
Kramer-Witwen-Wohnung
Museumswohnung in den Krameramtsstuben von 1676 am Michel: eine Witwenwohnung, eingerichtet mit Hausrat des 19. Jahrhunderts.
Über das Museum
Das Krameramt, der 1375 gegründete Zusammenschluss Hamburger Kleinhändler für Gewürze, Stoffe und Eisenwaren, ließ 1676 unterhalb der Hauptkirche St. Michaelis zwei Zeilen kleiner Fachwerkreihenhäuser errichten. Die Freiwohnungen dienten als Altersversorgung für Witwen verstorbener Amtsbrüder und machten zugleich deren Läden für neue Krämer frei. Durch ausgebaute Dachgeschosse bot die Anlage Platz für bis zu 20 Frauen.
Nach Auflösung der Zünfte 1866 brachte die Stadt weiterhin ältere Frauen in den Häusern unter. Ende der 1960er-Jahre zogen die letzten Bewohnerinnen aus; bis 1974 wurde die Anlage unter Aufsicht des Denkmalschutzamts saniert, seither beherbergen die Häuser kleine Läden und Gastronomie.
Eine Wohnung übernahm 1974 das Museum für Hamburgische Geschichte und richtete sie mit Möbeln aus Hamburger Krämerhaushalten der Mitte des 19. Jahrhunderts ein. Auf zwei Etagen mit winziger Küche, kleinem Wohnzimmer und „guter Stube“ samt Bettnische lässt sich das beengte, aber bürgerliche Wohnen jener Zeit nachvollziehen. Die Außenstelle gehört heute zur Stiftung Historische Museen Hamburg.
Highlights
- Eine der letzten erhaltenen Hamburger Wohnhofanlagen des 17. Jahrhunderts
- Originaler Grundriss mit Küche, Wohnzimmer und „guter Stube“ auf zwei Etagen
- Alkoven-Bettnische in der guten Stube
- Wandgestaltung in historischer Schablonenmalerei
- Spiralförmige Schornsteine der Häuserzeile am Krayenkamp
Dauerausstellungen
- Kramer-Witwen-Wohnung – Eine der Witwenwohnungen von 1676 ist mit Mobiliar Hamburger Krämerhaushalte aus der Mitte des 19. Jahrhunderts eingerichtet und zeigt die Wohnverhältnisse der städtischen Mittelschicht.
- Gegründet
- 1974
- Träger
- Stiftung Historische Museen Hamburg (Museum für Hamburgische Geschichte)
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 4 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 2,50 €Schüler:innen und Berufsschüler:innen ab 18 Jahren, Studierende, Auszubildende, Arbeitslose, Sozialhilfe-Beziehende, FSJ, Schwerbehinderte, Inhaber:innen der Hamburg Card, Gruppen ab 10 Personen |
| Kinder & Jugendliche | freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei |
| Seniorinnen & Senioren | –Keine Seniorenermäßigung ausgewiesen |
| Menschen mit Behinderung | 2,50 €Begleitperson frei · Ermäßigung ab GdB 50 |
| Studierende & Azubis | 2,50 € |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 2,50 € p. P.Ermäßigter Preis für Gruppen ab 10 Personen |
| Familien | –Kein Familienticket; unter 18 Jahren frei |
Freier Eintritt u. a. für Pressevertreter:innen, Mitglieder des Deutschen Museumsbunds, ICOM, BVGD, der SHMH-Freundeskreise, des Vereins für Hamburgische Geschichte, des BBK und des Deutschen Verbands für Kunstgeschichte.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht: nicht vorhanden
- Aufzug: nicht vorhanden
- Barrierefreies WC: nicht vorhanden
- Behindertenparkplatz: nicht vorhanden
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: nicht vorhanden
- Audiodeskription: keine Angabe
Geprüft nach „Reisen für Alle“ (Kennzeichnung „Information zur Barrierefreiheit“, Bericht 2022): 25 m langer Zugang über einen Hofgang mit bis zu 10,5 % Steigung, eine Stufe am Eingang, sehr steile Treppen mit kurzen Stufen und einseitigem Handlauf zu den Obergeschossen, Durchgänge teils nur 45 cm breit, kein öffentliches WC, keine schriftlichen Informationen zu den Exponaten.
Kinder & Familie
| Eintritt Kinder | bis 17 Jahre frei |
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- Kinderwagenfreundlich: nicht vorhanden
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Michaeliskirche
Bus 17 bis Michaeliskirche
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Parkplätze direkt vor dem Museum; kein gesonderter Behindertenparkplatz.
- Behindertenparkplatz: nicht vorhanden
Service & Gastronomie
In der Häuserzeile befindet sich das Restaurant „Krameramtsstuben“ (nicht Teil des Museums).
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Hinweise | Kleine Außenstelle des Museums für Hamburgische Geschichte; der Zugang erfolgt durch ein Holztor in den Gang zwischen den Häuserzeilen. |
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