Interimsstandort (voraussichtlich bis 2027-02). Das Stammhaus im Kornspeicher am Firmaneiplatz ist seit 2019 aus Brandschutzgründen bis auf Weiteres geschlossen. Als Ausweichquartier zeigt die Schau „MINERALE – Schätze der Erde“ im Waldecker Saal des Landgrafenschlosses bis Februar 2027 die Highlights der Sammlung.
Die Schau im Waldecker Saal des Landgrafenschlosses zeigt ausgewählte Mineralien aus der Universitätssammlung und erklärt ihre Entstehung, Schönheit und Bedeutung für moderne Technik. Sie läuft bis Februar 2027.
Über das Museum
Den Grundstein legte ein Dekret des hessischen Landgrafen von 1790: Der Mathematiker Johann Gottlieb Waldin sollte ein „Hessisches Mineralien-Kabinett“ an der Universität Marburg aufbauen, für das die Gruben des Landes Erze, Gesteine und Fossilien einsandten. Im 19. Jahrhundert ordneten und erweiterten Professoren wie Friedrich Hessel und Heinrich Girard den Bestand, 1852 kam etwa die Herz’sche Sammlung mit über 4000 Stücken hinzu. 1917 gelangte der Eisenmeteorit von Treysa in die Sammlung.
Ab den 1920er-Jahren belegte die Sammlung nach und nach den Kornspeicher des Deutschen Ordens am Firmaneiplatz nahe der Elisabethkirche, ein Bau aus dem frühen 16. Jahrhundert. Nach dessen Umbau öffnete dort 1977, zum 450-jährigen Universitätsjubiläum, das Mineralogische Museum als öffentliche Schausammlung; ein Freundeskreis unterstützt das Haus seit 1990.
Heute gilt der Bestand mit über 60.000 Mineralien, rund 55.000 Gesteinsproben, 15.000 Edelsteinrohproben und etwa 150 Meteoriten als größte mineralogische Sammlung Hessens; er gehört zum Fachbereich Geographie. Weil der Kornspeicher Brandschutzauflagen nicht erfüllt, ist das Stammhaus seit 2019 geschlossen. Seit September 2024 zeigt die Sonderschau „MINERALE – Schätze der Erde“ im Waldecker Saal des Landgrafenschlosses die schönsten Stücke, darunter Stufen der Ingrid-und-Reinhard-Balzer-Stiftung und der Sammlung Gerhard Schweisfurth.
Highlights
Auswahl der schönsten Stücke aus rund 235 Jahren Sammlungsgeschichte
Mineralstufen der Ingrid-und-Reinhard-Balzer-Stiftung
Erzstufen aus der Sammlung Gerhard Schweisfurth
Präsentation im gotischen Landgrafenschloss hoch über der Altstadt
2 €Studierende anderer Hochschulen, Auszubildende, Gruppen ab 15 Personen, Senioren ab 65 Jahren, Schwerbehinderte ab GdB 50, Teilnehmende an Freiwilligendiensten
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei.
Seniorinnen & Senioren
2 €Ab 65 Jahren.
Menschen mit Behinderung
2 €Begleitperson frei · Ab GdB 50; eingetragene Begleitperson frei.
Studierende & Azubis
2 €Studierende der Philipps-Universität Marburg frei, anderer Hochschulen ermäßigt.
Gruppen (ab 15 Pers.)
2 € p. P.Ermäßigter Preis für Gruppen ab 15 Personen.
Landgrafenschloss gesamt (inkl. „MINERALE“)
8 €Ermäßigt 5 €
Kombiticket Landgrafenschloss und Kunstmuseum
10 €Ermäßigt 7 €
Preise gelten nur für die Ausstellung „MINERALE“. Freier Eintritt u. a. für Mitglieder der Freunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, mit Museumskarte des Deutschen Museumsbunds, ICOM-Card und Presseausweis.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug
Barrierefreies WC
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Der Weg zum Schlosseingang führt bergauf über Kopfsteinpflaster. Im Schloss erschließen Rampen und ein Aufzug Ausstellungsräume und Toiletten (Schlosskapelle nur über Treppe). Wegbeschreibung von der Bushaltestelle für blinde und sehbehinderte Menschen als Text und Audio; Klapphocker im ersten Stock.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Schloss
Bus 10 bis Haltestelle Schloss.
Zum Landgrafenschloss führt ein ansteigender Weg mit Kopfsteinpflaster.