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Gedenkstätte Plötzensee in Berlin
Foto: A.Savin · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Gedenkstätte Plötzensee

Gedenkort in der ehemaligen Hinrichtungsstätte des Strafgefängnisses Plötzensee, wo 1933–1945 über 2.800 Menschen von der NS-Justiz ermordet wurden.

ÖffnungszeitenEintritt frei Rollstuhlgerecht

Über das Museum

Das Strafgefängnis Plötzensee wurde 1879 für rund 1.200 Häftlinge eröffnet. Nach 1933 entwickelte es sich zu einer der zentralen Hinrichtungsstätten der nationalsozialistischen Justiz. Zunächst wurde im Gefängnishof mit dem Handbeil hingerichtet; ab 1937 diente ein umgebauter Arbeitsschuppen am Rand des Geländes mit einem Fallbeil als Richtstätte. Mit Kriegsbeginn stieg die Zahl der Todesurteile sprunghaft an, vor allem durch den Volksgerichtshof und Sondergerichte.

Ende 1942 wurde im Hinrichtungsraum zusätzlich ein Galgen installiert. Hier starben unter anderem Mitglieder der Widerstandsgruppe Rote Kapelle, Hunderte Menschen in den sogenannten Blutnächten nach einem Luftangriff im September 1943 sowie viele Beteiligte am Umsturzversuch vom 20. Juli 1944. Insgesamt wurden bis 1945 mehr als 2.800 Menschen aus rund 20 Nationen ermordet, fast die Hälfte von ihnen stammte nicht aus Deutschland.

Nach dem Krieg beschloss der Berliner Senat, an diesem Ort ein Mahnmal zu errichten. Nach Wettbewerben und mehreren Entwürfen wurde die Gedenkstätte 1952 eingeweiht: Ein Teil des Hinrichtungsschuppens wurde abgetragen und durch eine Bruchsteinmauer ersetzt, der erhaltene Raum mit dem Eisenträger blieb als stiller Gedenkraum bestehen. Das Gefängnis selbst wird bis heute als Justizvollzugsanstalt genutzt.

Die Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand betreut den Ort, zeigt in einem Nebenraum eine Dokumentation über die NS-Unrechtsjustiz und die Ermordeten und bietet kostenlose Führungen und Seminare an.

Highlights

  • Erhaltener Hinrichtungsraum mit dem Eisenträger, an dem 1942–1945 Menschen erhängt wurden
  • Stiller Gedenkort für alle in Plötzensee Hingerichteten, unabhängig von ihrer Herkunft
  • Dokumentation zur NS-Unrechtsjustiz mit Originalakten des Volksgerichtshofs
  • Terminal mit Lebensdaten aller in Plötzensee Ermordeten

Dauerausstellungen

  • Hinrichtungen im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee – Die Dokumentation im Nebenraum der Hinrichtungsstätte erläutert die NS-Unrechtsjustiz und stellt Biografien der hier Ermordeten vor.
Gegründet
1952
Träger
Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand (im Auftrag des Landes Berlin)

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Der Eintritt ist frei.

Kinder & Jugendliche–Bildungsangebote für Jugendliche ab 14 Jahren bzw. ab Klasse 9
Seniorinnen & Senioren–Eintritt frei
Menschen mit Behinderung–Eintritt frei
Studierende & Azubis–Eintritt frei
Gruppen–Eintritt, Führungen und Seminare für Gruppen kostenlos
Familien–Eintritt frei

Eintritt und alle Bildungsangebote kostenfrei.

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgerecht
  • Aufzug: keine Angabe
  • Barrierefreies WC
  • Behindertenparkplatz: keine Angabe
  • Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
  • Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
  • Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
  • Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
  • Audiodeskription: keine Angabe

Zugang über eine Rampe, barrierefreie Toilette vorhanden (Angaben laut berlin.de).

Kinder & Familie

Nur bedingt für Kinder geeignet

  • Familienführungen & Workshops: nicht vorhanden

Gedenkort für die hier hingerichteten Gegner*innen des NS-Regimes; keine eigenen Familienangebote. Die Bildungsangebote richten sich an Jugendliche ab 14 Jahren bzw. ab Klasse 9.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Gedenkstätte Plötzensee · 3 Min. zu Fuß

Bus 123 bis Gedenkstätte Plötzensee (ca. 3 Min. Fußweg); U9 Turmstraße oder S41/S42 Beusselstraße, jeweils weiter mit Bus 123

Route planen

Service & Gastronomie

  • Café: nicht vorhanden
  • Restaurant: nicht vorhanden

Kleiner Gedenkort ohne Gastronomie. Kataloge und Broschüren über die Gedenkstätte Deutscher Widerstand erhältlich.

Veranstaltungen & Vermietung

Das Museum vermietet nach unseren Informationen keine Räume für externe Veranstaltungen.

Besuch planen

Führungenja · Dauer ca. 75 Min.
Angebote für Schulenja
HinweiseKostenlose Gruppenführungen (ca. 75 Min., 10–50 Personen, Deutsch, Englisch, Französisch) und Seminar „Erkundung auf dem Pfad der Erinnerung“ (ca. 2,5 Std.) für Gruppen ab 14 Jahren; Anmeldung 6–8 Wochen vorher online oder unter bildungploetzensee@gdw-berlin.de, Tel. +49 30 26995027. Kombiangebot mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand im Bendlerblock möglich.

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