
Museum am Dom Trier
Museum des Bistums Trier im einstigen preußischen Gefängnis, bekannt für die konstantinische Deckenmalerei aus einem Palast unter dem Dom.
Über das Museum
Die Idee eines christlichen Museums im Umfeld des Trierer Doms reicht bis um 1850 zurück. Eröffnet wurde das Diözesan-Museum schließlich am 3. Oktober 1904 in Nebenräumen des Domkreuzgangs. Den Grundstock bildeten Altarreste, Grabmäler und Ausstattungsstücke aus Dom und Liebfrauenkirche, die seit dem 18. Jahrhundert in einem Lapidarium gesammelt worden waren, sowie Leihgaben aus Pfarreien des Bistums.
Ab 1943 begannen systematische Ausgrabungen auf dem Domfreihof und später im Dom selbst. 1944 wurde der Kreuzgang bei Luftangriffen teilweise zerstört und mit ihm ein Teil der Bestände beschädigt. 1952 entstand durch die Zusammenlegung mit der neuen Abteilung für Archäologie und Bauforschung das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum. Aus den Grabungen stammt das berühmteste Stück des Hauses: eine Deckenmalerei aus einem spätantiken Wohnpalast, die in über zehnjähriger Arbeit aus rund 30.000 Fragmenten wieder zusammengesetzt wurde.
Seit 1988 hat das Museum seinen Sitz in der früheren königlich-preußischen Haftanstalt von 1832/33, die in der NS-Zeit auch als Durchgangsstation für Deportierte diente. 2010 wurde es per Statut als Einrichtung des Bistums Trier neu verfasst und in „Museum am Dom Trier“ umbenannt. Seit 2015 betreut es zudem den Domschatz wissenschaftlich.
Die Dauerausstellung verbindet Archäologie und Kunstgeschichte: Modelle und Funde erläutern die frühchristliche Kirchenanlage des 4. Jahrhunderts, dazu kommen Grabinschriften, Bischofsgrabmäler, mittelalterliche Skulpturen, Christus- und Marienbilder sowie zeitgenössische Werke, die bewusst in Dialog mit der alten Kunst gestellt werden.
Highlights
- Konstantinische Deckenmalerei aus einem Wohnpalast unter dem Dom, aus rund 30.000 Fragmenten zusammengesetzt
- Modelle und Funde zur frühchristlichen Kirchenanlage des 4. Jahrhunderts
- Grabmal für Erzbischof Jakob von Sierck von Nikolaus Gerhaert (1462)
- Karolingisches Wandgemälde aus der Klosterkirche St. Maximin
- Thronende Muttergottes aus Ayl
- Ikonensammlung im Schaudepot
Dauerausstellungen
- Dauerausstellung: Christliche Kunst und Archäologie – Von der konstantinischen Deckenmalerei und Funden zur frühchristlichen Kirchenanlage über Grabdenkmäler bis zu Christus- und Marienbildern aus vielen Jahrhunderten. Zeitgenössische Werke treten mit der alten Kunst in Dialog.
- Gegründet
- 1904
- Träger
- Bistum Trier
- Leitung
- Dr. Jürgen von Ahn
Eintrittspreise & Ermäßigungen
| Erwachsene | 5 € |
|---|---|
| Ermäßigt | 3 €Studierende, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Menschen mit Behinderung |
| Kinder & Jugendliche | 3 €Kinder bis zum Schuleintritt frei; Schülerinnen und Schüler zahlen den ermäßigten Preis, im Klassenverband 1 €. |
| Menschen mit Behinderung | 3 €Ermäßigter Eintritt für Menschen mit Behinderung. |
| Studierende & Azubis | 3 €Mit dem DiMiDo-Semesterticket (Universität Trier, Theologische Fakultät, Hochschule Trier) dienstags bis donnerstags freier Eintritt und kostenlose Teilnahme an öffentlichen Führungen. |
| Gruppen (ab 10 Pers.) | 3 € p. P.Pro Person ab 10 Personen, auch ohne Anmeldung. Schulklassen 1 € pro Schüler, zwei Begleitpersonen frei. |
| Familien | 8 €2 Erwachsene mit Kindern |
| Familienkarte I (1 Erwachsener mit Kindern) | 6 € |
| Familien am Museums-Sonntag | 2 € |
| Kombiticket Museum am Dom + Domschatz | 5,50 €Ermäßigt 3,20 € |
| Kombi-Familienkarte I (1 Erwachsener mit Kindern) | 8 €Museum am Dom + Domschatz |
| Kombi-Familienkarte II (2 Erwachsene mit Kindern) | 10 €Museum am Dom + Domschatz |
| Sektführung am Langen Donnerstag (20 Uhr) | 15 €Inklusive Eintritt und einem Glas Sekt |
Gruppenführungen kosten 50 € pro Stunde (Fremdsprache 60 €) zuzüglich Eintritt.
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerecht
- Aufzug
- Barrierefreies WC
- Behindertenparkplatz: keine Angabe
- Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
- Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
- Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
- Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
- Audiodeskription: keine Angabe
Das Museum ist für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer ebenerdig zugänglich; alle Etagen sind per Aufzug erreichbar, ein barrierefreies WC ist vorhanden.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
| Familienticket | 8 € · 2 Erwachsene mit Kindern |
|---|
- Familienführungen & Workshops
- Kindergeburtstage
Kindergeburtstage mit Führung und Kreativteil für Kinder von 6 bis 12 Jahren (max. 12 Kinder, 120 Minuten). In den Ferien Kreativkurse für Kinder ab 8 Jahren mit Anmeldung. Kinder bis zum Schuleintritt haben freien Eintritt.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Vom Trierer Hauptbahnhof etwa 10 Minuten zu Fuß; von der Fußgängerzone in wenigen Minuten erreichbar.
Mit dem Auto
Empfohlen wird das Parkhaus Basilika/Mustorstraße nahe der Konstantinbasilika; von dort sind es durch die Banthusstraße wenige Gehminuten.
Das Museum liegt direkt neben dem Trierer Dom.
Route planenService & Gastronomie
- Museumsshop
Veranstaltungen & Vermietung
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Besuch planen
| Führungen | ja |
|---|---|
| Angebote für Schulen | ja |
| Hinweise | Gruppenführungen u. a. zu den Highlights der Sammlung, zur Geschichte des Doms, zur Ikonensammlung im Schaudepot und zu frühchristlichen Grabinschriften auf Anfrage, auch auf Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch, Russisch und Bulgarisch. Gruppen ohne Führung brauchen keine Anmeldung; ab 25 Personen wird eine Teilung empfohlen. Am Langen Donnerstag um 20 Uhr Sektführung. Workshops und Führungen für Schulklassen und Kommuniongruppen nach Altersstufen. |




