Selbstorganisiertes Museum in Kreuzberg, das Kapitalismus mit interaktiven Stationen, Sonderausstellungen und Workshops verständlich macht – Eintritt frei.
ÖffnungszeitenEintritt frei Teilweise barrierefrei
Die Schau zeichnet in neun Stationen Berliner Auseinandersetzungen um bezahlbaren Wohnraum nach – von der Mieterbewegung des 19. Jahrhunderts über Hausbesetzungen in Ost und West bis zur aktuellen Debatte um Vergesellschaftung.
Über das Museum
Das Museum des Kapitalismus versteht sich als selbstorganisiertes Museum „von unten“: Es will eine Lücke der Museumslandschaft füllen und das Wirtschaftssystem, das Arbeit, Löhne, Wohnen und globale Abhängigkeiten prägt, selbst zum Ausstellungsthema machen. Die erste, zunächst befristete Ausstellung öffnete im Juni 2014 in Berlin-Kreuzberg; 2015 folgte eine zweite Schau, 2017 gastierte das Projekt eine Woche im Hamburger Stadtteil St. Pauli.
Inzwischen hat das Museum an der Köpenicker Straße 172 einen festen Ort, laut einem Berliner Stadtportal seit Februar 2018. Getragen wird es vom Verein für Bildung und Partizipation e. V.; finanziert wird die Arbeit über Fördermittel, etwa des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg für die aktuelle Sonderausstellung, und über Spenden.
Statt Objekte in Vitrinen zu zeigen, setzt das Haus auf Mitmach-Exponate, die zum Ausprobieren und Diskutieren anregen: Es geht um Bedürfnisse und Ausschlüsse, Krisen, Kolonialismus und mögliche Alternativen. Im März 2026 eröffnete eine überarbeitete Dauerausstellung. Ergänzt wird sie durch Sonderausstellungen, etwa 2026 zur Geschichte der Berliner Mieterkämpfe, sowie Workshops für Schulklassen und Gruppen, Lesekreise und Buchvorstellungen. Mit der Hans-Georg-Backhaus-Bibliothek, der rund 4.000 Bände umfassenden Privatbibliothek des Marx-Forschers, soll zudem eine öffentliche Studienbibliothek entstehen.
Highlights
Interaktive Dauerausstellung zu Mechanismen und Folgen des Kapitalismus
Sonderausstellung „Zur Wohnungsfrage“ über Berliner Kämpfe ums Wohnen (bis 7. November 2026)
Workshops für Schulklassen und Gruppen, z. B. „Kapitalismus für Anfänger*innen“
Aufbau der Hans-Georg-Backhaus-Bibliothek mit rund 4.000 Bänden
Freier Eintritt
Dauerausstellungen
Museum des Kapitalismus – Überarbeitete Dauerausstellung, die mit interaktiven Exponaten zeigt, wie das Wirtschaftssystem Alltag, Arbeit und soziale Beziehungen formt, und Raum für Diskussion über Alternativen lässt.
Gegründet
2014
Träger
Verein für Bildung und Partizipation e. V.
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Der Eintritt ist frei.
Die offizielle Website nennt keine Eintrittspreise und bittet um Spenden; laut Berliner Stadtportalen ist der Eintritt frei. Preise für Workshops nicht angegeben.
Barrierefreiheit
Teilweise rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: nicht vorhanden
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Der Raum ist nach Angaben des Museums barrierearm zugänglich, eine rollstuhlgerechte Toilette gibt es nicht.
Kinder & Familie
Dazu hat das Museum keine Angaben veröffentlicht – bitte direkt beim Museum nachfragen.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
U1 und U3 bis Schlesisches Tor; Bus 165 und 265 bis Eisenbahnstraße.
Kleine Bar mit kalten und warmen Getränken, vor allem bei Veranstaltungen.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Hochzeiten / Trauungen: nicht vorhanden
Bis zu 70 Personen.
Raum mit ca. 148 m² (rund 120 m² nutzbar) für künstlerische, politische und wissenschaftliche Veranstaltungen wie Seminare, Lesungen, Filmvorführungen oder Theater, stunden- oder tageweise. Ausstattung mit Beamer, Tonanlage, rund 40 Stühlen, Bar und Küchenzeile. Dreistufiges Preismodell: kostenlos für nichtkommerzielle politische Projekte, Normal- und Solitarif; Anfrage per Formular.
Workshops (ca. 1,5 bis 5 Stunden) für Schulklassen ab Klasse 7 bzw. 9 und Gruppen auf Anfrage, u. a. „Kapitalismus für Anfänger*innen“, „Kapitalismus & Klima“, „Klassismus everywhere“ und „Climate Justice!“; dazu wechselnde öffentliche Workshopreihen. Die Ausstellung ist mehrsprachig.