
Max Ernst Museum Brühl des LVR
Museum in Max Ernsts Geburtsstadt Brühl mit der umfassendsten Sammlung zu Leben und Werk des Surrealisten; bis voraussichtlich 2027 geschlossen.
Über das Museum
Ausgangspunkt der Sammlung war eine Schenkung, die Max Ernst 1969 seiner Geburtsstadt Brühl machte; 1980 entstand daraus das städtische Max Ernst Kabinett. 2001 gründeten die Stadt Brühl, die Kreissparkasse Köln und der Landschaftsverband Rheinland die Stiftung Max Ernst, die den Bestand um fast das gesamte druckgrafische Werk und zahlreiche Fotografien erweiterte. Die Kreissparkasse steuerte als Dauerleihgabe rund 70 Plastiken sowie die 36 sogenannten D-Paintings bei, die Max Ernst über Jahrzehnte für Dorothea Tanning malte.
Für das Museum wurde der klassizistische „Brühler Pavillon“, ein 1844 errichtetes Ausflugslokal in Sichtweite von Schloss Augustusburg, nach Plänen von Thomas van den Valentyn und Seyed Mohammad Oreyzi saniert und um einen gläsernen Mittelbau sowie unterirdische Ausstellungs- und Veranstaltungsräume ergänzt. Eröffnet wurde das Haus am 4. September 2005; getragen wird es vom LVR.
Neben der Dauerausstellung zu rund sieben Jahrzehnten Schaffen – von Dada im Rheinland über den Pariser Surrealismus und das amerikanische Exil bis zum Spätwerk in Frankreich – zeigte das Museum mehr als 60 Wechselausstellungen von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart; seit 2023 setzt die Reihe NEW PERSPECTIVES zeitgenössische Akzente. Im Geburtshaus des Künstlers betreibt das Museum das Fantasie Labor für Kunstvermittlung.
Seit Juli 2026 ist das Museum für die Umsetzung eines neuen Sicherheitskonzepts geschlossen; parallel wird die Dauerausstellung auf über 1.000 Quadratmetern neu eingerichtet und soll voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2027 wieder öffnen.
Highlights
- Die 36 D-Paintings, Geschenke von Max Ernst an Dorothea Tanning
- Nahezu vollständiges druckgrafisches Werk und Collageromane wie „Une semaine de bonté“
- Rund 70 Plastiken, darunter die Großbronze „Capricorne“
- Rund 900 Künstlerfotos u. a. von Man Ray und Lee Miller
- Klassizistischer Pavillon mit gläsernem Neubau nahe Schloss Augustusburg
- Gegründet
- 2005
- Träger
- Landschaftsverband Rheinland (LVR)
- Leitung
- Madeleine Frey
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Seniorinnen & Senioren | –Laut FAQ keine Seniorenermäßigung. |
|---|
Eintrittspreise werden während der Schließzeit nicht veröffentlicht. Laut FAQ gilt das Ticket den ganzen Tag, mit einem Vollzahlerticket der Schlösser Augustusburg und Falkenlust gibt es am selben Tag Ermäßigung (und umgekehrt), und am letzten Donnerstag im Monat (außer Feiertage) ist der Eintritt frei. Offene Kinderwerkstatt im Fantasie Labor 5 €, mit Eltern 8 €.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz
- Assistenzhunde erlaubt
- Tastmodelle / taktile Angebote
- Führungen in Gebärdensprache
- Angebote in Leichter Sprache
- Audiodeskription
Barrierefreier Seiteneingang vom Parkplatz mit Klingel und Aufzug ins Foyer; zwei Aufzüge zu allen Ebenen, rollstuhlgerechte WCs im Zwischen- und Untergeschoss. Wegen der Evakuierungszeiten höchstens drei Rollstuhlnutzer:innen gleichzeitig – Tickets vorab buchen. Zwei Leihrollstühle und Klapphocker. Taktiles Leitsystem im Eingangsbereich, Tastplan, drei Tastskulpturen, Tastbuch und Braille-Material; Mediaguide mit Bildbeschreibungen, Leichter Sprache und DGS-Videos, DGS-Führungen. Keine induktive Höranlage. Zwei Behindertenparkplätze am Museum.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
- Familienführungen & Workshops
- Kinderwagenfreundlich
- Kindergeburtstage
Kinder- und Familienprogramm mit Familienführungen, Familienworkshops (MiniMax schon ab 3 Jahren), offener Kinderwerkstatt am Museumssonntag sowie Geburtstagsworkshops im Fantasie Labor am Max-Ernst-Geburtshaus (Schloßstraße 21); das Fantasie Labor bleibt während der Schließung des Museums geöffnet. Für Kinderwagen gibt es einen Seiteneingang mit Klingel und Aufzug.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Max Ernst Museum · 100 m
Bahnhof Brühl (Züge aus Richtung Köln und Bonn), ca. 350 m bzw. 2 Minuten zu Fuß; Straßenbahnlinie 18 bis Brühl Nord oder Brühl Mitte, ca. 10 Minuten zu Fuß; Buslinien A 4, A 59, A 553 und A 555 bis „Max Ernst Museum“ (ca. 100 m). Haltestellen und Bahnhof sind barrierefrei.
Mit dem Auto
Parkplatz kostenlos
Besucherparkplatz direkt hinter dem Museum mit 26 Plätzen (davon 2 Behindertenparkplätze), nur während der Öffnungszeiten bzw. besuchter Veranstaltungen; weitere Parkplätze am Bahnhof Brühl und am Parkplatz Belvedere. Busparkplatz am Bahnhof.
- Behindertenparkplatz
Service & Gastronomie
- Café
- Restaurant: nicht vorhanden
- Museumsshop
- Schließfächer
- WLAN
Museumscafé „Le Petit Max“ mit Außenterrasse und Museumsshop (während der Schließzeit geschlossen). Schließfächer für Jacken und Taschen, kostenloses WLAN „freiesWLAN.LVR“.
Veranstaltungen & Vermietung
- Räume mietbar
- Private Feiern
- Firmenveranstaltungen
Dorothea-Tanning-Saal (auch Spielstätte der Brühler Schlosskonzerte) und Eingangsfoyer für Kongresse und Empfänge mietbar; während der Schließzeit keine Vermietung.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Audioguide | ja (DE) |
| Angebote für Schulen | ja |
| Fotografieren | Für private Zwecke erlaubt, ohne Blitz und Stativ. |
| Hinweise | Mediaguide über QR-Codes (u. a. Leichte Sprache, DGS, Bildbeschreibungen; eigene Kopfhörer mitbringen) und atmosphärischer Audioguide. Ausstellungstexte auf Deutsch und Englisch. Führungen, Workshops, Kita- und Schulangebote über Kulturinfo Rheinland buchbar; während der Schließzeit Outreach-Programm in Brühl. |




