Erste museale Einzelschau der in Berlin und Lissabon lebenden Künstlerin mit rund 60 Fotografien, Zeichnungen, Video- und Soundarbeiten. Im Zentrum stehen Selbstporträts, die Fragen nach Identität, Herkunft und weitergegebenen Traumata verhandeln.
Studierende aus Düsseldorf gestalten den Proberaum: Arbeiten junger Akademie-Künstler treten in Dialog mit Werken aus der städtischen Sammlung, etwa von Georg Baselitz. Das Leitbild sind selbst getretene Trampelpfade abseits vorgegebener Wege.
Überblick über das zeichnerische Werk der Düsseldorfer Künstlerin, ergänzt um Objekte und eine Medieninstallation. Die rätselhaften, sparsam gezeichneten Motive schöpfen aus Mythen, Philosophie und Wortgeschichte.
Erste Museumspräsentation eines seit 2024 wachsenden Malereiprojekts aus modularen Tafeln, das sich als potenziell endloses Bild versteht. Musik und Film ergänzen die Malerei.
Über das Museum
Das Museum Morsbroich öffnete am 27. Januar 1951 und gilt als erstes nach dem Krieg neu gegründetes Museum für Gegenwartskunst in der Bundesrepublik. Die Stadt Leverkusen hatte das kriegsbeschädigte Schloss dafür vom Besitzer gepachtet; das Haus sollte ausdrücklich lebenden Künstlerinnen und Künstlern aller Richtungen eine Bühne bieten und der in der NS-Zeit verfemten Moderne wieder Raum geben.
Das Gebäude selbst hat eine lange Vorgeschichte: Der Rittersitz ist seit dem 14. Jahrhundert belegt, gehörte ab 1619 dem Deutschen Orden und wurde im 18. Jahrhundert durch ein kleines Lustschloss im Rokokostil ersetzt. Im 19. Jahrhundert ging es an Kölner Bankiers- und Unternehmerfamilien, die es um Seitenflügel erweiterten. Nach dem Ankauf durch die Stadt 1974 wurde es unter Leitung des Architekten Oswald Mathias Ungers saniert und 1985 wiedereröffnet.
Unter den Direktoren Udo Kultermann und Rolf Wedewer machte sich das Haus mit Pionierausstellungen einen internationalen Namen, etwa mit der ersten Museumsschau zur monochromen Malerei (1960), einer großen Lucio-Fontana-Retrospektive (1962) und einer frühen Ausstellung zur Konzeptkunst (1969). Später kamen die Grafiketage im Dachgeschoss und ein Skulpturenpark mit ortsbezogenen Arbeiten hinzu.
Die Sammlung umfasst rund 600 Gemälde und Skulpturen sowie etwa 4.000 grafische Blätter, darunter Werke von Gerhard Richter, Yves Klein, Piero Manzoni, Lucio Fontana und Künstlern des Informel. Seit 2021 leitet Jörg van den Berg das Museum, das 2026 sein 75-jähriges Bestehen feiert.
Highlights
Rokokoschloss mit Spiegelsaal, Damensalon und Jagdzimmer
Gerhard Richters Gemälde „Tiger“ (1965)
Werke der ZERO- und Monochrom-Bewegung (Klein, Manzoni, Fontana, Uecker)
Grafische Sammlung mit rund 4.000 Blättern
Frei zugänglicher Skulpturenpark mit Jeppe Heins begehbarem Wasserspiel
Dauerausstellungen
Anja Utler: für ein zartes daheim – Dauerhafte, zum Mitmachen einladende Klang- und Textinstallation im Dachgeschoss, die aus über 120 gespendeten Versen fragt, was ein Ort braucht, um Zuhause zu sein.
Gegründet
1951
Träger
Stadt Leverkusen (Fachbereich Kultur und Stadtmarketing)
Leitung
Jörg van den Berg
Eintrittspreise & Ermäßigungen
Erwachsene
10 €
Ermäßigt
5 €Schüler*innen ab 18, Studierende, Auszubildende, Bundesfreiwilligendienstleistende, Beziehende von Leistungen nach SGB II/XII, Mitglieder des Kunstvereins, Inhaber*innen der art-card, Rentner*innen
Kinder & Jugendliche
freibis 17 Jahre frei · Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre frei
Seniorinnen & Senioren
5 €Ermäßigung für Rentner*innen
Menschen mit Behinderung
–Begleitperson frei · Keine eigene Ermäßigung für Menschen mit Behinderung ausgewiesen; notwendige Begleitperson frei (Vermerk im Ausweis)
Studierende & Azubis
5 €
Gruppen (ab 10 Pers.)
6 € p. P.Schulklassen aller Schularten frei (inkl. zwei Aufsichtspersonen)
Familien
20 €Zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder
Jahreskarte
30 €Ermäßigt 15 €; ab zehn Karten 25 € je Erwachsenenkarte; erhältlich im MuseumShop
Freier Eintritt u. a. für ICOM-Mitglieder, Presse und Mitglieder des Museumsvereins Morsbroich. Wer nur den Spiegelsaal mit Damensalon und Jagdzimmer besichtigt, zahlt keinen Eintritt. Bei gebuchten Sonderführungen 6 € Eintritt pro Person.
Barrierefreiheit
Rollstuhlgerecht
Aufzug: keine Angabe
Barrierefreies WC: keine Angabe
Behindertenparkplatz: keine Angabe
Assistenzhunde erlaubt: keine Angabe
Tastmodelle / taktile Angebote: keine Angabe
Führungen in Gebärdensprache: keine Angabe
Angebote in Leichter Sprache: keine Angabe
Audiodeskription: keine Angabe
Laut Museum sind Ausstellungen und Kunstvermittlung für Menschen mit Gehbeeinträchtigung und Rollstuhl zugänglich; Anmeldung an der ebenerdigen Kasse am Tor.
Kinder & Familie
Gut für Kinder & Familien geeignet
Eintritt Kinder
bis 17 Jahre frei
Familienticket
20 € · Zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder
Familienführungen & Workshops
Kindergeburtstage
Generationenübergreifende Kunstentdecker-Tour für Familien an jedem ersten Sonntag im Monat, „Museumsflöhe“ für Kleinkinder, Kunstklub „Schlossgespenster“ für Kinder, ganztägige Mal- und Zeichenworkshops für Kinder sowie dreistündige Kindergeburtstage. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre haben freien Eintritt.
Anreise & Parken
Mit Bus & Bahn
Museum Morsbroich
Bus 212, 214, SB21, SB22, SB29 ab Leverkusen Mitte bis Haltestelle „Museum Morsbroich“; S 6, RE 1, RE 5, RB 48 bis Leverkusen Mitte, RB 48 auch bis Bahnhof Manfort.
Mit dem Auto über die A 3, Ausfahrt Leverkusen-Zentrum, dann der Beschilderung „Museum Morsbroich“ folgen.
Schlosscafé by Herkenrath Hof im Schloss. MuseumShop.
Veranstaltungen & Vermietung
Räume mietbar
Der Gartensaal wird über den Gastronomen Herkenrath Hof vermietet (mit Catering). Der Spiegelsaal ist Di–So für Fotoshootings buchbar (250 € pro Stunde, ca. zwei Wochen Vorlauf).
Öffentliche Führung jeden Sonntag um 15 Uhr (15 € pro Person). Gruppen- und Sonderführungen (ab 65 €, fremdsprachig 85 €) über den Besucherservice; Workshops und Führungen für Schulen und Kitas. Führungen dauern je nach Angebot ein bis zwei Stunden.