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Museum der Stille in Berlin
Foto: Matti Blume · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Museum der Stille

Rückzugsort in Berlin-Mitte: abgedunkelte rote Räume mit Gemälden von Nikolai Makarov, Architekturmodellen und einem Gulag-Gedenkraum.

ÖffnungszeitenEintritt frei

Über das Museum

Der aus Russland stammende Berliner Maler Nikolai Makarov eröffnete das Museum im September 1994. Den Anstoß gaben Betrachter, die seinen Bildern eine besondere Ruhe zuschrieben; Makarov baute daraufhin eine große Wohnung im Erdgeschoss eines Gründerzeithauses in der Linienstraße rund ein Jahr lang um. Als Vorbild nannte er die Rothko-Kapelle in Houston: tiefrote Wände, verhängte Fenster, schalldämpfender Teppich, sparsames Licht und Sitzplätze vor wenigen großformatigen, nebelhaft verschwimmenden Landschaftsbildern. Beschriftungen gibt es bewusst nicht, der Eintritt war von Anfang an frei.

2000 erwarb die Sergej-Mawrizki-Stiftung die Räume und hat dort seither ihren Sitz. Sie geht auf das Vermächtnis der aus Charkiw stammenden Lehrerin Xenia Mawrizki zurück, die den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und den Ländern der früheren Sowjetunion fördern wollte. Nach einer Renovierung von 1999 bis 2001 musste das Museum ab 2009 für rund fünf Jahre schließen, weil es im Haus Streit um den Lärm eines Nachtclubs gab; zum 20-jährigen Bestehen im September 2014 öffnete es wieder.

Seitdem sind neben Makarovs Gemälden Modelle namhafter Architekturbüros zu sehen, die Räume der Stille für jeweils ein einziges Kunstwerk entworfen haben, darunter Max Dudler, Staab Architekten, Franco Stella und Sergei Tchoban. 2023 kam ein vollständig mit Torf gestalteter Gedenkraum für die Opfer des stalinistischen Lagersystems hinzu.

Highlights

  • Großformatige, fast monochrome Landschaftsbilder von Nikolai Makarov
  • Rot ausgeschlagene, schallgedämpfte Räume ohne Beschriftungen
  • Architekturmodelle für „Räume der Stille“ u. a. von Max Dudler, Staab Architekten und Sergei Tchoban
  • Mit Torf gestalteter Gulag-Gedenkraum (seit 2023)

Dauerausstellungen

  • Raum der Stille – Gemälde von Nikolai Makarov und Architekturmodelle – Makarovs großformatige Grisaille-Landschaften in eigens gestalteten, abgedunkelten Räumen, ergänzt durch Entwürfe mehrerer Architekturbüros für kontemplative Einzelwerk-Räume.
  • Gulag-Gedenkraum – Von Makarov ganz mit Torf ausgekleideter Raum der Besinnung, der an die Opfer der stalinistischen Gewaltherrschaft erinnert.
Gegründet
1994
Träger
Sergej-Mawrizki-Stiftung (mit dem Verein Freunde des Stillen Museums e. V.)

Eintrittspreise & Ermäßigungen

Der Eintritt ist frei.

Eintritt frei.

Barrierefreiheit

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Kinder & Familie

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

Anreise & Parken

Mit Bus & Bahn

Tucholskystraße · 100 m

S-Bahn Oranienburger Straße (S1, S2, S25, S26); U6 Oranienburger Tor; Tram M1, M5, M6; Bus 142 bis Tucholskystraße.

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Service & Gastronomie

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Veranstaltungen & Vermietung

Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.

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HinweiseDer Besuch dient der stillen Betrachtung; die Räume sind abgedunkelt, es gibt Sitzplätze vor den Werken und keine Texttafeln.

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