Ältestes Museum für Kunst auf Papier im deutschsprachigen Raum: Zeichnungen, Druckgrafik und Fotografie in wechselnden Schauen im Dresdner Residenzschloss.
ÖffnungszeitenEintritt ab 6 € Rollstuhlgerecht Restaurant
Im Studiolo des Renaissanceflügels werden 25 italienische Zeichnungen gezeigt, die dank neuer Forschung erstmals Künstlern wie Parmigianino oder Nosadella zugeschrieben werden konnten.
Über 100 Zeichnungen von Joseph Beuys aus den Jahren 1945 bis 1985 aus der Sammlung Aeneas Bastian zeigen das Zeichnen als Denkform des Künstlers – von Landschaften bis zu Arbeiten mit Fett und ungewöhnlichen Materialien.
Ausstellung mit zeitgenössischen Arbeiten auf Papier im Josef-Hegenbarth-Archiv in Dresden-Loschwitz.
Über das Museum
Zeichnungen und Druckgrafiken sammelten die sächsischen Kurfürsten schon im 16. Jahrhundert, zunächst als Teil ihrer Kunstkammer. 1720 machte August der Starke daraus eine eigenständige Einrichtung – das Kupferstich-Kabinett gilt deshalb als ältestes Spezialmuseum für Kunst auf Papier im deutschsprachigen Raum. Aus einer höfischen Bildersammlung entwickelte sich im Lauf der Zeit ein international bedeutendes Museum für Zeichnung, Druckgrafik und Fotografie; bereits 1899 richtete es als eines der ersten Museen im deutschsprachigen Raum eine Abteilung für künstlerische Fotografie ein.
Die NS-Zeit brachte schwere Einschnitte: Bei der Aktion „Entartete Kunst“ verlor das Haus 381 Werke, vor allem expressionistische Blätter etwa von Ernst Ludwig Kirchner. Nach Kriegsende transportierte die Rote Armee den Großteil der Bestände in die Sowjetunion; die meisten Blätter kehrten bis 1958 zurück, rund 50.000 gelten bis heute als kriegsbedingt vermisst.
Seit 2004 hat das Kupferstich-Kabinett seinen Sitz im wiederaufgebauten Residenzschloss, wo Depot, Studiensaal und Ausstellungsräume untergebracht sind; zuvor war es unter anderem im Semperbau am Zwinger beheimatet. Die Sammlung umfasst mehr als eine halbe Million Werke vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart, darunter Arbeiten von Dürer, Cranach, Rembrandt, Caspar David Friedrich und Käthe Kollwitz. Weil Papier lichtempfindlich ist, werden die Werke in wechselnden Sonderausstellungen gezeigt; im Studiensaal lassen sich Originale kostenfrei betrachten. Zum Museum gehört außerdem das Josef-Hegenbarth-Archiv in Dresden-Loschwitz.
Highlights
Mehr als eine halbe Million Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotografien
Werke von Albrecht Dürer, Lucas Cranach, Rembrandt und Caspar David Friedrich
Eine der frühesten musealen Fotografiesammlungen (seit 1899)
Kostenfreier Studiensaal zur Betrachtung von Originalen
Josef-Hegenbarth-Archiv mit Wohn- und Atelierräumen des Künstlers
Gegründet
1720
Träger
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Leitung
Dr. Stephanie Buck
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
6 €
Ermäßigt
4,50 €Studierende und Auszubildende ab 20 Jahren, Freiwilligendienstleistende, Menschen mit einem GdB ab 50, Empfänger von Sozialleistungen, Inhaber der SparkassenCard u. a.
Kinder & Jugendliche
2 €Kinder bis zum Schuleintritt frei; Schülerinnen und Schüler unter 20 Jahren zahlen 2 €.
Seniorinnen & Senioren
–Keine Seniorenermäßigung auf Einzeltickets; mit Rentenausweis ermäßigte SKD-Jahreskarte (70 €).
Menschen mit Behinderung
4,50 €Begleitperson frei · Ermäßigung ab GdB 50; Begleitperson mit Merkzeichen B frei.
Studierende & Azubis
4,50 €Ermäßigter Preis ab 20 Jahren; Studierende bestimmter Kunsthochschulen (u. a. HfBK Dresden) haben freien Eintritt.
Gruppen (ab 10 Pers.)
5,50 € p. P.Gruppenpreis ab 10 Personen.
Familien
–Kein Familienticket; Inhaber des Familienpasses Sachsen (mind. ein Elternteil mit eingetragenem Kind) haben freien Eintritt.
Hausticket Residenzschloss (alle Ausstellungen im Schloss inkl. Sonderausstellungen, außer Historisches Grünes Gewölbe)
18 €Erm. 13,50 €, Schüler unter 20 Jahren 2 €, Gruppen ab 10 Personen 16 €.
95 €Erm. 45 €, Studierende 25 €, Senioren mit Rentenausweis 70 €; Inhaber können bis zu drei Schüler kostenfrei mitnehmen.
Einzelticket für die jeweilige Sonderausstellung des Kupferstich-Kabinetts 6 €; die Kabinettausstellung „Unbekanntes aus Italien“ im Studiolo ist nur mit dem Hausticket Residenzschloss zugänglich. Studiensaal und Josef-Hegenbarth-Archiv kostenfrei. Die SKD-Tageskarte gilt nicht für Sonderausstellungen. Freier Eintritt am eigenen Geburtstag.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz
Assistenzhunde erlaubt
Tastmodelle / taktile Angebote
Führungen in Gebärdensprache
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Ebenerdiger Eingang an der Schloßstraße; Eingang Taschenberg/Sophienstraße über den Bärengarten mit Rampe (6 %), Türen schwergängig. Drei Aufzüge (90 cm) mit Etagenansage, nicht taktil gekennzeichnet. Rollstuhl-WCs im Untergeschoss und im 2. OG (beim Münzkabinett). Zwei Behindertenparkplätze am Eingang Bärengarten. Führungen für blinde und sehbehinderte Menschen, mit Gebärdensprachdolmetschung und für Menschen mit Demenz; Begleitbuch mit taktilen Plänen. Im Studiensaal Induktionsschleife und Lupen, Tische unterfahrbar; Klingel in 144 cm Höhe, Empfangstresen nicht unterfahrbar. Josef-Hegenbarth-Archiv nicht barrierefrei.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Entdeckerheft, Rallye oder Kinder-Audioguide
Kinderwagenfreundlich
Wickelmöglichkeit
Kindergeburtstage: nicht vorhanden
Kindertour „Residenzschloss“ (ca. 120 Min.) im kostenlosen Multimedia-Guide; Programme für Kita-Gruppen. Kein eigenes Kindergeburtstagsangebot (im Residenzschloss bieten Rüstkammer und Grünes Gewölbe welche an). Kinderwagen in der Regel erlaubt, bei großem Andrang kann der Zutritt verwehrt werden; Still- und Wickelmöglichkeiten in jedem Haus. Speisen, Getränke und größere Wickeltaschen nicht in den Ausstellungen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Straßenbahn/Bus bis Theaterplatz (u. a. Linien 4, 8, 9) oder Postplatz, wenige Gehminuten; Bahnhöfe Dresden Hauptbahnhof und Dresden-Neustadt
Mit dem Auto
Parkplatz vorhanden
Keine eigenen Parkplätze; die SKD verweisen auf verschiedene öffentliche Parkmöglichkeiten im Umkreis und das Parkleitsystem der Stadt Dresden.
Im Residenzschloss: Restaurant „Anna“ in der ehemaligen Hofkellerei, Buchhandlung Walther König. Kostenfreie Garderobe und Schließfächer (Pfand 1-/2-€-Münze), kostenloses WLAN „MUSEUM_SKD“.
Veranstaltungen & Vermietung
Das Museum vermietet nach unseren Informationen keine Räume für externe Veranstaltungen.
Für das Kupferstich-Kabinett selbst sind keine Mieträume ausgewiesen; andere Räume im Residenzschloss (u. a. Kleiner Ballsaal, Schlosskapelle) vermietet die MSU Museen erleben GmbH.
In den Dauerausstellungen für private Zwecke ohne Blitz, Stativ und Selfiestick erlaubt (50 cm Abstand zu Objekten); in Sonderausstellungen teils Fotoverbote
Hinweise
Kostenloser Multimedia-Guide (guide.skd.museum) mit mehreren Touren, u. a. zur Fotografie im Kupferstich-Kabinett. Ausstellungen wechseln etwa vierteljährlich; vor dem Besuch aktuelle Ausstellung prüfen.