forsythe und Alexander Kluge – nach Wegen zu einer besseren Gegenwart suchen.
Angekündigte Ausstellung zur Geschichte des Schlagers von den 1920er- bis in die 1980er-Jahre aus jüdischer Perspektive, erzählt entlang der Karrieren jüdischer Künstlerinnen und Künstler.
Über das Museum
Pläne für ein jüdisches Museum entstanden in West-Berlin schon vor dem Mauerfall; zunächst war eine jüdische Abteilung des stadtgeschichtlichen Berlin Museums vorgesehen. 1989 gewann der Architekt Daniel Libeskind den Wettbewerb für dessen Erweiterungsbau. Gründungsdirektor W. Michael Blumenthal setzte die Eigenständigkeit des Hauses durch: 2001 wurde das Museum eine Stiftung des Bundes und nutzt seither das gesamte Ensemble aus barockem Altbau und Libeskind-Bau in der Lindenstraße.
Im September 2001 öffnete das Museum mit seiner ersten Dauerausstellung. Der zickzackförmige Neubau mit schrägen Achsen, leeren Räumen (Voids), dem Holocaust-Turm und dem Garten des Exils wurde rasch zu einem Wahrzeichen Berlins und zog jährlich rund 700.000 Menschen an. 2007 kam der gläserne Hof nach einem Entwurf Libeskinds hinzu, 2012 die Akademie auf der gegenüberliegenden Straßenseite, die heute den Namen W. Michael Blumenthals trägt.
Nach mehrjähriger Neukonzeption eröffnete im August 2020 die heutige Dauerausstellung, die jüdische Geschichte und Kultur in Deutschland vom Mittelalter bis in die Gegenwart zeigt. 2021 folgte die Kinderwelt ANOHA mit einer begehbaren hölzernen Arche. Seit April 2020 leitet Hetty Berg das Museum, das 2026 sein 25-jähriges Bestehen feiert.
Zur Sammlung gehören Kunstwerke, Ritualgegenstände und Alltagsobjekte sowie ein umfangreiches Archiv mit Dokumenten zu Leben und Schicksal jüdischer Familien aus Deutschland.
Highlights
Libeskind-Bau mit Achsen, Voids, Holocaust-Turm und Garten des Exils
Dauerausstellung „Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland“ auf rund 3.500 m²
Installation „Schalechet – Gefallenes Laub“ von Menashe Kadishman
Kinderwelt ANOHA mit hölzerner Arche und rund 150 Spieltieren
Glashof nach Libeskinds Entwurf einer Laubhütte (Sukka)
Dauerausstellungen
Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland – Die interaktive Dauerausstellung im Libeskind-Bau verbindet einen historischen Rundgang vom Mittelalter bis heute mit Themenräumen zu Religion, Kunst und Musik.
ANOHA – Die Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin – Seit Juni 2021 geöffnetes Kindermuseum für 3- bis 10-Jährige rund um eine riesige hölzerne Arche Noah mit rund 150 Spieltieren.
Gegründet
2001
Träger
Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Leitung
Hetty Berg
Besucher pro Jahr
ca. 729 559 (2023)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Dauerausstellung und ANOHA für alle frei; Wechselausstellungen für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermäßigung für Wechselausstellungen.
Menschen mit Behinderung
–Begleitperson frei · Dauerausstellung frei; Wechselausstellungen im Altbau ermäßigt für Schwerbehinderte ab GdB 50 (laut Preisliste 4 €, auf der Barrierefreiheitsseite 3 € angegeben). Begleitperson mit Merkzeichen B frei.
Studierende & Azubis
–Dauerausstellung frei; Wechselausstellungen im Altbau ermäßigt 4 € für Schüler, Studierende, Bundesfreiwilligendienstleistende und Arbeitslose (ALG I).
Gruppen
–Eintritt in die Dauerausstellung auch für Gruppen frei; Gruppenanmeldung ist obligatorisch. Führungen für max. 15 Personen (60/90 Min.): Dauerausstellung 100/150 €, Wechselausstellung 80/120 € zzgl. Eintritt; ermäßigt 50/60 € bzw. 45/50 €, Schulgruppen 35/45 €. Externe Guides zahlen 120 € Lizenzbetrag pro Gruppe. Buchung über visit@jmberlin.de.
Familien
–Kein Familienticket nötig: Dauerausstellung und ANOHA sind frei, Kinder unter 18 zahlen auch in Wechselausstellungen nichts.
Dauerausstellung, Präsentationen im Libeskind-Bau und ANOHA sind kostenfrei; ein Zeitfenster-Ticket (online oder an der Kasse) ist trotzdem nötig. Wechselausstellungen im Altbau kosten 10 €, ermäßigt 4 €. Für Online-Buchungen von ANOHA fällt eine Buchungsgebühr von 3 € pro Warenkorb an (an der Kasse kostenlos). Öffentliche Themenführungen 6 €, ermäßigt 3 €. Museumspass Berlin gilt für Wechselausstellungen; ermäßigter Eintritt mit Ticket der Berlinischen Galerie (und umgekehrt).
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache
Audiodeskription
Gesamter Ausstellungsbereich rollstuhlgerecht über Rampen und Aufzüge (mit Profilschrift); Haupteingang über einen stufenlosen Weg mit ca. 9 % Steigung. Außenbereich teils historisch gepflastert – Gruppeneingang und Museumsgarten nicht barrierefrei. Leihrollstühle im Foyer (Reservierung empfohlen). Zwei barrierefreie WCs, zwei Behindertenparkplätze nahe dem Eingang. Induktionsschleifen in zwei Räumen der Dauerausstellung. Zwölf Tastpläne, Tastmodelle und Hörstationen; die JMB App bietet Audiolegenden zu den Tastplänen, Einführungen in DGS und Leichter Sprache. Führungen in DGS, Einfacher Sprache sowie Klang- und Tastführungen für blinde Menschen. Rückzugsraum für neurodiverse Menschen. Kein taktiles Bodenleitsystem.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienführungen & Workshops
Mitmach- & Anfassstationen
Kinderwagenfreundlich
Wickelmöglichkeit
Spielplatz / Spielecke
Die Dauerausstellung ist laut Museum auch für Kinder und Jugendliche geeignet und hat interaktive Stationen. Eigene Kinderwelt ANOHA für 3- bis 10-Jährige mit großer Holzarche und rund 150 Tierfiguren (Eingang Enckestraße, eintrittsfrei, Zeitfenster buchen). Familienworkshops (ab 7 Jahren) und buchbare Führung für 6- bis 10-Jährige. Kinderwagen in allen Ausstellungsräumen erlaubt, Fahrradanhänger nicht; Wickelmöglichkeiten im Altbau und im Untergeschoss des Libeskind-Baus.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Jüdisches Museum
U1, U3, U6 bis Hallesches Tor (ca. 500 m); U6 bis Kochstraße/Checkpoint Charlie (ca. 600 m); Bus 248 bis Jüdisches Museum, M29 bis Lindenstraße/Oranienstraße, M41 bis Zossener Brücke.
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Kein Museumsparkplatz; direkt vor dem Museum darf weder geparkt noch gehalten werden. Begrenzt Parkmöglichkeiten in den umliegenden Straßen. Rund sechs Busparkplätze auf der gegenüberliegenden Seite der Lindenstraße (nicht reservierbar).
Café „Shalom’chen Berlin“ mit vegetarischer und veganer israelischer Küche (Di–So 10–17 Uhr, warme Küche 12–16 Uhr, nur Kartenzahlung); Café, Shop, Glashof und Garten auch ohne Ticket zugänglich. JMB Shop im Foyer des Altbaus (Di–So 10–18 Uhr). Keine Garderobe, aber Schließfächer (50 Cent/1 € Pfand), in die auch Handgepäckkoffer passen. Kostenloses WLAN (Telekom, bis 3 Std.). Mitgebrachtes Essen im Glashof und Garten erlaubt.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Firmenveranstaltungen
Bis zu 500 Personen.
Glashof (657 m²) für bis zu 320 Personen in Bankettbestuhlung bzw. 500 im Stehempfang – aus Klimaschutzgründen vom 15. Juni bis 31. August nicht vermietbar. Großer Saal im Altbau für Konferenzen bis 200 Personen, Auditorium bis 80 Personen, Museumsgarten für Empfänge. Kontakt: events@jmberlin.de.
Fotografieren und Filmen für private Zwecke erlaubt, ohne Stativ, Blitz und Selfie-Stick; professionelle Aufnahmen nur nach Absprache mit der Pressestelle.