Wanderausstellung über die Morde an kranken und behinderten Menschen ab 1939, ergänzt um das Schicksal einer aus Tailfingen stammenden Frau; sonntags 15–17 Uhr und nach Vereinbarung.
Über das Museum
Im Winter 1944/45 sollte der Flugplatz zwischen Hailfingen und Tailfingen für Nachtjäger ausgebaut werden. Neben Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern wurden dafür ab dem 19. November 1944 auch 601 jüdische Häftlinge eingesetzt, die aus dem KZ Stutthof bei Danzig kamen und zuvor meist in Auschwitz gewesen waren. Das Lager war ein Außenlager des KZ Natzweiler; als Unterkunft diente ein umzäunter Flugzeughangar.
Die Männer aus 16 Ländern mussten in Steinbrüchen, an der Startbahn und an Rollwegen arbeiten. Kälte, Hunger, Krankheiten und fehlende Versorgung kosteten viele von ihnen das Leben. Mitte Februar 1945 wurde das Lager aufgelöst und die Überlebenden in andere Konzentrationslager gebracht. Auf den Friedhöfen in Tailfingen, Reutlingen und Esslingen liegen Gräber von Häftlingen.
Die Geschichte des Lagers wurde erst spät aufgearbeitet. Nach einem Dokumentarfilm 2008 wurde im Juni 2010 auf der ehemaligen Startbahn ein Mahnmal für die 601 jüdischen Häftlinge eingeweiht. Ehrenamtliche richteten im alten Rathaus Tailfingen ein Dokumentationszentrum mit einer multimedialen Ausstellung ein, in der 15 Überlebende in Interviews zu Wort kommen.
Getragen wird die Gedenkstätte vom Verein KZ Gedenkstätte Hailfingen Tailfingen e. V. Weitere Erinnerungsorte sind ein Denk-Pfeiler für Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, ein Skulpturenpfad und das ehemalige Massengrab. Als Teil des Lagerkomplexes Natzweiler gehört der Ort zum Europäischen Kulturerbe.
Highlights
Multimediale Ausstellung mit Interviews von 15 Überlebenden
Mahnmal für die 601 jüdischen Häftlinge auf der früheren Startbahn
Luftbildmosaik von Flugplatz und Lager aus dem Jahr 1945
Denk-Pfeiler, Skulpturenpfad und ehemaliges Massengrab
Führungen und Projekttage mit Jugendguides
Eintritt frei
Dauerausstellungen
Dokumentationszentrum KZ-Außenlager Hailfingen/Tailfingen – Multimediale Dauerausstellung zu Lager und Häftlingen mit Interviews von Überlebenden, Zeitleiste, Themenwänden zu Solidarität und Widerstand sowie Porträts einzelner Gefangener.
Gegründet
2010
Träger
Verein KZ Gedenkstätte Hailfingen Tailfingen e. V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Eintritt frei.
Barrierefreiheit
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Kinder & Familie
Nur bedingt für Kinder geeignet
Gedenkstätte; die pädagogischen Angebote richten sich vor allem an Schulklassen, in der Regel ab Klasse 9.
Anreise & Parken
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Service & Gastronomie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
Führungen
ja · Dauer ca. 2 Std.
Angebote für Schulen
ja
Hinweise
Führungen (ab 2 Stunden), Führungen mit Gruppenarbeit, Mahnmal- und Friedhofsbesuch sowie Projekttage (ca. 7 Stunden), vorwiegend für Schulklassen ab Klasse 9; Jugendguides kommen auch an Schulen. Anmeldung bei Andreas Kroll, 0170 8610129, fuehrungen@kz-gedenkstaette-hailfingen-tailfingen.de. Seminarraum im Obergeschoss.